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Studienseminar |
E.P. |
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Geistigbehindertenpädagogik |
Studienreferendarin |
Seminar I
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Seminar- und Einsatzschule |
Klasse O2 (4 Mä/ 6 Kn) |
Schule zur individuellen Lebensbewältigung
Zweite und
dritte Lehrprobe
im Rahmen der zweiten Staatsprüfung
für das Lehramt an Sonderschulen (1999)
am 25.03.99
1. und 2. Stunde (8.35 bis 10.15)
Themen:
„Wir lesen die Wörter für einen Einkaufszettel für
unser Klassenfrühstück“
(Lernbereich Lesen)
„Wir experimentieren an Stationen mit den Farben
Blau und Gelb und erleben, dass es verschiedene Möglichkeiten gibt, die
Mischfarbe Grün entstehen zu lassen“
(Lernbereiche Denken und
Ästhetische Erziehung)
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25.03.1999 |
Ausgearbeitet von: E. P. Studienreferendarin im zweiten Ausbildungsjahr |
INHALT:
1. Lernvoraussetzungen.....................................................................................................................1
1.1 Pädagogische Situation der Klasse......................................................................................................1
1.2 Klassenspiegel der
O2.........................................................................................................................2
1.3 Problemverhalten und Konsequenzen.................................................................................................3
2. Das
erste Lernvorhaben: „Wir lesen die Wörter für einen Einkaufszettel für unser
Klassenfrühstück“..........................................................................................................................4
2.1 Stellung des Lernvorhabens.................................................................................................................4
2.1.1 Stellung im amtlichen Lehrplan...........................................................................................................4
2.1.2 Stellung in der Sequenz.......................................................................................................................4
2.2 Sachanalyse..........................................................................................................................................5
2.3 Reduktion
............................................................................................................................................5
2.4 Bildungsgehalt.....................................................................................................................................6
2.5 Spezielle Lernvoraussetzungen bezüglich des Lernvorhabens............................................................6
2.6 Lernziele..............................................................................................................................................7
2.7 Sonderpädagogische Maßnahmen.......................................................................................................7
3. Die Lernorganisation.....................................................................................................................8
3.1 Methodische Begründung des Entwurfs und alternative
Überlegungen.............................................8
3.2 der
Unterrichtsverlauf.......................................................................................................................10
4. Das
zweite Lernvorhaben: „Wir experimentieren an Stationen mit den farben Blau und gelb und erleben, dass es verschiedene Möglichkeiten gibt,
die Mischfarbe Grün entstehen zu lassen.“.....................................................................................................................11
4.1 Stellung des Lernvorhabens...............................................................................................................11
4.1.1 Stellung im amtlichen Lehrplan.........................................................................................................11
4.1.2 Stellung in der Sequenz.....................................................................................................................12
4.2 Sachanalyse........................................................................................................................................12
4.3 Reduktion
..........................................................................................................................................13
4.4 Bildungsgehalt...................................................................................................................................13
4.5 Spezielle Lernvoraussetzungen bezüglich des Lernvorhabens..........................................................14
4.6 Lernziele............................................................................................................................................14
4.7 Sonderpädagogische Maßnahmen.....................................................................................................15
5. Die Lernorganisation...................................................................................................................15
5.1 Methodische Begründung des Entwurfs und alternative Überlegungen...........................................15
5.2 der Unterrichtsverlauf.......................................................................................................................17
Erklärung
Literaturverzeichnis
Anhang:
Zu Lernvorhaben 1 (Lesen):
A1 Tafelbild
A2 Arbeitsblätter
Zu Lernvorhaben 2 (Denken und
Ästhetische Erziehung):
A3 Handlungsanleitungen
1. Lernvoraussetzungen
1.1 Die pädagogische Situation der Klasse
Die Klasse O2 besteht zurzeit aus 6 Jungen (H.B.,
T.B., O.K., T.M., T.W., S.W.) und 4 Mädchen (M.K., M.Kü., A.H., A.K.) im Alter
von 12 bis 14 Jahren. Ein Schüler wechselte zu Beginn diesen Schuljahres in
eine andere Oberstufengruppe, T.M. kam neu hinzu. T.B. ist seit Ende des
letzten Schuljahres neu in dieser Klasse. Ansonsten kennen sich die meisten
SchülerInnen schon aus der Unterstufe, teilweise sogar seit dem besuch der schulvorbereitenden einrichtung. Außer H.B. und M.K.
besuchen alle am nachmittag die
an die Schule angegliederte tagesstätte.
Seit diesem Schuljahr bin ich, Studienreferendarin
im zweiten ausbildungsjahr, die
Klassenlehrerin der O2. Ich unterrichte die Klasse an drei Tagen in der Woche
in den Fächern Mathematik, Lesen, Sachunterricht, Freiarbeit, Kunsterziehung,
Religion und Sport. Den restlichen Unterricht deckt die Heilpädagogin Frau S.
ab, wobei sie teilweise gemeinsam mit Fachlehrern arbeitet. Die Erzieherin Frau
B. betreut die Klasse, ebenso wie Frau S., erst seit Beginn diesen schuljahres. In unserem Team herrscht
ein angenehmes und harmonisches Klima, was sich sicherlich auch auf die Klasse
überträgt.
Die Atmosphäre in der Klasse ist einerseits sehr
angenehm, sodass ich das gefühl
habe, dass wir alle gerne zur Schule kommen und uns in unserer Gruppe sehr wohl
fühlen. Andererseits kommt es aber immer wieder zu heftigen
Auseinandersetzungen zwischen den SchülerInnen. Die Gründe dafür liegen zum teil sicherlich in deren schwierigem
Alter. T.B. fällt in diesem Zusammenhang besonders häufig auf. Er versteht es
auch geschickt andere Schüler zu Unsinn anzustiften, wie z.B. T.M. und S.W..
O.K. hingegen ist ein sehr ruhiger und kameradschaftlicher Junge, der von allen
gerne gemocht wird. H.B. befindet sich meist in seiner eigenen Welt verhaftet,
unbeteiligt an dem, was um ihn herum geschieht. Er ist am liebsten alleine. Im
Gegensatz dazu ist T.W. emotional stark darauf angewiesen, immer eine seiner
Bezugspersonen in seiner Nähe zu haben. A.K. befindet sich in einem ständigen
Wechsel zwischen Apathie und extremem Bewegungsdrang. An Tagen, an denen sie besonders
aktiv ist und ruhelos im Klassenzimmer herumläuft, provoziert sie nicht nur die
Erwachsenen, sondern auch ihre MitschülerInnen. So zerstört sie beispielsweise
deren gerade fertig gestellten Arbeitsblätter oder Bastelarbeiten, wodurch sie
sich oft unbeliebt macht und in eine Außenseiterrolle hineinmanövriert. M.Kü.
ist die beliebteste Schülerin der Klasse. Sie ist ebenso wie M.K. sehr
ausgeglichen und hilfsbereit gegenüber anderen.
A.H. ist ein sehr schüchternes Mädchen, das dadurch kaum eigene Interessen
durchsetzen kann. Sie neigt dazu sehr schnell zu weinen. M.Kü. ist ihre beste
Freundin. Die freundschaft der
beiden mädchen stellt die einzige
wirklich enge Zweierbeziehung der Klasse dar.
Bezüglich des Lern- und Leistungsniveaus innerhalb
der Kulturtechniken zählen T.B., O.K. und M.Kü. zu den stärksten SchülerInnen
der Klasse. M.K. befindet sich im Übergang zum mittleren Niveau, auf dem sich
A.H., A.K., T.M. und S.W. befinden. T.W. und H.B. sind leistungsmäßig die
schwächsten schüler der Klasse,
wobei es bei letzterem Schüler auf Grund seiner zum Teil extremen
Verweigerungshaltung schwierig ist, den aktuellen Leistungsstand zu überprüfen.
Im Lesen und
Schreiben wurden die Differenzierungsgruppen mit zwei Parallelklassen
wieder aufgelöst, nachdem sie im ersten Halbjahr zu oft ausfallen mussten.
Somit unterrichte ich die sehr heterogene Gesamtgruppe in dieser Form erst seit
Mitte Februar. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Sprache und dem Erlernen von
Ganzwörtern in Verbindung mit dem sinnentnehmenden Lesen von kurzen Sätzen oder
dem Bilderlesen. T.B., O.K. und M.Kü. können kleine Sätze lesen, wobei den
beiden Jungen die Sinnentnahme oft noch schwer fällt. Auch das Schreiben ohne
Vorlage ist für die SchülerInnen noch schwierig. A.H. und M.K. kennen alle Buchstaben
und können Wörter mithilfe immer besser erlesen. Die beiden lernen gerne
gemeinsam. A.K., T.M. uns S.W. kennen nur wenige Buchstaben und haben große
graphomotorische Probleme. Sie können Ganzwörter mit Unterstützung erkennen,
wobei sie jedoch sehr viel Lob und Ermutigung brauchen. H.B. und T.W. können
Bilder lesen und einander zuordnen. Da T.W. nur wenige Wörter sprechen kann,
bietet für ihn das Bilderlesen zusätzliche Übungen in diesem bereich, an denen er sich gerne
beteiligt.
Die SchülerInnen sitzen in Hufeisenform an
beweglichen Einzeltischen. Für den Morgenkreis oder einen Stuhlkreis an der tafel müssen die Tische verschoben
werden. Die Klasse verfügt über eine Wand- und eine Magnettafel. Der OHP wird
mit einer Nachbarklasse geteilt. Das Gleiche gilt für den Nebenraum, der
vormittags hauptsächlich zum Differenzieren und am Nachmittag zum Spielen
genutzt wird.
