Schriftliche Unterrichtsplanung
für den 1. Unterrichtsbesuch
im Hauptseminar
Name:
Schule:
Klasse: E b
(4 Schülerinnen und 5 Schüler)
Datum: 9.9.1999
Zeit: 10.10 - 10.55 Uhr
Ausbildungslehrerin:
Fachleiter:
Thema
der Unterrichtsreihe: „Kreuz
und quer durch alle Sinne -
Wir
lernen den Buchstaben „A“ durch Hören, Tasten, Bauen und Sehen und mit dem
ganzen Körper kennen“
Förderschwerpunkt
der Reihe: Die Schüler/-innen
sollen in den Bereichen der auditiven, taktil-kinästhetischen, visumotorischen,
visuellen und vestibulären Wahrnehmung im Zusammenhang mit dem Erlernen des
Buchstabens „A“ gefördert werden.
Thema
der Unterrichtsstunde: „Sehe
genau hin und finde das „A“ “ - spielerische Übungen zur visuellen Wahrnehmung
Förderziel der Stunde: Die
Schüler/-innen sollen beim Erlernen des Buchstabens
„A“ in ihrer visuellen Wahrnehmungs fähigkeit hinsichtlich der Schwerpunkte Figur- Grund-Wahrnehmung, Formkonstanzwahrneh mung, Raumlagewahrnehmung und visuelles Ge dächtnis
gefördert werden.
HS Wortmann Studienseminar für das Lehramt für
Sonderpädagogik Dortmund
Schriftliche Unterrichtsplanung
für den 1. Unterrichtsbesuch
im Hauptseminar
Name:
Schule:
Klasse: E b
(4 Schülerinnen und 5 Schüler)
Datum: 9.9.1999
Zeit: 10.10 - 10.55 Uhr
Ausbildungslehrerin:
Fachleiter:
Thema der Unterrichtsstunde: „Sehe genau hin und finde das „A“. “
Förderziel der Stunde: Die Schüler/-innen sollen beim
Erlernen des Buchstabens „A“ in ihrer visuellen Wahrnehmungsfähigkeit hinsichtlich
der Schwerpunkte Figur-Grund-Wahrnehmung, Formkonstanzwahrnehmung,
Raumlagewahrnehmung und visuelles Gedächtnis gefördert werden, indem sie
Zielorientierte
Handlungsschritte: - in einem einleitenden, gemeinsamen Gesprächskreis
-angeregt durch die Symbole auf dem Plakat- überlegen sollen, „was“ sie heute
zum „A“ machen, „was“ sie bereits gemacht haben und „was“ sie noch machen
werden
- den Buchstaben „A“ aus anderen Buchstaben im dreidimensionalen Raum
erkennen (Figur-Grund-Wahrnehmung)
- den Buchstaben „A“, der in Größe, Druckstärke und Farbe verändert ist,
im dreidimensionalen Raum erkennen (Formkonstanzwahrnehmung)
- den Buchstaben „A“ in richtiger Raumlage auf das „A-Poster“ kleben
(Raumlagewahrnehmung)
- bei einem „Angelspiel“ den Buchstaben „A“ wiedererkennen (visuelles
Gedächtnis)
- auf einem Arbeitsblatt
den Buchstaben „A“ aus anderen Buchstaben und vor einem Hintergrund erkennen
(Figur-Grund-Wahrnehmung)
- auf einem Arbeitsblatt den Buchstaben „A“,
der in Größe und Druckstärke verändert ist, erkennen (Formkonstanzwahrnehmung)
- sie sich am Ende der Stunde durch das Heraus- suchen und Aufkleben des
entsprechenden Symbols auf das Kontrollblatt die Förderinhalte noch mal bewußt
machen
Thema der Unterrichtsreihe: „Kreuz und quer durch alle Sinne -
Wir
lernen den Buchstaben „A“ durch Hören, Tasten, Bauen und Sehen und mit dem
ganzen Körper kennen“
Förderschwerpunkt der Reihe: Die Schüler/-innen sollen in den
Bereichen der auditiven, taktil-kinästhetischen, visumotorischen, visuellen und
vestibulären Wahrnehmung im Zusammenhang mit dem Erlernen des Buchstabens „A“
gefördert werden.
