Studienseminar für das Lehramt Sonderpädagogik
Dortmund
Schriftliche Unterrichtsplanung
Klasse: Mittelstufe
Alter der
Schüler: 12-14 Jahre bzw.
6./7. Schulbesuchsjahr
Lerngruppe
UMZG: Romeo, Hamlet, Horatio, Mercutio, Falstaff,
Julia
Thema
der Reihe:
In der Getränkebar
Zielschwerpunkt:
Die Schüler lernen Volumen mit Hilfe von Alltagsmaßen zu
messen.
Thema
der Unterrichtsstunde:
Wieviel ist in den Getränkebehältern der Getränkebar drin?
Ziel der Unterrichtsstunde:
Die Schüler messen mit Hilfe von Alltagsmaßen das
Volumen des Inhalts von Getränkebehältern.
Zielorientierte Handlungsschritte
Die
Schülerin und die Schüler sollen:
-
verschiedene
Getränkebehälter anhand ihrer Form vergleichen,
-
die Fragestellung
„Ist in dieser Flasche genug Saft, damit alle Schüler ein Glas voll bekommen?“
verstehen,
-
das Volumen des
Inhalts ausgewählter Behälter im Rahmen einer Vermutung mit der Anzahl der
anwesenden Schüler in Beziehung setzen,
-
Lösungsvorschläge zur
Überprüfung ihrer Vermutungen bzw. der Fragestellung machen,
-
durch Umfüllen des
Inhalts von Getränkebehältern in genormte Hilfseinheiten (Gläser) die Volumen
hinsichtlich der Fragestellung überprüfen,
-
das Volumen des
Inhaltes ikonisch dokumentieren
Aufbau der
Reihe „In der Getränkebar“
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Handlungseinheiten |
Ziel |
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Wieviel ist in den Getränkebehältern
der Getränkebar drin? |
Die Schüler
messen mit Hilfe von Alltagsmaßen das Volumen des Inhalts von
Getränkebehältern. |
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Eine neue Lieferung für die
Getränkebar (1) |
Die Schüler
bestimmen Getränkebehälter mit gleichem Inhalt (Üben des Abmessens von
Flüssigkeiten mit Hilfe von Alltagsmaßen) |
|
Eine neue Lieferung für die
Getränkebar (2) |
Die Schüler
erkennen, dass unterschiedliche beim Abmessen verwendete Alltagsmaße zu
unterschiedlichen Ergebnissen führen. |
|
Wir bauen Messbecher für die
Getränkebar |
Die Schüler
übertragen Alltagsmaße auf einen Messbecher. |
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Wir brauen Mixgetränke in der
Getränkebar |
Die Schüler
benutzen Meßhilfen, um festgelegte Volumen abzufüllen. |
|
Wir bewirten Mitschüler auf der
Entlaßfeier |
Die Schüler
wenden die erworbenen Fähigkeiten in einer praktischen Anwendungssituation
an. |
Richtlinienbezug
„Der
geistigbehinderte Schüler soll entsprechend seinen individuellen Voraussetzungen
in den Umgang mit (...) Größen eingeführt werden. (...)“ Kultusminister NRW (1980, 21).
Allgemeine Lernvoraussetzungen
Die
Motivation zur Mitarbeit in der Lerngruppe UMZG der Klasse ist im allgemeinen
gut. Die Schülerin und die Schüler sind an Sozialformen wie Partner- und Gruppenarbeit
gewöhnt und halten sich meist an vereinbarte Regeln und Absprachen im
Unterricht.
Erfahrung
im Umgang mit Alltagsmaßen ist ansatzweise vorhanden. Im Hauswirtschaftsunterricht
backen die Schüler nach Rezepten, in denen Mengenangaben in „Tassen“ gemacht
werden und somit die Darstellung von Gewichten vereinfacht wird. Hohlmaße an
sich wurden bisher noch nicht thematisiert.
Romeo verfügt über ein sehr gutes lebenspraktisches Wissen, das
er im Unterricht immer wieder einbringen kann. Im allgemeinen arbeitet er im
Unterricht gut und über längere Zeit konzentriert mit.