1.2 Klassenspiegel der O2
|
Name Geburtsdatum |
Schullaufbahn |
Behinderung |
Motorik/ körperl. Auffälligkeiten |
Wahrnehmung |
Sprache |
Sozialverhalten |
Arbeitsverhalten |
Kulturtechniken |
Besonderheiten |
|
H.B. geb. |
89-91:
SVE Blindeninstitut 91/
92: Sprachheilkiga 92-95:
Unterstufe 95-98:
Mittelstufe 98/99:
Oberstufe |
retardierte
Gesamt-entwicklung als vermutete Folge eines Harnwegrück-staues; Vermutung
von autistischen Zügen |
Grobmotorik: -
Gleichgewichts- u. Koordinationsprobleme Feinmotorik: -
starke Ausfälle beim Einsatz beider Hände, z.B. beim Schneiden, Malen und
Reißen |
-
Schwierigkeiten bei der Figur-Grund-Wahrnehmung und der Orientierung im Raum -
Probleme bei der eigenen Körperwahr-nehmung |
-
gute Spontansprache -
Probleme bei der Arti-kulation von „sch“ -
Auftreten immer wiederkehrender sinnloser Sätze -
Selbstgespräche |
-
Einzelgänger -
ist entweder in seiner eigenen Welt versunken oder ärgert andere |
-
Arbeitsverweigerung in allen Bereichen, vermutl. wegen häuslicher
Überforderung -
braucht Einzelbetreuung |
-
erkennt keinen Buch-staben sicher -
kann Bilder und Symbole lesen -
vermuteter Mengen-begriff bis 4 |
|
|
T.B. geb. |
91-94:
Regelkiga 94/
95: DFK 95-97:
Unterstufe 97/
98: Mittelstufe 98/
99: Oberstufe |
unbekannt |
Grobmotorik: -
ausgeprägter Bewe-gungsdrang -
Schwierigkeiten bei der Handlungsplanung bei nicht häufig geübten
Handlungsabläufen Feinmotorik: unauffällig |
-
gute visumot. Koordination -
Probleme bei der Orientierung, z.B. im Schulhaus |
-
guter sprachlicher Ausdruck -
manchmal sehr laut und hastig |
-
Erwachsenen gegenüber kontaktfreudig und hilfsbereit -spielt
gerne mit anderen Kindern; ärgert sie auch häufig und spielt den Unschuldigen |
-
gelegentliche verwei-gerungshaltung;
kann aber auch sehr motiviert mitar-beiten -
versucht oft sich wichtig zu machen, indem er behauptet schon alles zu können |
-
liest kleine Sätze; hat teilweise Probleme mit der Sinnentnahme -
übt Schreibschrift -
rechnet im 20er - Raum; übt im 100er - Raum |
|
|
A.H. geb.
|
91/92:
Regelkiga 92-95:
Unterstufe 95-98:
Mittelstufe 98/
99: Oberstufe |
unbekannt |
gute
Grob - und Feinmotorik |
Brillenträgerin |
-
leises Sprechen; teilweise mit Akzent -
dysgrammatische Satzstrukturen (Infinitivsätze) |
-
hilfsbereit -
spielt gerne mit anderen Kindern, kann sich aber nicht wehren |
-
arbeitet gerne mit; ist sehr fleißig |
-
kennt alle Buchstaben; übt mit hilfe
die Synthese kurzer Wörter -
rechnet im 10er - Raum |
|
|
M.K. geb. |
89-92:
Regelkiga 92/
93: DFK 93-95:
Unterstufe 95-98:
Mittelstufe 98/
99: Oberstufe |
unbekannt |
gute
Grob - und Feinmotorik |
Brillenträgerin |
-
gute Ausdrucksfähigkeit und große Sprechfreude -
teilweise Dysgramma-tismen |
-
kontaktfreudig -
immer freundlich und sehr hilfsbereit; kümmert sich um Schwächere |
-
arbeitet immer sehr motiviert und gewissen-haft, wenn auch sehr langsam -
stolz auf geleistetes |
-
kennt alle Buchstaben; kann seit kurzer Zeit kleine Wörter mit hilfe synthetisieren -
rechnet im 10er - Raum |
|
|
A.K. geb. . |
89-92:
SVE 92-95:
Unterstufe 95-98:
Mittelstufe 98/
99: Oberstufe |
unbekannt;
Verdacht auf sauerstoffmangel
bei der geburt |
Grobmotorik: -
großer Bewegungs-drang Feinmotorik: -
meist unkoordiniert und fahrig |
Schwierigkeiten
bei - der wahrnehmung
des eigenen Körpers -
bei der visuellen Wahrnehmung |
-
verwaschene und leise Sprache -
dysgrammatischer satzbau -
multiples Stammeln -
antwortet selten auf direkte Fragen |
-
ständige Unruhe oder verträumtheit
erschweren den Kontakt zu anderen -
macht sich oft durch Provokation der Mitschüler unbeliebt |
-
geringe Konzentra-tionsspanne und leicht ablenkbar; je nach Tagesform Wechsel
von Verträumtheit und Fahrigkeit; braucht oft Einzelbetreuung |
-
kennt je nach Ver-fassung einige Buchstaben -
keine Synthese -
rechnet im 5er - Raum sicher; übt im 10er - Raum |
|
|
O.K. geb. |
89-91:
Regelkiga 91/
92 SVE 92-95:
Unterstufe 95-98:
Mittelstufe 98/
99: Oberstufe |
allg.
Entwicklungsver-zögerung durch Sauer-stoffmangel bei der geburt |
sehr
gute Grob - und Feinmotorik |
unauffällig |
-
spricht gut artikuliert in einfachen Sätzen -
bei Aufregung überhastetes Sprechen |
-
kontaktfreudig, neigt aber dazu, andere zu gängeln und zu belehren |
-
sehr motiviertes und gewissenhaftes Arbeiten |
-
liest kleine Sätze flüssig; Sinnentnahme gelingt nicht immer; übt das
Schreiben -
rechnet im 20er - Raum; übt im 100er |
|
|
M.Kü. geb. |
88-91:
Regelkiga 91/
93: DFK 93-95:
Unterstufe 95-98:
Mittelstufe 98/
99: Oberstufe |
unbekannt |
sehr
gute Grob - und Feinmotorik |
Brillenträgerin |
-
dysgr. Satzstrukturen und mult. Stammeln verbunden mit
Wortfin-dungsschwierigkeiten; bemüht sich um deutliche Artikulation |
-
sehr lieb und hilfsbereit -
wird von allen gemocht |
-
sehr selbstständiges, ausdauerndes und konzentriertes Arbeiten -
ist sehr stolz auf Geleistetes |
-
liest kurze Sätze sinnentnehmend und übt Schreibschrift -
rechnet im 20er - Raum; übt im 100er - Raum |
|
|
T.M. geb. |
89-92:
SVE 92-96:
Unterstufe 96-98:
Mittelstufe 98/
99: Oberstufe |
unbekannt |
Grobmotorik: -
teilweise schwerfällig und verlangsamt Feinmotorik: unauffällig |
Schwierigkeiten
bei der visuellen und auditiven Wahrnehmung |
-
mult. Stammeln; dysgramm. Satzbau; -
eingeschränktes Sprachverständnis und geringer Wortschatz |
-
ruhig u. gutmütig -
spielt gerne alleine -
lässt sich bevormunden u. zu Unfug anstiften |
-
in der Regel interessiert und motiviert, wenn er nicht zu müde ist |
-
kennt wenige Buchsta-ben sicher (A, a; H; I; M; O; S, s; T, t; Z, z) -
rechnet im 6er - Raum; Mengenzuordnung bis 10 |
|
|
T.W. geb. |
88-92:
SVE 92-95:
Unterstufe 95-98:
Mittelstufe 98/
99: Oberstufe |
Trisomie
21 |
Grobmotorik: unauffällig Feinmotorik: -
mit Unterstützung relativ unauffällig |
unauffällig |
-
spricht einzelne Silben u. Wörter, die man nur versteht, wenn man ihn gut
kennt; drückt Wünsche durch Körpersprache und Gesten aus; großes pass. Wortverständnis |
-
ist am liebsten in der Nähe seiner Bezugs-personen -
spielt gerne Streiche -
kann sehr aggressiv zu anderen sein |
-
meist sehr interessiert; stört aber phasenweise auch massiv den Unterricht
(vgl. 1.3) -
braucht Einzelbetreuung |
-
kann Bilder und Symbole lesen -
übt Mengenzuordnung bis 3 |
|
|
S.W. geb. |
88-92:
SVE 92-95:
Unterstufe 95-98:
Mittelstufe 98/
99: Oberstufe |
unbekannt |
unauffällige
Grob- und feinmotorik |
Schwierigkeiten
bei der visuellen wahrnehmung |
-
benutzt einfache Sätze; dialektgefärbte sprache -
eingeschränktes Sprachverständnis und geringer Wortschatz |
-
unterliegt häufig Stimmungsschwankungen; schlechte Laune kann sich in
aggressivem verhalten gegenüber
anderen äußern |
-
meist interessiert; gerin-ge Frustrationstoleranz u. dadurch gelegentl.