Aufbau der Reihe: Die o.g. Unterrichtsreihe ist mit
verkürzten Inhalten bereits mit dem Buchstaben „M“ und mit gleichen Inhalten
mit dem Buchstaben „O“ durchgeführt worden. Die folgende Darstellung der Reihe
bezieht sich auf das Erlernen des Buchstabens „A“. Da es sich bisher als
erfolgreich erwiesen hat, die Förderung der einzelnen Wahrnehmungsbereiche mit
dem Erlernen eines neuen Buchstabens z.T. zu wiederholen, ist geplant, die
Reihe bei den nachfolgend zu erlernenden Buchstaben zu wiederholen bzw. in
einigen Bereichen zu erweitern.
|
Thema der
Stunde |
Ziel der Stunde |
|
1. „Hör`mal das „A“. “ |
Die Schüler/-innen sollen beim
Erlernen des Buchstabens „A“ in ihrer auditiven Merkfähigkeit und Fähigkeit
zur auditiven Analyse gefördert werden. |
|
2. „Fühl`mal
das „A“. “
|
Die Schüler/-innen sollen beim
Erlernen des Buchstabens „A“ über das Sinnesorgan Haut und die Muskel- und
Gelenkrezeptoren taktil-kinästhetische Stimulationen erhalten und darüber
hinaus in ihrer taktil-kinästhetischen Diskrimination gefördert werden. |
|
3. „Sehe
genau hin und baue mit deinen Händen ein „A“. “ |
Die Schüler/-innen sollen beim
Erlernen des Buchstabens „A“ in ihren kleinräumigen Bewegungserfahrungen
durch Üben von gezielten Bewegungen und der Kraftdosierung gefördert werden. |
|
4. „Sehe
genau hin und finde das „A“. “ |
Die Schüler/-innen sollen beim
Erlernen des Buchstabens „A“ in ihrer visuellen Wahrnehmungsfähigkeit
hinsichtlich der Schwerpunkte Figur-Grund-Wahrnehmung, Formkonstanz-wahrnehmung,
Raumlagewahrnehmung und visueller Merkfähigkeit gefördert werden. |
|
5. „Ganz
schön wackelig, mit dem ganzen Körper das „A“ abzugehen/-fahren.“ |
Die Schüler/-innen sollen in ihrer
Gleichgewichtsfähigkeit gefördert werden, so dass eine angemessene Muskelspannung
erzeugt wird, die die allgemeine Bewegungsfähigkeit fördert. |
Die oben dargestellte Reihe wird mit 7
von 9 Schülern/-innen der Klasse Eb durchgeführt. L. und S., zwei
schwerstbehinderte Mädchen, erhalten in der Zeit Einzelförderung im Bereich der
Wahrnehmung im „Snoezelraum.“
M. ist erst seit dem 8.9.1999 in dieser
Klasse, weswegen in Bezug auf die Lernvoraussetzungen und individuellen
Fördermaßnahmen noch keine Informationen gegeben werden können.
Kurzbeschreibung der Schüler/-innen:
|
Name |
Alter |
Behinderung |
Hilfsmittel |
|
S. |
6 Jahre |
beinbetonte spastische Diparese |
Rollstuhl, Tripp-Trapp-Stuhl |
|
A. |
6 Jahre |
ausgeprägte psychomotorische
Entwicklungsverzögerung; Epilepsie; allergisches Asthma bronchiale |
keine |
|
M. |
7 Jahre |
zentrale Tonus- und Koordinationsstörung
mit Ataxie |
keine |
|
P. |
6 Jahre |
Spina bifida, Hydrocephalus;
spastische Diparese; cerebrale Anfallsbereitschaft |
Rollstuhl |
|
D. |
6 Jahre |
psychomotorische Entwicklungsverzögerung |
keine |
|
G. |
7 Jahre |
spastische Diparese; Hirnfehlbildung
mit partieller Balkenagenesie und Hirnatrophie; Strabismus mit
Pendelnystagmus |
Rollstuhl; orthopädische Schuhe |
Individuelle Fördermaßnahmen:
S.
ist
bei der Bearbeitung von Aufgaben leicht ablenkbar und ungeduldig. Sie sollte
versuchen, ihre Aufmerksamkeit stärker auf die aktuelle Aufgabe zu lenken. Da
sie aufgrund ihrer motorischen Probleme Schwierigkeiten hat, mit Stift und Arbeitsblatt
umzugehen, erhält sie eine rutschfeste Unterlage.
A.
verweigert
oft die Mitarbeit. Sie muss konsequent zur Mitarbeit angehalten werden.
M.
bedarf
zur Mitarbeit oftmals verbaler Ermutigung und auch einen körperlichen „Anstoß“
(an die Hand nehmen), um seine vorhandene Bereitschaft zu unterstützen.