Seine
Mitschüler respektieren ihn und seine Meinung und richten sich – besonders Julia
- häufig nach seinen Vorstellungen. Romeo ist sehr ehrgeizig, was dazu führt,
daß er Fehler manchmal als umfangreiches persönliches Versagen auffaßt und sich
aus dem Unterrichtsgeschehen zurückzieht. Seine emotionale Situation ist angespannt
und in Konfliktsituationen oder wenn er sich ungerecht behandelt fühlt ist er
schnell beleidigt und dann nicht mehr zur Mitarbeit bereit.
Hamlet zählt zum Personenkreis der Schwerstbehinderten, eine
spastische Lähmung beeinträchtigt in umfangreichem Maß seine Grob- und
Feinmotorik. Nur selten benutzt er alle Finger oder die ganze Hand. Kleine
Gegenstände und große Gegenstände greift er fast ausschließlich mit dem
Pinzettengriff.
Bei
Hamlet liegt ausserdem eine umfangreiche Wahrnehmungsstörung im visuellen
Bereich vor. Gesicherte Aussagen über sein tatsächliches Sehvermögen können
nicht gemacht werden, die Sehschwäche manifestiert sich wahrscheinlich nicht
aufgrund physiologischer Beeinträchtigungen sondern auf der Ebene der
neuronalen Reizverarbeitung.
Im
Unterricht arbeitet Hamlet meist interessiert und motiviert mit, er liefert
gute Beiträge, die er verbal auch gut artikulieren kann. Hin und wieder läßt er
sich zu Albernheiten hinreissen findet sich aber nach kurzer Ermahnung schnell
wieder in den Unterrichtsverlauf ein.
Während
des Unterrichtes bedarf er verstärkter Hilfestellung durch die Lehrperson oder
Mitschüler.
Horatios Mitarbeit im Unterricht ist von unterschiedlicher
Qualität, die ganz mit seiner Tagesform zusammenhängt. Häufig erscheint er
übernächtigt in der Schule und kann sich dann nur in geringem Maß auf das
Unterrichtsgeschehen konzentrieren. Er ist aber in der Lage gute Leistungen im
Unterricht zu erbringen, komplexere Sachzusammenhänge zu erfassen und verfügt
über ein umfangreiches lebenspraktisches Wissen.
Mit
Hamlet versteht Horatio sich besonders gut, was manchmal dazu führt, daß beide
durch Albernheiten den Unterricht stören.
Mercutios Teilnahme am
Unterrichtsgeschehen ist in starkem Maße abhängig von seiner Tagesform, die
mitunter stark variiert wofür die Gründe nicht gesichert angegeben werden
können. Dementsprechend schwankt auch die Qualität seiner Beiträge. Innerhalb
der Klasse ist er der schwächste Schüler, was ihn nicht daran hindert, immer
wieder Beiträge zu bringen, die aber oft nicht direkt mit dem Unterrichtsinhalt
zusammenhängen und von ihm spontan geäußert werden.
In
guten Phasen erledigt Mercutio Arbeitsaufträge konzentriert, gewissenhaft und
ordentlich. Innerhalb der Klasse orientiert er sich vor allem an seinem Freund
Falstaff. Die beiden lenken sich häufig gegenseitig vom Unterricht ab.
Falstaff neigt dazu, sich dem Unterrichtsgeschehen zu entziehen.
Seine Konzentrationsspanne ist gering und er muß immer wieder direkt
angesprochen werden wenn verhindert werden soll, daß er den Inhalten gar nicht
mehr folgen kann. Selten äußert er von sich aus Ideen oder liefert Beiträge zum
Unterricht, meist sitzt er still auf seinem Platz.
Mit
Mercutio ist Falstaff gut befreundet, neigt aber auch dazu, ihn vom Unterricht
abzulenken oder sich selber ablenken zu lassen.
Julias Mitarbeit im Unterricht ist gekennzeichnet durch einen
großen Mangel an Selbstvertrauen. Obwohl sie über ein gutes lebenspraktisches
Wissen und stellenweise eine erstaunliche Allgemeinbildung in Alltagsbelangen
verfügt, traut sie sich selten, eigenständige Beiträge zum Unterricht zu
liefern und muß dazu immer wieder aufgefordert werden.
Innerhalb
der Klasse orientiert sie sich stark an Romeo und läßt sich dabei auch nicht
von dessen teilweise ruppigen Verhalten nicht beirren.