Ver-weigerungshaltung; häufig in Situationen, in denen er frei sprechen soll |
-
kennt wenige Buchsta-ben sicher (A; I, i; M, m; O, o; S, s) -
rechnet im 6er - Raum; übt Mengenzuordnung bis 10 |
|
1.3. Problemverhalten und Konsequenzen
|
Schüler |
Problemverhalten |
Konsequenzen |
|
H.B. |
-
ständige verweigerungshaltung
(„Das geht nicht, lass mich bitte einfach nur ausruhen“) -
steigert sich hauptsächlich im Stuhlkreis in maskenartiges Grinsen hinein und
schubst seine nachbarn |
-
ihm Angebote machen; häufiges und direktes Ansprechen mit Blickkontakt -
bei extremer Verweigerung: Ruhephase -
ihn ermahnen; notfalls aus der Kreissituation herausnehmen |
|
T.B. |
-
reagiert oft ohne direkten Grund extrem beleidigt -
macht sich wichtig durch die ständige behauptung
schon alles zu können -
verweigert die Mitarbeit, um Aufmerksamkeit zu bekommen |
-
Verhalten ignorieren -
oft genügt ein Blick oder das Ignorieren solcher Aussagen -
ihn auffordern, den Unterrichtsinhalt zu erklären -
gezielt Aufmerksamkeit und Interesse an seiner Person auch außerhalb des
Unterrichts zeigen -
ihn zur Mitarbeit ermuntern und in seinem Können bekräftigen |
|
A.H. |
-
leises und schüchternes Sprechen; wenig Selbstvertrauen -
weint sehr schnell, oft schon bei „Kleinigkeiten“, z.B. wenn jemand aus Versehen
ihren Stuhl nimmt |
-
Raum zu Äußerungen geben, Selbstver-trauen stärken; loben und ermutigen -
nach Grund fragen und trösten; sie erfahren lassen, dass sich die ursache meistens schnell wieder
beheben lässt |
|
M.K. |
|
|
|
A.K. |
-
ständiger Wechsel zw. extremer Müdig-keit und starkem Bewegungsdrang; leicht
ablenkbar, kurze Konzentrationsspanne -
stellt phasenweise sehr viel Unfug an, sodass sie den Unterricht massiv stört |
-
sich ausruhen lassen oder aber häufiges und direktes Ansprechen -
Geduld zeigen -
ermahnen; richtiges Verhalten loben |
|
O.K. |
-
spielt gerne den „Hilfslehrer“, indem er Fragen und Aufträge des lehrers wieder-holt oder andere
zurechtweißt |
-
sein Engagement loben, aber daran erinnern, dass er dafür nicht zuständig ist |
|
M.Kü. |
|
|
|
T.M. |
-
lässt sich gerne zu Unfug anstiften und schließt sich anderen Meinungen an -
kann stimmungsabhängig sehr unmotiviert sein -
Verständnisprobleme bei verbalen
Äußerungen |
-
ihn vor den anderen nach seiner Meinung fragen -
deutliche Anweisungen und direktes Ansprechen; viel Lob -
klare und deutliche Anweisungen |
|
T.W. |
-
„gähnt“ laut, spuckt, uriniert auf den Boden oder wirft Tische und Stühle um,
um ungeteilte Aufmerksamkeit zu erhalten -
verweigert zunächst Aufforderungen bei denen er von seinem Stuhl aufstehen
muss; klammert sich am Stuhl fest -
beim Aufstehen besteht darauf an der Hand genommen und geführt zu werden |
-
ihn nie aus den Augen lassen; häufiger Blickkontakt; Aufmerksamkeit schenken
und Vertrauen schaffen -
Aufforderungen leise, ruhig und mehrmals wiederholen -
ihm zuerst anbieten alleine zu gehen; ansonsten bei der hand nehmen |
|
S.W. |
-
Versagensängste und gelegentliche Verweigerungshaltung; leicht ablenkbar -
neigt zu destruktivem verhalten - Verständnisprobl. bei verb. Äußerungen |
-
Geduld zeigen; motivieren, viel loben, Selbstvertrauen stärken und
Vertrauens-basis schaffen; ihn direkt ansprechen -
Verantwortung übertragen -
klare und deutliche Anweisungen |
2. Das erste Lernvorhaben:
„Wir lesen die Wörter für einen Einkaufszettel für unser
Klassenfrühstück“
2.1 Stellung des
Lernvorhabens
2.1.1 Stellung im
amtlichen Lehrplan
|
Handlungsorientierte
Lernbereiche |
|
|
Lesen RZ 1: Gegenstände und Situationen lesen - Objekte der eigenen Wirklichkeit wahrnehmen und benennen RZ 2: Bilder lesen RZ 3: Symbole und Signale lesen (Signallesen) - Ganzwörter kennen und über sie verfügen - aus Buchstaben Wörter aufbauen - Bildzeichen und Signalwörter als Gedächtnisstütze verwenden (z.B.
Einkaufszettel) RZ 4: Lesen von Schrift - Buchstaben und Lautfolgen erfassen und wiedergeben - aus Wortanfängen und Wort“ruinen“ Wörter bilden - Fähigkeit des Schriftlesens einsetzen, z.B. Wörter und einfache
Sätze lesen |
Schreiben RZ 2: Beim Schreiben
Raumbegrenzungen erfahren RZ 4: In Druckschrift schreiben -
Buchstabenfolgen schreiben, abschreiben, auswendig schreiben |
|
„Wir
lesen die Wörter für einen Einkaufszettel für unser Klassenfrühstück“ |
|
Handlungsorientierte
Lernbereiche |
Entwicklungsorientierte
Lernbereiche |
||
|
Selbstversorgung RZ 6: Für sein Eigen-tum sorgen -
Dinge des täglichen Bedarfs besorgen (z.
B. etwas einkaufen) |
Heimat RZ 6: Betriebe und
Ver-sorgungseinrichtungen kennen und in Anspruch nehmen -
im Supermarkt oder Kaufhaus einkaufen; Einkäufe planen |
Wahrnehmung RZ 7: Personen, Gegenstände und
Situationen wieder erkennen RZ 8: Personen, Gegenstände und
Situationen im Abbild wieder erkennen RZ 9: Wahrnehmungen mit Sprache
verbinden |
Sprache (Besonders f. T.W. u.
H.-J.) RZ 4: Auf Sprache bewusst
hören RZ 5: Sprache gerne verwenden RZ 7: Besser sprechen |
2.1.2 Stellung in der
Sequenz
Die Sequenz steht in direktem Zusammenhang mit dem
aktuellen Sachunterrichtsthema „Ernährung“. Um der Lebensbedeutsamkeit dieses
Themas gerecht zu werden, wird dem selbstständigen Einkauf von lebensmitteln an dieser Stelle
besondere Gewichtung beigemessen. Die SchülerInnen sollen die besprochenen
Lebensmittel auch in Warenprospekten suchen, die dann auf die im Klassenzimmer
aushängende Ernährungspyramide geklebt werden. Im Leseunterricht sollen die
SchülerInnen die Wörter der im Sachunterricht behandelten
Lebensmittelgruppierungen lesen und schreiben lernen, um sich im Alltag besser
zurecht zu finden. Dies beinhaltet sowohl das Lesen von Warenbeschriftungen,
als auch das Lesen und Schreiben eines Einkaufszettels. Ein weiterer
Zusammenhang besteht zu unserem wöchentlichen Klassenfrühstück am Mittwoch, für
das die SchülerInnen seit einigen Wochen selbst einkaufen. In der Regel gibt es
ein „Standardfrühstück“. Manchmal gibt es auch ein besonderes Frühstück aus
einem anderen Land, wie z.B. aus der Türkei, Frankreich oder Griechenland. In
dem aktuellen Lernvorhaben sollen die SchülerInnen die Wörter für unser
„Standardfrühstück“ üben.
|
Vorausgegangene
Lernvorhaben |
Aktuelles Lernvorhaben |
Nachfolgende Lernvorhaben |
|
·
Wir lesen die Wörter von verschiedenen Obstsorten ·
Wir lesen die Wörter von verschiedenen Gemüsearten |
„Wir lesen die Wörter für einen Einkaufszettel für unser
Klassenfrühstück“ |
·
Wir lernen den neuen Ämter-plan kennen und schreiben einen
Einkaufszettel für unser Klassenfrühstück ·
Wir lesen die Wörter von verschiedenen Sachen aus dem Milchregal |
2.2 Sachanalyse
Zu unserem
Frühstück:
Für unser normales Frühstück kaufen die SchülerInnen Brötchen, Wurst, Käse
Butter und Nutella, sowie eine Salatgurke und Paprika. Als Getränk wünschen sie
sich meistens Kakao, wofür wöchentlich Milch besorgt werden muss.
Zu den
Wörtern:
Die SchülerInnen sollen im aktuellen Lernvorhaben die Wörter Brötchen, Wurst, Käse, Butter und Nutella lesen und erkennen lernen, um
mit einem Einkaufszettel diese Nahrungsmittel besorgen zu können. Eine
Schwierigkeit stellt das „ch“ dar,
das die meisten SchülerInnen aber als Buchstabenverbindung kennen. Das Gleiche
gilt für die Umlaute „ä“ und „ö“ die den SchülerInnen jedoch zum
Großteil ebenso bekannt sind.
2.3 Reduktion
·
Beim
Erlernen von ganzwörtern ist es
wichtig, dass die SchülerInnen diese Wörter auch auf- und abbauen. Die Synthese
und Analyse soll in der gesamten Sequenz nur auf Arbeitsblättern und nicht im
Stuhlkreis erfolgen, da bei solchen Übungen in dieser heterogenen Gesamtgruppe
immer einige SchülerInnen herausfallen würden. Außerdem fällt es den
SchülerInnen dieser Klasse leichter, solche Übungen in Ruhe, auf ihrem
individuellen Lernniveau, alleine oder im kleinen Team zu bearbeiten.
·
T.B.,
O.K., M.Kü., sowie A.H. und M.K. üben alle Wörter, wenn auch mit anderer
Gewichtung. Für S.W., T.M. und A.K., die die Buchstaben noch nicht sicher
beherrschen, wird die Menge der zu erlernenden Ganzwörter auf drei reduziert,
in dieser Stunde nach persönlich bedeutsamen Kriterien, d.h. was die
SchülerInnen am häufigsten und am liebsten für die Klasse besorgen: Nutella
(S.W.), Käse (T.M.) und Wurst
(A.K.). T.W. und H.B. sollen das Bilderlesen anhand von aus Prospekten
ausgeschnittenen Warenabbildungen aller fünf Kategorien üben. Die Bilder wurden
von mir schon vorab aus den Prospekten ausgewählt und ausgeschnitten, um die
Übersichtlichkeit für die Schüler zu erhöhen, da besonders H.B. massive
Wahrnehmungsprobleme hat und das selbstständige Ausschneiden beide Jungen noch
vor große Probleme stellt.