Da P.
bei motorischen Spielen oftmals antriebsarm ist, bedarf er ab und zu der
Ermutigung. Philipp kennt schon überdurchschnittlich viele Buchstaben und soll
von daher beim „Angelspiel“ die noch nicht eingeführten Buchstaben zusätzlich
benennen.
D.
kann
sich nur schwer an Regeln halten und muss von daher immer wieder an bestimmte
Regeln klar und deutlich erinnert werden. Auch D. kennt über die bereits
eingeführten Buchstaben hinaus einige weitere. Er sollte beim „Angelspiel“ nach
den jeweiligen Buchstaben gefragt werden.
G.
blockiert
oftmals die Mitarbeit. Er löst jene jedoch meistens bei viel persönlicher
Ansprache und Ermutigung. G. zeigt häufig perseverierendes Verhalten und
beschäftigt sich mit anderen Dingen. In diesem Fall müssen ihm jene Dinge abgenommen
werden und er braucht erneute Ermutigung, seine Mitarbeit fortzusetzen.
Darstellung der Förderinhalte der
Reihe:
|
1.
Hör´mal das „A“- spielerische
Übungen zur auditiven Wahrnehmung |
2.
Fühl`mal das „A“- spielerische
Übungen zur taktil-kinästhetischen Wahrnehmung |
3.
„Sehe genau hin und baue mit deinen Händen ein „A“- spielerische
Übungen zur visumotorischen Wahrnehmung |
4.
Sehe genau hin und finde das „A“- spielerische
Übungen zur visuellen Wahrnehmung |
5.
Ganz schön wackelig, mit dem ganzen Körper das „A“ abzugehen/-fahren- spielerische
Übungen zur vestibulären Wahrnehmung |
|
-
die Sch. hören verschiedene Laute und zeigen bei dem Laut „A“ auf die
Buchstabenkarte mit dem Buchstaben „A“ -
die Sch. bekommen verschiedene Buchstabenkarten gezeigt und benennen beim
Buchstaben „A“ den Laut „A“ -
die Sch. benennen bei vorgesprochenen Wörtern die Wörter, die mit „A“
beginnen -
die Sch. suchen diejenigen Realgegenstände heraus, die mit „A“ anfangen -
die Sch. kreisen aus einer Menge von abgebildeten Objekten auf einem Arbeitsblatt
diejenigen ein, die mit „A“ anfangen |
-
die Sch. fahren mit kleinen Autos in Schreibrichtung auf einer großen Vorlage
den Buchstaben „A“ ab -
die Sch. fühlen mit dem Zeigefinger ihrer Schreibhand die Buchstabenform aus
Sandpapier ab -
die Sch. tasten aus einem Tastsack den Buchstaben „A“ heraus und nehmen ihn
heraus |
-
die Sch. formen den Buchstaben „A“ aus Knetmasse u. legen ihn auf einer Vorlage
aus -
die Sch. legen den Buchstaben „A“ mit Legeplättchen auf einer Vorlage aus -
die Sch. legen den Buchstaben „A“ mit einem Seil auf einer großen Vorlage aus -
die Sch. schreiben den Buchstaben „A“ mit dem Finger in den Sand -
die Sch. schreiben den Buchstaben mit dem Stift auf einer Vorlage nach |
-
die Sch. sollen den Buchstaben „A“ aus anderen Buchstaben, die im Raum
verteilt sind, und vor einem Hintergrund erkennen -
die Sch. sollen den Buchstaben „A“, der in Größe, Druckstärke und Farbe verändert
ist, im Raum erkennen -
die Sch. sollen den Buchstaben „A“ in richtiger Raumlage auf das „A-Poster“
kleben -
die Sch. sollen bei einem Angelspiel den Buchstaben „A“ wiedererkennen (visuelles
Gedächtnis) und in richtiger Raumlage auf das Spielbrett legen -
die Sch, sollen auf einem Arbeitsblatt den Buchstaben „A“ aus anderen
Buchstaben u. vor einem Hintergrund erkennen -
die Sch. sollen euf einem Arbeitsblatt den Buchstaben „A“, der in Größe und
Druckstärke verändert ist, erkennen und einkreisen |