Darstellung der
zielschwerpunktbezogenen Lernausgangslage
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Romeo |
Hamlet |
Horatio |
Mercutio |
Falstaff |
Julia |
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Fähigkeit, sich über die Dauer der Unterrichtseinheit an eine grundlegende Fragestellung zu erinnern |
+ |
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Vorstellung von der Größe von Volumen in Abhängigkeit von der Form des Behältnisses |
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Vorstellung von der Volumenkonstanz |
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Fähigkeit, Flüssigkeiten umzuschütten |
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Fähigkeit, zwischen „voll“ und „nicht voll“ zu unterscheiden |
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o |
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Fähigkeit, ikonische Darstellungen zu lesen |
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o |
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Fähigkeit, einen Sachverhalt mit Hilfe ikonischer Darstellungen zu dokumentieren |
+ |
o |
+ |
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Kenntnis, dass Volumen mit Hilfe von Alltagsmaßen gemessen werden können |
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Kenntnis, dass Volumen i.R. mittels normierter Maße abgemessen werden. |
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o |
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/ |
+ sicher
vorhanden (benötigt selten Hilfestellung)
o in
Ansätzen vorhanden (benötigt öfters Hilfestellung)
/ kaum
vorhanden (benötigt viel Hilfestellung)
Literatur
Kultusminister NRW (1980, Hg.). Richtlinien und Lehrpläne für die Schule
für Geistigbehinderte (Sonderschule) in Nordrhein-Westfalen. Düsseldorf.
Lauter, J. (1997). Fundament der Grundschulmathematik.
Donauwörth: Auer.
Lauter, J. (1995). Methodik der Grundschulmathematik.
Donauwörth: Auer.
Speck, O. (1993). Menschen mit geistiger Behinderung und ihre
Erziehung. Ein heilpädagogisches Lehrbuch. München u.a.: Reinhardt.
Staatsinstitut für Schulpädagogik München (1982; Hg.).
Lehrplan + Materialien für den Unterricht in der Schule für Geistigbehinderte.
München: Hintermair.
Straßmeier, W. (1997). Didaktik für den Unterricht mit geistig behinderten
Schülern. München: Reinhardt.
Verlaufsplanung:
Zeit/Phase |
Unterrichtsaktivitäten |
Organisation / Medien |
Kommentar |
|
-
Begrüßung -
Schüler lernen
die Getränkebar kennen |
Stuhlkreis Tuch, aufgebaute Getränkebar |
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Problemstellung ca.
12 Min. |
-
LAA
präsentiert drei Getränkebehälter mit Orangensaft und stellt die Frage „In
welcher Flasche ist genug Saft für alle Schüler?“ -
Schüler
äußern Vermutungen, LAA notiert. -
Schüler
machen Lösungsvorschläge zur Überprüfung. -
Lösung:
Schüler füllen den Inhalt aus den Behältern in Gläser um und kennzeichnen
die Behälter mit der entsprechenden Anzahl ikonisch dargestellter Gläser. |
Stuhlkreis Getränkebar, Gläser, mehrere
verschiedene Flaschen und Behälter mit Orangensaft, ikonische Darstellung
von gefüllten Gläsern, Protokollblatt |
|
|
Anwendung ca.
18 Min. |
|||
|
Reflexion ca.
10 Min. |
-
Vorstellung
und Vergleich der Ergebnisse. -
Mercutio und
Falstaff wählen eine Flasche in der ausreichend Inhalt für alle Schüler ist. -
Die Schüler
trinken ein Glas Saft in der Getränkebar. |
Elemente des mündlichen Begründungszusammenhangs
Begründung der Auswahl des Zielschwerpunktes der Reihe
Die Schüler arbeiten
im Hauswirtschaftsunterricht schon mit Hohlmaßen, um Mengen an Zutaten in
Backrezepten zu bestimmen. Hohlmaße wurden bisher noch nicht näher
thematisiert wurden.
Die Schüler haben
noch keine konkreten Mengenvorstellung über das Volumen von Getränken in
verschiedenen Getränkebehältern angeht, bzw. machen sich über den Umfang von
Volumen noch keine gezielten Gedanken. Bei einigen der Schüler ist die Volumenkonstanz
nicht sicher vorhanden.
Inhalt der Stunde
Der
Getränkestand bietet für die Schüler einen Rahmen, den sie einordnen können und
der ihnen in ihrer Lebenswelt schon begegnet ist. Die Tätigkeit, ein Glas Saft
oder Cola trinken zu gehen ist ihnen ebenfalls bekannt. Vereinzelt laden sie
sich im Schülercafe dazu ein.