·
Die
Nahrungsmittel Gurke und Paprika, die ebenso zu unserem normalen Frühstück gehören, wurden schon im
Zusammenhang mit verschiedenen Gemüsearten in Bild und Wort geübt. Sie werden
daher in dieser Stunde weggelassen. Das gleiche
gilt für die Milch, die erst im
Zusammenhang mit dem neuen Ämterplan für unser Klassenfrühstück, und
weiterführend mit den Produkten aus dem Milchregal (vgl. 2.1.2) zum Thema des
Leseunterrichts in der Klasse wird.
·
Bezüglich
der Buchstabenverbindung „ch“ verzichte ich auch auf den Arbeitsblättern der
schwächeren Leser bewusst auf den üblichen, darunter liegenden Bogen als
Hilfestellung, da beim Einkaufen im geschäft
diese Hilfestellung auch nicht existiert. Um die Handlungskompetenz der
SchülerInnen in diesem Bereich wirklich zu erweitern, muss ich ihnen die
Wirklichkeit so nahe bringen, wie sie ist.
·
Auf
den Arbeitsblättern der lesestärkeren SchülerInnen verzichte ich auch in den zu
erlesenden Sätzen auf unterstützende Bögen. In der Oberstufe sollen gerade
diese SchülerInnen ihre lesefertigkeiten
steigern und auch an das Lesen von büchern
herangeführt werden, die diese Hilfen ebenso wenig bieten.
2.4 Bildungsgehalt
Den SchülerInnen soll im Verlauf dieser Sequenz die
Schrift in ihrer funktion als
Merkhilfe deutlich gemacht werden. So sollen sie lernen, einen Einkaufszettel
lesen zu können, um die notierten Waren im Geschäft auch kaufen zu können. Die
meisten SchülerInnen der Klasse haben noch große Probleme mit der synthese. Da sie jetzt schon in der
Oberstufe sind, kann man bei einigen vermuten, dass sie diesen Sprung
wahrscheinlich auch nicht mehr schaffen werden. Sie sind aber durchaus in der lage dazu, sich Ganzwörter einzuprägen
und diese wieder zu erkennen. Das erkennen
von Ganzwörtern kann aber als nebeneffekt
auch die Synthese anbahnen und üben. Dies gilt schwerpunktmäßig vor allem für
S.W., T.M. und A.K., teilweise aber auch für A.H. und M.K.. T.B., O.K. und
M.Kü. werden die Lernwörter schneller als die anderen SchülerInnen lernen. Sie
sollen als Schwerpunkt mithilfe kleiner Rätselfragen zu den Wörtern das
sinnentnehmende Lesen üben, wobei besonders die beiden Jungen noch Probleme
haben. Für T.W. und H.B. liegt der Schwerpunkt darin, die verschiedenen Bilder
zu lesen und ihnen aus Prospekten ausgeschnittene Bilder zuzuordnen (Bilder
lesen; Begriffsbildung). Sie sollen sich im Anschluss an das Lernvorhaben einen
Einkaufszettel in Form von Bildern in ihr Mitteilungsheft kleben, diesen im
Geschäft lesen und das Produkt dann danach kaufen können. Dies wurde mit den
Eltern bereits abgesprochen. Die Bilder dazu sollen sie dann aus Prospekten
heraussuchen. Besonders T.W. soll zusätzlich auch die Artikulation der Wörter
üben. Der Lerngegenstand bietet damit jedem Schüler dieser gruppe die Möglichkeit auf seinem
individuellem Niveau am gleichen gegenstand
innerhalb der gruppe zu lernen.
„Im Mittelpunkt des Leseunterrichts soll die Suche
nach Sinngehalten in allen Bereichen der menschlichen und gegenständlichen
Umwelt stehen“ (vgl.: Lehrplan der Schule zur individuellen Lebensbewältigung 1982, S.
201). Die gesamte sequenz kann
den SchülerInnen die Notwendigkeit und den Sinn des Leseunterrichts für ihre
Lebenswirklichkeit konkret verdeutlichen und erfahrbar machen. Sie kann die
Handlungskompetenz der SchülerInnen erweitern, das zurechtfinden in der Umwelt erleichtern, Selbstvertrauen
stärken und dadurch einen Beitrag zur Selbstversorgung und Selbstständigkeit
leisten.
2.5 Spezielle Lernvoraussetzungen bezüglich des Lernvorhabens
A. Gegenstände
erkennen können
B. Bilder
lesen können
C. Gegenständen
Bilder zuordnen können
D. Buchstaben
kennen und sich an ihnen orientieren können
E. Buchstaben
zu Wörtern zusammenlesen können (Synthese)
F. Wörter
als Ganzes wieder erkennen können
G. Sinnentnehmend
lesen können
|
SchülerInnen/ Lernvoraussetzung |
a |
b |
c |
d |
e |
f |
g |
|
H. |
+ |
+ |
+ |
- |
- |
- |
- |
|
T.B. |
+ |
+ |
+ |
+ |
+ |
+ |
(+) |
|
A. H. |
+ |
+ |
+ |
+ |
(+) |
+ |
- |
|
M.K. |
+ |
+ |
+ |
+ |
(+) |
+ |
- |
|
A.K. |
+ |
+ |
+ |
(+) |
- |
+ |
- |
|
O.K. |
+ |
+ |
+ |
+ |
+ |
+ |
(+) |
|
M.Kü. |
+ |
+ |
+ |
+ |
+ |
+ |
+ |
|
T.M. |
+ |
+ |
+ |
(+) |
- |
(+) |
- |
|
T.W. |
+ |
+ |
- |
- |
- |
- |
- |
|
S.W. |
+ |
+ |
+ |
(+) |
- |
(+) |
- |
+ : kann
vorausgesetzt werden
(+)
: kann nur teilweise vorausgesetzt werden;
evtl. mit hilfe
- :
kann nicht vorausgesetzt werden
Aus
diesen unterschiedlichen Lernvoraussetzungen ergeben sich ganz verschiedene
Lernziele, um jedem Schüler auf seinem individuellen Lernniveau gerecht zu
werden.
2.6 Lernziele
Lernziele
für T.W. und H.B. (Arbeitsgruppe 1):
LZ 1: Die Schüler sollen die Bilder der Nahrungsmittel je nach
individuellen Möglichkeiten lesen,
benennen
und zeigen können
LZ 2: Die Schüler sollen aus Prospekten ausgeschnittene Produkte mit hilfe den Bildern zuordnen
können
Permanentziel
für T.W.:
·
immer
besser sprechen können
Permanentziele für beide:
·
den
eigenen Namen erkennen und mit hilfe
nachfahren können
·
Freude
an sprachlichen Äußerungen haben
·
immer
selbstständiger arbeiten können
·
Bilderlesen als Strategie zur Alltagsbewältigung nutzen lernen
Lernziele
für S.W., T.M. und A.K. (Arbeitsgruppe 2):
LZ 1: Die schülerInnen
sollen sich mit den Wörtern beim Nachspuren genau auseinander setzen und
sie
als Ganzwort wieder erkennen und zuordnen können
LZ 2: Die SchülerInnen sollen die Ganzwörter auch aus den einzelnen
Buchstaben aufbauen können
Permanentziele:
·
das
aktuelle Datum erkennen und schreiben lernen
·
immer
mehr Ganzwörter erkennen können
·
Ganzwortlesen als Strategie zur Alltagsbewältigung nutzen lernen
Lernziele
für A.H. und M.K. (Arbeitsgruppe 3):
LZ 1: Die Schülerinnen sollen sich mit den Wörtern beim Nachspuren genau
auseinander setzen und
sie
als Ganzwort lesen, bzw. wieder erkennen können
LZ 2: Die Schülerinnen sollen die Ganzwörter analysieren und ergänzen
können
LZ 3: Die schülerinnen
sollen die Ganzwörter lesen, bzw. wieder erkennen und von ähnlichen
Wörtern
unterscheiden können
Permanentziele:
·
immer
besser synthetisieren lernen
·
Lesen, bzw. Ganzwortlesen als Strategie zur Alltagsbewältigung nutzen
lernen
Lernziele
für T.B., O.K. und M.Kü. (Arbeitsgruppe 4):
LZ 1: Die schülerInnen
sollen die Wörter lesen und diese analysieren und ergänzen können
LZ 2: Die SchülerInnen sollen anhand der Ganzwörter in Form von kleinen
Rätseln das
sinnentnehmende
Lesen üben
LZ 3: Die schülerInnen
sollen die Wörter je nach individuellen Möglichkeiten auch schreiben lernen
Permanentziele:
·
immer
besser sinnentnehmend lesen können
·
Lesen
als Strategie zur Alltagsbewältigung nutzen lernen
Permanentziele für alle
außer T.W. und H.:
·
Freude
am Lesen wecken und erhalten
·
Förderung
des sprachlichen ausdrucks
·
immer
selbstständiger arbeiten können
2.7 Sonderpädagogische maßnahmen
Die Erzieherin Frau B. wird T.W. und H.B. während
der Arbeitsphase unterstützen. beide
Schüler sollen zunächst ihren Namen mit Handführung nachspuren. Da es
anzunehmen ist, dass sie ihren namen
wahrscheinlich niemals ganz ohne Hilfen schreiben werden können, halte ich
diese Übung für ihr Selbstbewusstsein für extrem wichtig. T.W. ist es immer
besonders anzusehen, wie stolz er darauf ist, wenn er seinen Namen geschrieben hat. Bevor die Schüler dann die Bilder selbst lesen, wird Frau B. sie ihnen als Modell nochmals deutlich vorlesen und zeigen. Dann sollen die Schüler bestimmte Bilder aus den anderen heraussuchen, diese zeigen und benennen. Nach diesen Übungen müssten sie mit den Bildern so weit vertraut sein, dass sie das Arbeitsblatt gemeinsam bearbeiten können: Die Schüler sollen aus Prospekten ausgeschnittene Bilder benennen, sie der jeweiligen Kategorie zuordnen und aufkleben.
vermutlich aufgrund
häuslicher Überforderung verweigert H.B. in der Schule häufig die Mitarbeit,
sobald Anforderungen an ihn gestellt werden. Falls er in dieser Arbeitsphase
total blockieren sollte, ist für ihn das Ziel dabei zu sein und zuzuhören. Frau
B. wird ihm in diesem Fall stetige Angebote machen, sich wieder aktiv
beteiligen zu können.