-
die Sch. sollen ein mit Tesamoll auf den Boden geklebtes „A“ balancierend abgehen
(mit offenen u. geschlossenen Augen) -
die Sch. sollen das „A“ abkriechen -
die Sch. sollen das „A“ mit dem Rollbrett abfahren |
Darstellung
der förderschwerpunktbezogenen Lernausgangslage bezogen auf diese Stunde:
Legende:
? eindeutige Angaben sind nicht möglich +
verfügt teilweise/mit Hilfe über diese Fähigkeit +++ verfügt über diese Fähigkeit
/ verfügt nicht über diese Fähigkeit ++
verfügt meist über diese Fähigkeit
|
Name |
Figur-Grund-Wahrnehmung |
Formkonstanzwahrnehmung |
Raumlagewahrnehmung |
visuelle
Merkfähigkeit |
|
|
Buchstabe
aus anderen Buchstaben im Raum erkennen |
Buchstabe
auf einem Arbeitsblatt aus anderen u. vor einem Hintergrund erkennen |
Buchstabe,
der in Form, Größe u. Druckstärke verändert ist, im Raum erkennen |
Buchstabe,
der in Form und Druckstärke verändert ist, auf einem Arbeitsblatt erkennen |
Buchstabe
in richtiger Raumlage auf das „A-Poster“ kleben |
Buchstabe
in richtiger Raumlage auf das Spielbrett legen |
Buchstabe
bei „Angelspiel“ wiedererkennen |
|
S. |
++ |
++ |
++ |
++ |
++ |
++ |
++ |
|
A. |
++ |
++ |
++ |
++ |
+ |
++ |
++ |
|
M. |
++ |
++ |
+++ |
++ |
++ |
++ |
+++ |
|
P. |
++ |
++ |
+++ |
++ |
++ |
++ |
+++ |
|
D. |
++ |
++ |
+++ |
++ |
+ |
++ |
+++ |
|
G. |
++ |
+ |
++ |
+ |
+ |
+ |
+ |
Darstellung
der allgemeinen und fachlichen Lernausgangslage bezogen auf diese Stunde:
Legende:
? eindeutige
Angaben sind nicht möglich + verfügt teilweise/mit Hilfe über diese
Fähigkeit +++ verfügt über
diese Fähigkeit
/ verfügt nicht über diese Fähigkeit ++ verfügt meist über diese Fähigkeit
|
Name |
allgemeine
Lernausgangslage |
fachliche
Lernausgangslage |
|
|
Motivation
für den Inhalt der Stunde |
Aufgaben-verständis |
Konzentration |
Regeln
einhalten |
Umgang
mit Stift und Blatt |
Erkennen
und Benennen des Buchstabens „A“ |
Erkennen
und Benennen weiterer Buchstaben |
|
|
|
S. |
+++ |
++ |
+ |
+ |
+ |
++ |
+ |
||
|
A. |
+ |
++ |
+ |
+ |
++ |
++ |
+ |
||
|
M. |
++ |
++ |
+(+) |
++ |
+ |
++ |
++ |
||
|
P. |
+++ |
++ |
++ |
++ |
++ |
+++ |
+++ |
||
|
D. |
+++ |
++ |
++ |
+ |
++ |
+++ |
+++ |
||
|
G. |
+ |
+ |
+ |
+ |
+ |
++ |
+ |
||
Verlaufsplanung:
|
Phase |
Unterrichtsaktivitäten |
Organisa-tionsform |
Medien |
didaktisch-methodischer Kommentar |
|
Einstieg 5 ` |
· LAA
bittet Sch., sich in einem Halbkreis vor der Tafel zu setzen ·
Begrüßung u. Vorstellung des Gastes · Die
Sch. rufen „Mio“, die Handpuppe, herbei ·
„Mio“ hat vergessen, was heute mit dem „A“ gemacht wird und fragt die
Sch. ·
„Mio“ bittet 1 Sch., das „A“ in die Übersicht des Plakats einzutragen ·
„Mio“ bittet die Sch. zu wiederholen, „was“ bereits mit dem „A“
gemacht worden ist und „was“ noch gemacht wird |
Halbkreis
vor der Tafel |
Plakat
Buntstift |
·
Stuhlkreis als geeignete Organisationsform für Plenumsgespräche, gesprächsfördernde
Atmosphäre ·
„Mio“, die Handpuppe, ist in jeder Stunde die Leitfigur, wenn es um
die Förderung der Wahrnehmungsbereiche geht ® sie dient zur Motivations-,
Sprech- und Kommunikationsförderung (emotionale Erarbeitung) · das
Plakat mit den Symbolen dient der Transparentmachung des Förderschwerpunktes
u. der Einordnung der Stunde in die Reihe ® „Mio“ unterstützt evtl.