Die
Problemstellung der Stunde lautet: „Herausfinden, in welchen Flaschen genug
Flüssigkeit ist, damit alle sechs Schüler ein volles Glas mit Getränken
bekommen.“ Dafür werden den Schülern drei verschiedene Behälter mit Orangensaft
präsentiert zu denen sie zuerst Vermutungen äussern sollen.
Anschliessend
machen die Schüler Lösungsvorschläge und probieren sie aus. Als Lösung sollen
sie den Inhalt nach und nach in Gläser gießen und zählen, wie viele volle
Gläser sich einschenken ließen. Abschliessend treffen sie eine Entscheidung, ob
ausreichend Gläser ausgeschenkt wurden, was dann der Fall ist, wenn die Anzahl
der Gläser sechs ist.
Die
Schüler verwenden zum Messen gleich große Gläser (standardisierte Alltagsmaße).
Die für Maßeinheiten notwendige Normierung wird in der Stunde noch nicht
thematisiert.
Das
Zurückschütten der Flüssigkeit geschieht einerseits aus dem ökonomischen Aspekt
des Platzsparens und vor allem als Verdeutlichung der Volumenkonstanz, was
besonders für die Schüler Mercutio und Falstaff von Bedeutung ist. An den Flaschen
kann die Volumenkonstanz gut nachvollzogen werden.
Intention der Stunde
Da
es sich bei der Stunde um die Einführungsstunde handelt, liegen die Intentionen
darauf, daß die Schüler erste bewusste Erfahrungen mit dem Abmessen von Volumen
mit Hilfe von Alltagsmaßen machen. Sie ist somit grundlegend für den weiteren
Verlauf der Reihe.
Verwendete Methoden
Im
Stuhlkreis ist das gemeinsame Kennenlernen der Getränkebar gewährleistet, gewissen
Aufmerksamkeitsdefiziten kann entgegengewirkt werden. Die Schüler bekommen
Gelegenheit sich zu dem neuen Lernumfeld zu äußern.
In
der anschliessenden Phase der Problemstellung sollen die Schüler Lösungsvorschläge
machen, in Ansätzen diskutieren und ausprobieren. Dies geschieht in der
gesamten Gruppe, um so ein breiteres Spektrum möglicher Vorschläge zu erlangen.
An dieser Stelle stehen vor allem die stärkeren Schüler Romeo, Horatio und Julia
im Vordergrund. Mercutio und Falstaff sollen bei der Umsetzung der Vorschläge
helfen, wenn sie keine eigenen machen können.
In
der Phase der Erprobung untersuchen die Schüler in Dreiergruppen weitere Behälter
und dokumentieren ihr Ergebnis auf die kennengelernte Weise. Gruppe 2 besteht
aus Romeo, Mercutio und Falstaff. Romeo soll hier Kontrollfunktion ausüben und
so verhindern, dass durch übereilte Arbeit (Mercutio) falsche Ergebnisse bei
der Dokumentation entstehen. Die Gruppenarbeit bietet Gelegenheit, dass sich
alle Gruppenmitglieder in den Messprozess einbringen können.
In
der abschliessenden Reflexionsphase wird noch einmal die zugrundeliegende
Problemstellung aktualisiert und die Schüler identifizieren anhand ihrer
Untersuchungen die Flaschen, deren Volumen ausreicht, um sechs Gläser zu
füllen.
Verwendete Medien
Bei
der Auswahl der Medien wurde darauf geachtet, dass sie der Lebenswelt der
Schüler entstammen. Die Flüssigkeitsmengen bewegen sich dabei von 0,33 l bis
hin zu 1 l. Die als Alltagsmasse verwendeten Gläser wurden so ausgewählt, dass
sich ein Liter auf sechs Gläser verteilt, was genau der Anzahl der im Idealfall
anwesenden Schüler entspricht.
Teilweise
sind die Flaschen nicht mehr mit den ursprünglichen Getränken sondern mit
Wasser gefüllt, was vor allem ökonomische Gründe hat – aber in Anbetracht der
Abstraktionsfähigkeit der Schüler in der Klasse M3 durchaus als vertretbar
erscheint.