A.K. fällt es in der Regel sehr
schwer ein Arbeitsblatt in Ruhe zu Ende zu bringen. Obwohl sie durchaus gute
Leistungen erbringen kann, ist ihr Arbeitsverhalten meistens sehr hastig und
unkonzentriert. Oft bricht sie ihre Arbeit ab und verschmiert oder zerschneidet
ihr Blatt, oder holt sich einfach ein Neues, obwohl das Alte noch nicht fertig
ist. Ich werde sie daher während der Arbeitsphase besonders im Auge behalten
und versuchen beruhigend und unterstützend auf sie einzuwirken.
M.K. bearbeitet ihre
Arbeitsblätter im Vergleich zur Gruppe in jedem Unterrichtsfach immer sehr
langsam. Sie arbeitet dabei so genau und gewissenhaft, dass sie ihre Arbeiten
manchmal erst zuhause fertig stellen kann.
3. Die Lernorganisation
3.1 Methodische Begründung und alternative Überlegungen
|
Methodische Begründung |
Alternativüberlegungen |
|
Morgenkreis Þ wird vor dem Eintreffen der
Prüfungskommission in verkürzter, den SchülerInnen aber bereits bekannter
Form abgehalten Erschließende Phase ·
Frühstückslied der Klasse Þ musischer Einstieg als
auflockernder Rahmen; Lebendigkeit; führt auch die schwächeren SS zum Thema
hin, da das Lied immer vor unserem Klassenfrühstück gespielt wird ·
Bewusstmachung des Problems (Einige SS könnten die Wörter für einen
Einkaufszettel zwar abschreiben, diesen aber zuhause oder im Geschäft nicht
lesen) Þ soll den SS die Notwendigkeit
und den Sinn verdeutlichen, warum wir diese Wörter heute üben; Motivation, da
die SS auf ihre Einkäufe immer sehr stolz sind Zielangabe ·
Wichtige Orientierung über den Verlauf der Stunde Þ Sicherheit Wortgewinnungsphase Den
Stufen des Leselernprozesses
folgend sollen v. den realen Gegenständen (konkrete Ebene) ausgehend zunächst
die Bilder (bildliche Ebene) und dann die Wörter (symbolische Ebene)
erarbeitet werden: 1) reale Gegenstände: (Spiel) ·
SS sollen selbst überlegen, was wir zum Frühstücken brauchen und
folglich in dem Einkaufskorb sein könnte Þ Denkerziehung ·
SS sollen versuchen ein bestimmtes Nahrungsmittel aus den anderen zu
ertasten Þ Ausbildung und Vertiefung
von Vorstellungen in Verbindung mit der takt. Wahrnehmung; f. T.W. u. H.B.
liegt der Schwerpunkt auf der takt. Wahrnehmung (Diff.) ·
Satzmuster Þ Spracherziehung; T.W. übt
in dieser Phase den einen Gegenstand, den er ertastet, als Wort genauer
auszusprechen. Die anderen Wörter übt er in der Anwendungsphase intensiv
(Diff.) 2)
Bildkarten:
·
In dieser Phase sollen besonders die SS, die sich verstärkt noch an
Bildern orientieren gefordert werden; Bildkarten werden den Gegenständen in zur Unterstützung vorgezeichnete
Rahmen an der Tafel zugeordnet (Gleiches gilt für die Wortkarten) ·
Gemeinsames Klatschen der Wörter Þ Sprecherziehung ·
Wortrhythmus unterstützt besseres Einprägen der Wörter Þ akust.
Ganzworterfassung; bindet alle SS mit ein 3)
Wörter: ·
In dieser Phase sollen besonders die lesestarken SS gefordert
wer-den; sie sollen jedoch die Wörter zusammen mit den Leseschwächeren
erlesen Þ soz. Lernen ·
Gemeinsames Vorlesen Þ opt. Ganzworterfassung Überschrift Þ Denkerziehung (Oberbegriff); hier soll
Vorschlag der SS aufgegriffen werden; Analyseübung ·
Vorstellung der Übungsmöglichkeiten Þ
wichtige Orientierung und Wdh., auch wenn die SS die Übungsformen schon
kennen Übungs- und
Anwendungsphase Arbeitsgruppe 1: - T.W. und H.B.
bearbeiten gemeinsam ein großes Arbeitsblatt (AB) Þ soz. Lernen (Zum Ablauf
vgl.: 2.7) Die
Arbeitsblätter der anderen Gruppen enthalten immer auch Übungen zum Schreiben
(nachspuren, ergänzen, selbst schreiben) Þ „Lesenlernen ist nichts anderes als die
Umkehrung des Schreibenlernens“ (Möckel
1987, S. 109); SS setzen sich schreibend intensiv mit den Wörtern
auseinander. Arbeitsgruppe
2: a)
Wörter nachspuren, lesen, bzw. wieder erkennen und einander zu-ordnen Þ mit den Wörtern vertrauter werden als
Grundlage für das zweite AB b)
Lernwörter aus den einzelnen Buchstaben zusammensetzen; S.W. und T.M. in
Partnerarbeit Þ soz. Lernen; motiviert
beide SS, die ge-ringe Frustrationstoleranz und wenig Vertrauen in ihr Können
haben Zusatzaufgabe:
Freiarbeitsmaterial zum
Klassenfrühstück (Wort- und Bildkarten) Arbeitsgruppe
3:
(unterstützen
sich gegenseitig) a)
Wörter nachspuren, ergänzen und selber schreiben Þ mit den Wörtern vertrauter werden als
Grundlage für das zweite AB b)
Lernwörter von ähnlichen Wörtern unterscheiden Zusatzaufgabe:
Wörter genau lesen u. möglichst selbstständig ins Heft schreiben Arbeitsgruppe
4:
(mit
Rücken zur Tafel Þ sollen selbstständig
schreiben oder die Dosenwörter als Hilfe verwenden; können im Team arbeiten) a) Wortruinen identifizieren u. richtiges Bild
zuordnen; Wörter ergänzen u. selber schreiben Þ
mit den Wörtern vertrauter werden als Grundlage für das zweite AB b) Rätselfragen mit den lernwörtern durch sinnentnehmendes Lesen beantworten; die
Wörter möglichst selbstständig dazu schreiben Zusatzaufgabe: Lernwörter
als Dosenwörter ins Heft schreiben ·
akust. Signal Þ Orientierung; besondere
Aufgabe für T.W. Feedback-Runde Þ SS sollen lernen, ihre leistungen einschätzen zu können;
Einschätzung als Rückmeldung für L und SS Ausblick Þ Orientierung; Wiedereinbettung des
Gelernten in Sinn-zusammenhang und erneute Verdeutlichung der daraus für die
SS resultierenden Möglichkeiten Ausklang/ Schluss Þ Lied als Abwechslung und Abrundung der
Stunde; gemeinschaftliches Erleben Þ bindet wieder alle SS ein |
· Einstieg über einen neuen
Ämterplan zum Klassen-frühstück Þ dessen Erar-beitung würde
in dieser Stunde zu viel Zeit in An-spruch nehmen; ist unter anderem Thema
der nächsten Stunde · Stationenlernen als
Alter-native Þ SS sind dafür von ihren
Lernvoraussetzungen im Lesen her zu verschieden · Wörter stempeln Þ soll erst mit der Einführung des Ämterplanes
geübt werden Þ Einkaufszettel stempeln Alternativer Schluss: · Vorstellung des
Freiarbeits-materials in der Gesamt-gruppe oder · Festigung des Gelernten: Gruppe 4 liest die Rätsel vor; SS
zeigen passendes Bild und Wort Þ beide Alternativen würden
jedoch T.W. und H.B aus-schließen; als Schluss ist es wichtig, dass alle noch
mal etwas gemeinsam tun können |
3.2 Der Unterrichtsverlauf
|
Zeit |
Artikulation |
Unterrichtsverlauf |
Sozialform/ Medien |
|
8.35 |
Erschließende Phase Bewusstmachung
des Problems |
Wir
hören unser Frühstückslied SS
äußern sich dazu L:
„Ihr kauft für unser Frühstück immer selbst ein. Dazu braucht man etwas,
damit man sich daran erinnern kann, was man einkaufen will. SS:
„Man muss einen Einkaufszettel schreiben!“ L:
„Wenn man einen Einkaufszettel geschrieben hat, muss man ihn im Geschäft auch
lesen können.“ |
Stuhlkreis
vor der Magnettafel, Kassettenrekorder |
|
8.39 |
Zielangabe |
„Wir
üben heute die Wörter, die wir für einen Einkaufszettel für unser
Klassenfrühstück brauchen.“ |
|
|
8.40 |
Wortgewinnungs-phase - reale gegenstände Spiel
(Differenzierung): -
takt. Wahrnehmung -
Sprache (Differen-zierung) - bildliche Ebene -
Sprache -
akust. Ganzworter-fassung - symbolische ebene -
opt. Ganzworter-fassung -
opt.-akust. Ganz-worterfassung |
L
holt Einkaufskorb mit durch ein Tuch verdeckten Nahrungsmitteln SS
dürfen sich dazu äußern L:
„In dem Korb sind verschiedene Sachen, die ihr immer für unser Frühstück
einkauft. Ihr sollt überlegen was alles dazu gehört, und versuchen die Sachen
mit den Händen zu ertasten.“ SS
ertasten die Nahrungsmittel nacheinander und legen sie auf an der Tafel
vorbereitete Teller Þ Satzmuster: “Das ist
.....“ SS
ziehen Bildkarten und ordnen sie den Gegenständen an der Tafel zu SS
klatschen die einzelnen Wörter SS