die Sch. durch fragende Hinweise (Plakat, Sym- bol „Auge“) · da
der Begriff „visuelle Wahrnehmung“ für Kinder zu abstrakt ist, wird als
„didaktische Reduktion“ der Begriff „Sehen“ verwendet (entsprechend der
übrigen Wahrnehmungsbereiche Hören, Tasten, Bauen u. mit dem ganzen Körper) |
|
Erarbeitung I 10` |
·
„Mio“ fordert die Sch. auf, unter den verschiedenen, im Raum
verteilten Buchstaben alle „A´s“ zu finden u. richtig auf das „A-Poster“ zu
kleben |
Einzelarbeit (frei
im Raum) |
„A-Poster“
verschieden
farbige, dicke u. große Buchstaben aus Fotokarton |
· die
großräumige, handlungsorientierte Erarbeitung des Buchstabens „A“ ermöglicht
ein ganzheitliches Lernen im Bereich der Figur-Grund-Wahrnehmung und
Wahrnehmungskonstanz ® die Wahrnehmungsbereiche stehen in enger Beziehung zu den
Faktoren Motorik, Kognition, Sprache, Emotion u. Soziabilität ® das durch Handeln praktisch Erlebte haftet besser im Gedächtnis · das
„A-Poster“ dient einerseits der Motivation (®
Handlungsprodukt) u. stellt andererseits für diejenigen Sch., die noch
Probleme haben, das „A“ zu erkennen, eine Vorlage dar · die
visuelle Erfassung des Buchstabens im dreidimensionalen Raum ist
entwicklungsgemäß leichter als die Erfassung auf dem Arbeitsblatt · G.,
A. u. M. müssen evtl. bei Blockaden zur Mitarbeit angehalten werden |
|
Erarbeitung II 20` |
·
„Mio“, die Handpuppe, bittet die Sch., für seinen Freund, „Anton den
Affen“ (auf dem Spielbrett abgebildet), „A`s“ zu angeln (Anton muss gefüttert
werden mit „A`s“) ·
„Mio“ erläutert die Regeln: 1. Es wird reihum geangelt 2. Jeder darf pro Runde 1mal angeln 3. Wer ein „A“ geangelt hat, benennt es u. legt es auf sein
Spielbrett 4. Wer einen anderen Buchstaben geangelt hat, wirft ihn in
den „Müll“ 5. Es darf beim Angeln nicht in das Becken geguckt werden |
Kreis
um den Tisch |
1
Angel 1
Angelspiel 7
Spielbretter 2
Schälchen als Mülleimer 28
Buchstabenkärtchen (14 Buchstaben sind mit „A`s“ beklebt, die übrigen mit
anderen Buchstaben) |
· die
Sch. werden beim Angeln in ihrer visuellen Merkfähigkeit gefördert (Erkennen des „A`s“) ® haben die Sch. die Form des „A`s“
vergessen, haben sie die Möglichkeit, auf ihr Spielbrett zu gucken, auf denen
das „A“ abgebildet ist, und die Form zu vergleichen · S.
u. D. müssen evtl. an das Einhalten der Spielregeln erinnert werden · S.
u. G. setzen sich anstelle in den Rollstuhl auf einen Stuhl (bzw.
Tripp-Trapp-Stuhl), da sie so besser am Tisch sitzen können · die
Anzahl der Runden beim „Angelspiel“ wird spontan durch die Aufmerksamkeit der
Kinder u. die noch zu verbleibende Zeit bestimmt |
|
Festigung 5` |
· Verteilung von Buntstiften ·
„Mio“ fordert die Sch. auf, auf einem Arbeitsblatt alle „A´s“
einzukreisen |
Kreis
um 2 Tische |
7
Arbeitsblätter 7
Buntstifte 2
rutschfeste Unterlagen |
·
entsprechend den individuellen Lernvoraussetzungen der Sch. werden Arbeitsblätter
mit zwei verschiedenen Schwierigkeitsgraden verteilt · mehr oder weniger „A`s“ ® erhöhte/verminderte
Schwierigkeit in der Figur-Grund-Wahrnehmung/Formkonstanzwahrnehmung · bekannte/unbekannte Buchstaben ® erhöhte/verminderte
Schwierigkeit im Vergleichen u. Heraussuchen des Buchstabens „A“ · das
Arbeitsblatt stellt eine größere Schwierigkeit im Bereich der
Figur-Grund-Wahrnehmung und der Formkonstanzwahrnehmung dar als das Suchen
des Buchstabens im dreidimensionalen Raum ·
anhand des Arbeitsblattes soll das Erkennen des Buchstabens „A“
gefestigt werden · S.