Intention und Aufbau der Reihe
Innerhalb
der Reihe soll den Schülern das Abmessen von Volumen mit Hilfe von Alltagsmaßen
vermittelt werden, was durch Handlungseinheiten erreicht werden soll, die das
Thema unter zunehmend komplexeren Problemstellungen behandeln.
Eingangs
steht das bloße Abmessen von Volumen nach einer bestimmten Problemstellung
(z.B. die Flasche mit dem meisten Inhalt finden), später kommen Aspekte der
Normierung von Masseinheiten hinzu, die Übertragung von Standardeinheiten auf
ein größeres Messgefäss und die Fähigkeit, vorher festgelegte Volumen abzumessen.
Neben
dem eigentlichen Zielschwerpunkt hat auch die Festigung der Vorstellung von der
Volumenkonstanz bei Mercutio und Falstaff eine gewisse Bedeutung, die im Rahmen
der Umschüttvorgänge gesichert werden soll. Für Hamlet bieten sich in der Reihe
Gelegenheiten zur Verbesserung der Auge-Hand-Koordination durch das Üben von
Einschüttvorgängen.
Im
Anschluss an die aktuelle Reihe steht im selben Themenbereich die Einführung
standardisierter Hohlmaße (1 Liter).
Grundlagen für den mündlichen Begründungszusammenhang
Begründung der Auswahl des Zielschwerpunktes
-
Schüler gehen schon
mit Hohlmaßen um, ohne diese bisher konkret thematisiert zu haben
-
Die Schüler haben
noch keine konkreten Mengenvorstellung über das Volumen von Getränken in
verschiedenen Getränkebehältern
-
Volumenkonstanz
nicht bei allen Schülern sicher vorhanden
Inhalt und Intentionen der Stunde
Inhalt
-
Getränkestand bietet
bekannten Rahmen
-
Lösen der
Problemstellung „In welchen Flaschen ist genug Inhalt, damit alle ein volles
Glas bekommen?“
-
Schüler sollen
selbständig Lösungsvorschläge machen und ausprobieren
-
Abmessen des Inhalts
eines Behältnisses mit Hilfe von Alltagsmassen (Gläser)
-
Dokumentieren der
Lösung
-
Verdeutlichung der
Volumenkonstanz durch das Zurückschütten als weiterer, wenn auch
untergeordneter Aspekt
Intention
-
Einführungsstunde:
Schüler sollen erste bewusste Erfahrungen mit dem Abmessen von Volumen mit
Hilfe von Alltagsmaßen machen
Methoden und Medien
Methoden
-
Gemeinsames Kennenlernen
des neuen Lerngegenstandes im Stuhlkreis
-
Problemstellung:
Schüler sollen Lösungsvorschläge machen, ansatzweise diskutieren und
ausprobieren
-
Starke Schüler
liefern hier Anregungen für schwächerer Schüler, die durch Ausführen der
Vorschläge in dieser Phase eingebunden werden
-
Gruppenarbeit bietet
die Möglichkeit, dass alle Schüler den Meßprozeß im überschaubaren Rahmen
nachvollziehen können
-
In Gruppe 2 übernimmt
Romeo Kontrollfunktionen
-
Die Reflexionsphase
dient der Aktualisierung der Problemstellung und dem Rückgriff auf die
Ergebnisse bei der Auswahl eines Getränkes
Medien
-
Sämtliche Medien
entstammen der Lebenswelt der Schüler
-
Die Volumen der
Getränkebehälter variieren zwischen 0,33 und 1
-
Die als Alltagsmaße
verwendeten Gläser wurden in ihrem Fassungsvermögen so gewählt, dass sechs
Gläser zusammen einen Liter fassen
-
Teilweise sind die
Flaschen und Behälter mit Wasser gefüllt
Intention und Aufbau der Reihe
-
Schüler sollen das
Abmessen von Volumen mit Hilfe von Alltagsmaßen lernen
-
Inhalte: Einfaches Abmessen
von Volumen, Aspekte der Normierung von Maßeinheiten, Übertragung von Standardeinheiten
auf Meßgefässe, Abmessen vorher festgelegter Volumen
-
Weitere Aspekte:
Festigung der Volumenkonstanz (Mercutio & Falstaff), Übung zur Auge-Hand
Koordination (Hamlet)
-
Vorbereitung der
Einführung standardisierter Hohlmaße