ziehen Wortkarten und ordnen sie den Bildern an der Tafel zu SS
lesen die einzelnen Wörter jeweils gemeinsam SS
lesen und klatschen alle Wörter gemeinsam SS
finden eine Überschrift dazu |
Stuhlkreis
vor der Magnettafel, Korb, Nahrungs-mittel, Tuch, Teller
Bildkarten Wortkarten |
|
|
Vorstellung
der Übungsmöglichkeiten |
L stellt Übungsmöglichkeiten vor |
Stuhlkreis
vor der Magnettafel |
|
8.52 |
Übungs- und
An-wendungsphase Differenzierte
Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit |
SS arbeiten am Gruppentisch Erzieherin betreut T.W. und H.B. L
betreut die anderen Gruppen Akust. Signal zu Arbeitsbeginn und Arbeitsende SS heften bearbeitete Blätter zu ihrem namen an die Tafel |
Gruppentisch,
Arbeitsblätter, Scheren, Unter-lage, Klebstoff, Bleistifte Windspiel Namenskärtchen |
|
|
Zusatzaufgaben |
SS, die vorzeitig mit ihren Arbeitsblättern fertig
sind, dürfen eine Zusatzaufgabe bearbeiten |
Freiarbeitsmaterial,
Dosenwörter |
|
9.12 |
Feedback-runde |
SS äußern sich zu ihrer arbeit L äußert sich |
Stuhlkreis
vor der Tafel |
|
9.17 |
Ausblick |
L: “Ihr könnt jetzt die Wörter für unser Klassenfrühstück lesen. Nach den Ferien
üben wir einen Einkaufszettel dafür zu schreiben. Ihr dürft die Wörter dann
auch in euer Heft stempeln, oder ein Bild davon einkleben. “ |
|
|
|
Ausklang/ Schluss |
Frühstückslied |
Kassettenrekorder |
4. Das zweite
Lernvorhaben:
„Wir experimentieren an Stationen mit den Farben Blau und Gelb und
erleben, dass es verschiedene Möglichkeiten gibt, die Mischfarbe Grün entstehen
zu lassen“
4.1 Stellung des
Lernvorhabens
4.1.1 Stellung im
amtlichen Lehrplan
|
Entwicklungsorientierter
LB |
Fachorientierter
LB |
Entwicklungsorientierter
LB |
|
Denken RZ 2: Objekte erfassen - Teile, merkmale von
Objekten ausgliedern RZ 3: Merkfähigkeit entwickeln und Vorstellungen ausbilden - Wahrnehmungen speichern - sich erinnern - das Erinnerte mitteilen - Inhalte in die Vorstellung heben und behalten - Tätigkeiten in die Vorstellung rufen und ausführen RZ 7: Vorausschauendes Denken entwickeln - Folgen von Handlungen vorausschauen |
Ästhetische Erziehung RZ 1: Die Umwelt mit allen sinnen
wahrnehmen und erleben - Farbtöne vergleichen RZ 4: Mit farben
umgehen RZ 5: Unterschiedliche gestaltungstechniken
anwenden |
Wahrnehmung (Besonders für T.W. u. H.:) RZ 3: Zusammenarbeit zwischen
den Sinnen ausbilden -
optisch-motorische Koordination festigen RZ 6: Handlungen mit den Augen
kontrollieren RZ 9: Wahrnehmung mit Sprache
verbinden RZ 10: Formen, Farben, Größen
wahrnehmen RZ 11: Wahrnehmungen verbessern
und differenzieren |
|
„Wir
experimentieren an Stationen mit den Farben Blau und Gelb und erleben, dass
es verschiedene Möglichkeiten gibt, die Mischfarbe Grün entstehen zu lassen“ |
|
Entwicklungsorientierte
LB |
Handlungsorientierte
LB |
|||
|
Motorik (Besonders
f. T.W. u. H.B.:) RZ 3: Handfunktionen
entwickeln -
Gegenstände festhalten, fixieren und damit hantieren - Gegenstände mit verschie-denen Griffarten greifen RZ 4: Handfertigkeiten
ent-wickeln und für die Lebens-praxis einsetzen -
mit Gegenständen bewusst u. gezielt umgehen; Einsatz v. Halte- und
Aktionshand -
Differenzierte Handfertig-keiten ausbilden, z.B. Kreisel drehen |
Sprache RZ 3: Sprache als
Ausdrucksmittel erleben -
sich zu sprachlichen Äußerungen anregen lassen RZ 4: Auf Sprache bewusst
hören RZ 5: Sprache gerne verwenden -
Objekte und Handlungen beschreiben |
Lesen RZ 2: Bilder lesen -
Bildern Informationen entnehmen und sie verwerten, z.B. Bild-informationen in
Handeln umsetzen, sich mithilfe von Bildern etwas merken |
Freizeit RZ 3: Eigene Interessen und
Freizeitbedürfnisse entwickeln |
|
4.1.2 Stellung in der
Sequenz
|
„Wir lernen den Farbkreis kennen und malen mit dem Wasserfarbkasten“ |
||
|
Vorausgegangene
Lernvorhaben |
Aktuelles Lernvorhaben |
Nachfolgende Lernvorhaben |
|
·
„Wir experimentieren an Stationen mit Rot und Gelb“ ·
„Wir lernen die Nass-in-Nass-Technik
kennen und malen mit Wasserfarben ein Bild mit Rot und Gelb“ ·
„Wir experimentieren an Stationen mit Rot und Blau“ ·
„Wir hören eine Geschichte und malen mit Wasserfarben ein Bild mit
Rot und Blau in der Nass-in-Nass-Technik“ |
„Wir experimentieren an Stationen mit den Farben Blau und Gelb und
erleben, dass es verschiedene Möglichkeiten gibt, die Mischfarbe Grün
entstehen zu lassen“ |
·
Wir hören eine Geschichte und malen mit Wasserfarben ein Bild mit
Blau und Gelb in der Nass-in-Nass-Technik ·
Wir wiederholen den Farb-kreis, machen ein Abschluss-quiz und feiern
ein farbenfest |
Aus der Sequenzplanung wird ersichtlich, dass die
SchülerInnen im Zusammenhang mit Farben bereits an Stationen gearbeitet haben.
Die einzelnen Stationen wurden dabei in bezug
auf die zum einsatz kommenden techniken stets variiert, sodass auch
im aktuellen Lernvorhaben schon bekannte Stationen mit neuen Inhalten
kombiniert werden können.
4.2 Sachanalyse
Zu Farben und Farbtönen:
Der farbton
ist das auffälligste Kennzeichen einer farbe.
Man unterscheidet in der farbenlehre
vor allem sechs farbtonbezeichnungen:
Gelb, Orange, Rot, Violett, Blau und Grün. „Unter diesen farben nehmen das reine Gelb, das reine
Rot und das reine Blau eine Sonderstellung ein, da diese Töne nach unserer
Empfindung keinen Anteil einer anderen Farbe enthalten“ (Bleckwenn u. Schwarze 1995, S. 16). Daher bezeichnet man diese drei reinen
Töne als „Grundfarben“ oder „Primärfarben“. Hingegen erkennt man deutlich, dass
sich Orange aus Gelb und Rot zusammensetzt und violett aus Blau und Rot. Bei Grün sind die Anteile von Blau
und Gelb schwerer wahrnehmbar, weshalb es oft fälschlicherweise als Grundfarbe
angesehen wird. Die korrekte bezeichnung
für Orange, Violett und Grün lautet „Mischfarbe“. Zuletzt genannte ist Thema
des aktuellen Lernvorhabens. Zur Verdeutlichung der Beziehungen und
Zusammenhänge der farben
untereinander dient der Farbkreis:
|
|
Abb.: Zwölfteiliger Farbkreis
(Bleckwenn u. Schwarze 1995, S. 17)
Im farbkreis
liegen verwandte Töne dicht beieinander und fremde Töne etwa um ein Drittel des
farbkreises voneinander entfernt.
Gegensätzliche Töne liegen sich gegenüber, man bezeichnet sie als
„Komplementärfarben“.
Zum Vorgang des Mischens von Farben:
Mischung mit Farbstoffen oder farbpigmenten ist nur eine von vielen
verschiedenen Möglichkeiten, um Farben zu Mischen. Weitere Verfahren sind z.B.
die Farbfotographie, der Farbdruck, das Farbfernsehen oder der Computer. Die
verschiedenen Techniken differieren durch voneinander abweichende physikalische
Vorgänge beim Mischungsprozess (vgl.: Bleckwenn
u. Schwarze 1995, S. 25).
4.3 Reduktion
Eine reduktion
findet in folgenden Bereichen statt:
·
Der
zwölfteilige Farbkreis wird durch
den sechsteiligen, den so
genannten „einfachen Farbkreis“ ersetzt. Dadurch fallen sämtliche zwischentöne weg. Übrig bleiben die
Grundfarben Gelb, Rot und Blau, sowie die Mischfarben Orange, Violett und grün. Die Mischfarben Orange und
Violett sind den SchülerInnen schon bekannt, wobei wir statt „violett“ den der Klasse vertrauteren
Begriff der Farbe „Lila“ verwenden.
Neu dazu kommt heute die letzte noch fehlende Mischfarbe: Das Grün.
·
Als
Fachbegriffe werden die bezeichnungen „Grundfarbe“ und
„Mischfarbe“ verwendet, der Begriff und die bedeutung
der Komplementärfarbe jedoch weggelassen. Der Platz der Mischfarbe Grün im
Farbkreis wird als „in der Mitte von Blau und gelb
sitzen“ erarbeitet, da viele SchülerInnen noch Probleme mit dem Begriff
„zwischen“ haben. Dies wurde auch bei den schon bekannten Mischfarben in Form
von Kreisspielen erarbeitet.