u. G. erhalten zur Bearbeitung der Aufgabe mit Stift und Arbeitsblatt eine
rutschfeste Unterlage · da
bei den meisten Sch. die visuelle Aufmerksamkeit gering ist, müssen sie
ermutigt werden, weitere „A´s“ zu finden · es
wird ein zweiter Tisch herangestellt, damit die Sch. mehr Platz zum Arbeiten
haben |
|
Ergebnis-sicherung 5` |
· LAA
gibt den Sch. ihre „Kontrollblätter“ u. legt 5 Briefumschläge mit den 5
Symbolen für jeden Sch. auf den Tisch ® die Sch. sollen überlegen, welchen Wahrnehmungsbereich
sie heute durchgenommen haben, sich den entsprechenden Aufkleber aus dem
Umschlag herausnehmen u. auf das Kontrollblatt kleben |
Kreis
um 2 Tische |
Kontrollblatt,
5
Briefumschläge mit Aufklebern |
· das
Aufkleben des Symbols auf das Kontrollblatt dient der Ergebnissicherung
hinsichtlich # der nochmaligen
Bewusstmachung des Förderschwerpunktes # der Protokollierung u.
Dokumentation der Unterrichtsergebnisse # der Rückmeldung an die
LAA, ob den Sch. der Förderschwerpunkt bewusst wurde |
Literaturverzeichnis:
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Förderschulmagazin 7-8, 1999.
BRAND, E. und BREITENBACH, I.: Von der
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Schriftspracherwerb. In: Praxis der Psychomotorik, Heft 2 1989.
BRAND, I., BREITENBACH, E. und MAISEL,
V.: Integrationsstörungen. Diagnose und Therapie im Erstunterricht. Würzburg
1995.
DANK, S. (Hrsg.): Lesen und Schreiben
an der Schule für Geistigbehinderte. Grundlagen und Übungsvorschläge zum
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GRIMM, H.: ABC mit allen Sinnen.
KRETSCHMANN, R.: Erlebnisbezogene Lese-
und Schreibförderung. In: Zeitschrift für Heilpädagogik, Heft 7/1998, S.
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KÖCKENBERGER, H.: Bewegtes Lernen.
Lesen, schreiben, rechnen lernen mit dem ganzen Körper. Dortmund 1999.
MARX, U./STEFFEN, G.: Lesenlernen mit
Hand und Fuß. Ein mehrdimensionaler Leselehrgang im handlungsorientierten
Stationsverfahren. Horneburg 1990.
MAHLSTEDT, D.: Lernkiste Lesen und
Schreiben. Fibelunabhängige Materialien zum Lesen- und Schreibenlernen für
Kinder mit Lernschwächen. Weinheim und Basel 1994.
PUTTICH-BECKE, M.: Wir üben Wörter mit
B/b gekoppelt mit Übungen zur Figur-Grund-Wahrnehmung. In: Sonderschulmagazin,
Heft 7-8, 1993.
REINARTZ, A., REINARTZ, E. und REISER,
H.: Wahrnehmungsförderung behinderter und schulschwacher Kinder. Berlin 1990.
SCHAEFGEN, R.: Marianne Frostig und
Jean Ayres: Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Frostigtherapie mit der
Sensorischen Integrationstherapie. In: Doering, W. und W.: Sensorische
Integration - Anwendungsbereiche und Vergleiche mit anderen
Fördermethoden/Konzepten. Dortmund 1993.
SCHMITT-DIETRICH, K.: Im
Abenteuerschreibland. Ganzheitliche Aktivitäten zum Erfassen von Formelementen
der Schrift. In: Förderschulmagazin 7-8, 1999.
STAATSINSTITUT FÜR SCHULPÄDAGOGIK UND
BILDUNGSFORSCHUNG (ISB) (HRSG): Erstlesen/Erstschreiben - Handreichung für
sonderpädagogische Diagnose- und Förderklassen. Würzburg 1991.
WISCHMEYER, M.: „Zweimal die Woche ist
SI“ - Lernstationen zur unterrichtsimmanenten Förderung sensorischer
Integration beim Erstlesen und Rechnen mit geistig behinderten Schülern. In:
Zeitschrift für Heilpädagogik, Heft 12/1994, S. 877-883.