·
Die
verschiedenen techniken und physikalischen Vorgänge werden an Stationen
erarbeitet und beschränken sich als Ausschnitt auf Folgendes:
1. in Wasser gelöste Farben in ein Glas
zusammenschütten,
2. Kreidestaub auf einem Blatt Papier mithilfe eines
Wattebausches ineinander reiben,
3. ein Experiment mit Zuckerwürfeln, die mit Tinte
beträufelt und in wasser gelegt
werden,
4. das Ausprobieren von einfarbigen farbfernrohren, sowie von Linsen zur
Farbüberlagerung und
5. das Bemalen und drehen eines Kreisels.
·
Der
schwerpunkt der Stunde liegt
nicht darauf, diese Vorgänge zu hinterfragen und zu erklären. Zentral ist das
Erleben der verschiedenen Möglichkeiten eine Mischfarbe überhaupt entstehen zu
lassen, sowie die Erkenntnis, dass beim Mischen von Blau und Gelb die
Mischfarbe Grün entsteht.
4.4 Bildungsgehalt
Farben beherrschen unsere Wahrnehmung und werden
durch ihre emotionale Wirkung auf den Menschen besonders für die SchülerInnen
unserer Schule zum geeigneten Mittel innerhalb der Ästhetischen erziehung. Durch experimente, in diesem fall mit farben, können Kinder ihre Entdeckungsfreude entfalten und
erhalten, die als Grundlage jeglichen Lernens große bedeutung besitzt. Das Beobachten und Verbalisieren der
Experimente fördert das Denken und bietet wichtige Sprachanlässe. Das lernvorhaben ist sehr eng mit dem
Lernbereich Wahrnehmung verknüpft und fördert diesen Bereich ebenso wie die
Motorik.
Das Erleben von Farben, sowie Experimente mit deren
unterschiedlichen reaktionen
bedeutet erleben der welt, da wir erst mit der Hilfe von farben Gegenstände wahrnehmen und uns
in unserer Umwelt orientieren können.
Auch für die gestaltung
der Freizeit kann das Erleben von und Experimentieren mit farben sicherlich wertvolle Anregungen
und Ideen mit nach hause geben.
Die Erfahrung, dass man mit wenigen Mitteln solche spannenden Vorgänge mit
erstaunlichen Ergebnissen erzielen kann, ist für die meisten SchülerInnen
sicherlich neu. Für das Malen mit Wasserfarben, das die Umrahmung unserer
aktuellen Sequenz darstellt, können sich dadurch ebenso neue Möglichkeiten und Anreize ergeben: man ist nicht mehr an die vom
Farbkasten vorgegebenen Farben gebunden, sondern besitzt die freiheit und das wissen dazu, sich nach den erlernten
Prinzipien selbstständig Farben zu mischen. Dabei kann weiterführend auch zu
vollkommen neuen farbmischungen
angeregt werden.
4.5 Spezielle Lernvoraussetzungen bezüglich des Lernvorhabens
A. Farben
wahrnehmen
B. Farben
kennen und benennen können
C. den
Begriff der „Mischfarbe“ kennen und verstehen
D. Gegenstände
und Situationen auf Bildern erkennen können
E. bildliche
Informationen umsetzen können
F. gezielt
beobachten können
G. Beobachtungen
verbalisieren können
H. etwas
eingießen können
I. beim
malen begrenzungen einhalten können
J. einen
Kreisel drehen können
|
SchülerInnen/ Lernvoraussetzung |
a |
b |
c |
d |
e |
f |
g |
H |
i |
j |
|
H. |
+ |
+ |
(+) |
(+) |
(+) |
(+) |
- |
+ |
- |
- |
|
T.B. |
+ |
+ |
+ |
+ |
+ |
+ |
+ |
+ |
+ |
+ |
|
A.H. |
+ |
+ |
+ |
+ |
+ |
+ |
+ |
+ |
+ |
+ |
|
M.K. |
+ |
+ |
+ |
+ |
+ |
+ |
+ |
+ |
+ |
+ |
|
A.K. |
+ |
+ |
(+) |
+ |
(+) |
+ |
+ |
+ |
(+) |
+ |
|
O.K. |
+ |
+ |
+ |
+ |
+ |
+ |
+ |
+ |
+ |
+ |
|
M.Kü. |
+ |
+ |
+ |
+ |
+ |
+ |
+ |
+ |
+ |
+ |
|
T.M. |
+ |
+ |
+ |
+ |
(+) |
+ |
(+) |
+ |
+ |
+ |
|
T.W. |
+ |
(+) |
- |
(+) |
(+) |
+ |
- |
(+) |
- |
(+) |
|
S.W. |
+ |
+ |
+ |
+ |
(+) |
+ |
(+) |
+ |
+ |
+ |
+ :
kann vorausgesetzt werden/ (+) : kann nur teilweise vorausgesetzt werden/ - :
kann nicht vorausgesetzt werden
4.6 Lernziele
LZ 1: Die schülerInnen sollen erkennen, dass beim
Mischen der farben Blau und Gelb
die farbe Grün entsteht
LZ 2: Die SchülerInnen sollen erfahren, dass die farbe Grün auf ganz unterschiedliche
Art und Weise entstehen kann (z.B. durch das Zusammengießen von blau und gelb
gefärbtem Wasser)
LZ 3: Die
SchülerInnen sollen lernen, dass Grün im Farbkreis zwischen Blau und Gelb
steht, weil es
aus
diesen beiden Farben gemischt wird (außer T.W. und H.B.)
LZ 4: Die SchülerInnen sollen erkennen, dass Grün
eine „Mischfarbe“ ist, weil sie aus anderen Farben gemischt wird (außer A.K.,
T.W. und H.B.)
Die einzelnen Tätigkeiten an den Stationen stellen
für sich gesehen keine Lernziele dar. Sie sind vielmehr Lernvoraussetzung und
beinhalten ganz bewusst keine neu zu erlernenden, schwierigen Tätigkeiten. Eine
Ausnahme stellt das Drehen eines Kreisels dar, das für T.W. und H.B. ein
eigenes Lernziel im Sinne der
Differenzierung darstellt: Statt des zusätzlichen Bemalens üben sie das
Drehen schon bemalter Kreisel als gesonderte Motorikübung.
Permanentziele:
·
Sensibilisierung
und Ausdifferenzierung der Wahrnehmung
·
Freude
und Spaß am Umgang mit Farben
·
Experimentierfreudigkeit
wecken und erhalten
·
Förderung
des sprachlichen ausdrucks durch
Verbalisierung von Beobachtungen
·
Spaß
am gemeinsamen Arbeiten haben
·
Arbeitstechniken
kennen und üben: Lernen an Stationen; das bedeutet auch „warten können“
4.7 Sonderpädagogische Maßnahmen
Das lernen
an Stationen stellt für die SchülerInnen eine relativ neue Arbeitsform dar.
Auch auf Grund dieser Tatsache, sowie der vielfältigen Aufgaben, die an den
einzelnen Stationen zu erledigen sind, sollen die SchülerInnen diese in
Partnerarbeit ausführen. Die SchülerInnen werden zwar dazu angeregt sich nach
dem „Helferprinzip“ zusammen zu schließen, d.h. ein stärkerer Schüler arbeitet
immer mit einem Schwächeren zusammen, sollen aber nicht dazu gezwungen werden.
T.W. und H.B. bilden ein eigenes Team, wobei sie von
der erzieherin Frau B.
unterstützt werden. So können sie an diesem Lernvorhaben gut beteiligt werden.
Wenn H.B. beginnt, sich zu sehr gegen eine Teilnahme am Unterricht zu sträuben,
muss man ihn in Ruhe lassen. Sein Sträuben kann so weit gehen, dass er einfach
gar nichts mehr tun möchte und nicht einmal mehr von seinem Stuhl aufstehen
will. Wenn er in dieser Stimmung ist hat es keinen Sinn, wenn man versucht ihn
zu überreden. Das angestrebte Ziel für ihn stellt dann das Beobachten und dabei-sein
dar.
5. Die
Lernorganisation
5.1 Methodische Begründung und alternative
Überlegungen
|
Methodische Begründung |
Alternativüberlegungen |
|
Rhythmisierung ·
im Schulhaus eine Runde laufen Þ Raum für Bewegung; L kann
Stationen vorbereiten ·
vorbereitetes Material in Kartons Þ Spannung für SS;
Übersicht und Entlastung für L Hinführung/ Zielangabe ·
die SS sollen die ZA selbst formulieren; ansonsten erfolgt ein
„Informierender Unterrichtseinstieg“ zur f. die SS wichtigen Orientierung
über verlauf der Stunde Informationsphase ·
Stationenlauf Þ bietet sich im Bereich
des Experimen-tierens mit Farben besonders an, um die verschiedenen
Möglichkeiten der Entstehung einer Mischfarbe zu verdeutlichen ·
Rundgang Þ SS erklären mithilfe des
L u. entsprechen-der handlungsanleitungen,
was an den einzelnen Statio-nen zu machen ist; übt Bilderlesen,
problemlösendes Denken, Handlungsplanung und sprachlichen Ausdruck Vorbereitungsphase ·
Einteilung der Gruppen im Stuhlkreis Þ
gibt Struktur; ermöglicht bessere Aufnahmefähigkeit der SS f. letzte Hinweise
(Signale, Stationentisch; Namenskärtchen) Arbeitsphase ·
T.W. gibt akust. Signal zum beginn
Þ T.W. darf etwas tun, das andere SS auch
gerne machen würden Þ für ihn wichtige
Aufmerksamkeit; Selbstbewusstsein ·
Signal gibt Struktur; vermeidet überhetztes Anfangen Zu
den einzelnen Stationen: Station 1: in Partnerarbeit blaue u.
gelbe Farbe jeweils in einem Glas mit wasser
anrühren u. in einem dritten Glas zusammenschütten Þ Bsp. des Mischens v. Farbpigmenten;
Wahrnehmungs- und Motorikübung (rühren/ schütten) Station 2: in Partnerarbeit auf
einem angerauten Papier mit einem wattebausch
blauen u. gelben Kreidestaub ineinander reiben Þ
Bsp. des Mischens durch Überlagerung u. Vermengung von Farbpigmenten in
Abhängigkeit von eigener Dosierung; auf Papier u. Watte sichtbar; Wahrn.- u.
Motorikübung (Einsatz v. Halte- u. Aktionshand: etwas festhalten/ festhalten
u. reiben) Station 3: in Partnerarbeit
Experiment mit Zuckerwürfeln durchführen, die mit blauer u. gelber Tinte
beträufelt in wasser gelegt
werden Þ Bsp. des Mischens v.
Farbpigmenten; sehr spannend; Wahrn.- u. Motorikübung (Patrone ausdrücken;
Pinzettengriff); Zählübung: 10 Tropfen pro Farbe Station 4: („entspannungsstation“): blaue u. gelbe Farbfern-rohre,
Farblinsen; Wahrnehmungsübung; Rhythmisierung: SS dürfen umherlaufen Station 5: in Partnerarbeit einen
Kreisel abwechselnd mit einem blauen u. einem gelben Filzstift bemalen und
anschließend drehen Þ Bsp. einer opt.
Täuschung; Wahrn.- u. Motorikübung (Kreisel drehen); Differenzierung vgl. 2.6 ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- ·
Wahl von fünf Stationen Þ SS sollen in
Partnerarbeit experimentieren (soz. Lernen); immer ein team an einer Station; klare Struktur
ist notwendig, da Stationenlernen f. die SS eine relativ neue Arbeitsform
darstellt ·
Partnerarbeit Þ Einteilung wenn möglich
nach „Helfer-prinzip“, ansonsten nach Sympathie: gegenseitige Unter-stützung;
gemeinsames Entdecken ·
Signal f. Stationenwechsel (Triangel) Þ
Struktur; Orient. ·
Ergebnisse werden zum „Stationentisch“ an der tafel gebracht Þ schafft Übersicht;
vermeidet Streit Additum (Zusatzaufgabe) ·
L flüstert SS, die mit der letzten Station früher fertig sind ins
Ohr, im Klassenzimmer nach grünen Gegenständen zu suchen Þ „Geheimnis“ motiviert; überbrückt Zeit Würdigung ·
Akust. Signal Þ Stationenarbeit ist beendet; SS kommen in
den Stuhlkreis ·
SS sollen erst nach der Stunde aufräumen Þ wichtig sind nach dem Experimentieren die
Beobachtungen u. die ergebnisse
der SS ·
SS berichten v. Beobachtungen; zeigen ihre ergebnisse auf dem Farbentisch Þ intensiviert das Erlebte; übt das
Beschreiben von Vorgängen; ermöglicht den SS wichtiges Lob sowie das aufgreifen von Schwierigkeiten Zusammenfassung ·
Eingliederung in Sequenz: Bezug zu Farbkreis Þ Um-rahmung d. Stunde; Vermittlung von
Fachwissen auf Basis der eigenen Erfahrung ·
„Farbaufgabe“ Þ fasst Erarbeitetes
zusammen; erleichtert Wdh. des Farbkreises; Leseübung Ausblick/ Schluss ·
Ausblick Þ Information, Orientierung ·
SS bekommen grünen Saft (leider gibt es keinen blauen zum Mischen)
für die Pause Þ betont Alltagsbezug des
Unterrichts; „schmeckt gut!“ |
· Einstimmung, z.B. durch
farbige Tücher od. Wiederholung des Farb-kreises Þ unnötig und aufgesetzt, da die noch
geschlossenen Kartons motivierende Spannung aufbauen und deren Auspacken ganz
natürlich zu dem neuem Vorhaben überleitet · Demonstration der
Stationen Þ nähme wertvolle eigene
Entdeckungen vorweg: die SS würden schon vor der Stationenarbeit wissen, dass
dabei die Farbe Grün entsteht · SS gehen gleich an die
Stationen Þ Unruhe, „Chaos“ · Station zum
Nass-In-Nass-Malen Þ erfordert meiner Meinung
nach eine eigene Einstimmung, Ruhe und zeit,
sowie ein eigenes Ergebnis auf einem möglichst großen Blatt · Überlagerung von Seiden-
od. Trans-parentpapier auf OverheadfolienÞ Overhead-Show würde in
dieser Stunde zu lange dauern; außerdem zeigt die Überlagerung von Blau und gelb kein befriedigendes ergebnis; das Gleiche gilt f.
Experimente, bei denen Kaffeefilterstreifen bemalt und in Wasser getaucht
werden · weniger Stationen mit
jeweils mehr SS Þ Gefahr der Vorwegnahme
wertvoller eigener Entdeckungen · SS bearbeiten alle
Stationen zu zweit an einer Station, jedoch unabhängig voneinander Þ vernachlässigt soz. Aspekt und das lernen durch nach-ahmung und Beobachtung; Gefahr der Unüberschaubarkeit
durch Materialfülle · Eine Farbengeschichte
ansehen Þ wahrscheinlich müsste ich die SS aus Zeitgründen wieder
unterbrechen, ohne dass sie die Geschichte im Zusammenhang haben betrachten
können; ist Inhalt der nächsten Stunde · Zusammenfassende Wdh. des
ganzen Farbkreises Þ wäre f. meine SS am
Schluss dieser Stunde zu viel; Mittel-punkt dieses Lernvorhabens soll das
Erleben der farbe Grün mit den
dazugehörigen Grundfarben bleiben; der gesamte farbkreis wird erst wiederholt, wenn die SS auch mit Blau
und Gelb ein Bild gemalt haben und
mit der Mischfarbe Grün vertrauter sind |
5.2 Der Unterrichtsverlauf
|
Zeit |
Artikulation |
Unterrichtsverlauf |
Sozialform/ Medien |
|
9.20 |
Rhythmisierung |
SS
laufen mit der Erzieherin eine runde
im schulhaus L
bereitet Stationen vor |
Stuhlkreis,
Tische, Kartons mit Materialien, Unterlagen |
|
9.25 |
Hinführung/ Zielangabe |
ZA
soll von den SS erfolgen: „Wir lernen heute an Stationen. Zuerst müssen wir
uns die Stationen genau ansehen, damit wir wissen, was wir machen sollen.“ |
Stühle
bleiben im Kreis |
|
9.26 |
Informationsphase (Rundgang) Problemlösung -
bildl. Ebene -
Sprache Zusammenfassung |
L
geht mit SS von tisch zu tisch. SS
öffnen die Kisten und überlegen mithilfe der Handlungsanleitungen und des L,
was sie an der jeweiligen Station tun sollen: 1.
Gläser zusammenschütten 2.
Kreidestaub ineinander verreiben, 3.
Experiment mit Zuckerwürfeln 4.
Fernrohre und Farblinsen 5.
Kreisel SS
fassen zusammen |
Stationen
mit Materialkisten; Handlungsan-leitungen |
|
9.35 |
Vorbereitungs-phase |
SS
ziehen Malkittel an und setzen sich erneut in den Stuhlkreis zur Einteilung
der Partnerarbeit. Verweis
auf Stationentisch zum Sammeln der Ergebnisse Þ
Namenskärtchen SS
gehen an die Stationen L:
„Warte auf das Zeichen!“ |
Stuhlkreis |
|
9.40 |
Arbeitsphase: Experiment -
konkret handelnde Ebene LZ 1 + 2 |
T.W.
gibt Zeichen zum beginn SS
arbeiten an den Stationen Erzieherin
und L unterstützen SS
geben Zeichen zum Wechsel |
Windspiel Arbeitsplätze
(Stationen) mit Materialien; Triangel |
|
|
Additum |
L
flüstert Zusatzauftrag ins Ohr: „Suche im Klassen-zimmer nach grünen
Gegenständen und bringe sie zum Stationentisch!“ |
|
|
10.05 |
Würdigung Sprache |
T.W.
gibt Schlusszeichen SS
kommen in den stuhlkreis SS
fassen ihre beobachtungen
zusammen und zeigen ihre ergebnisse. -
„Was war schwer/ leicht?“ -
„Welche Station hat dir am besten gefallen?“ |
Windspiel, Stuhlkreis |
|
10.10 |
Zusammenfassung Eingliederung
in Sequenz LZ 3 Leseübung -
begriffl. Ebene LZ 4 |
Bezug
zum Farbkreis L:
„Wo hat das Grün seinen Platz im farbkreis?“ SS
zeigen Platz und erklären. SS
kleben neues Segment in den Farbkreis. SS
kleben „Farbaufgabe“ dazu. SS
nennen den begriff der
„Mischfarbe“ |
Stuhlkreis, Farbkreis grünes
farb-kreissegment farbige
Wortkarten |
|
10.14 |
Ausblick/ Schluss |
Ausblick
auf die nächste stunde saft für die Pause |
grüner
Saft |
Literaturverzeichnis:
Für
das Lernvorhaben 1 (Lesen):
· Möckel, Andreas: Einführung in die Schrift oder Leselernverfahren. In: Baier, H.: Unterricht in der Schule für Lernbehinderte. Donauwörth 1987
· Staatsministerium für Schulpädagogik München (Hrsg.): Lehrplan und Materialien für den unterricht an der Schule für Geistigbehinderte. München 1982
Für
das Lernvorhaben 2 (Denken und Ästhetische Erziehung):
· Bleckwenn, Ruth u. Schwarze, Beate: Gestaltungslehre: Ein einführendes Arbeitsbuch. Hamburg 1995
· Staatsministerium für Schulpädagogik München (Hrsg.): Lehrplan und Materialien für den unterricht an der Schule für Geistigbehinderte. München 1982