Studienseminar
Sonderpädagogik Dortmund
Hauptseminar
Schriftliche Unterrichtsplanung zum 2. Unterrichtsbesuch
Name:
Schule:
Klasse: M 6
Datum:
17.12.1999
Zeit:
10.10 – 10.55 Uhr
Mentor:
Pädag. Unterstützung:
Wir
rollen ein Bild.
Die SchülerInnen sollen ihre individuellen Fähigkeiten im Bereich der Farbwahrnehmung der drei Grundfarben festigen, indem sie in spielerischer Form, Farben zuordnen und diese in einem experimentellen Verfahren („Farbenrollen“) auftragen.
Zielorientierte
Handlungsschritte:
Die
SchülerInnen sollen...
í sich überlegen, in welcher Form eine
Farbaktion mit den bereitgestellten Materialien stattfinden kann
í in Form eines Spiels, Farbkarten
ziehen, die Farbe benennen und die entsprechende Farbe und den passenden Ball
zuordnen
í einem Schüler oder einer Schülerin
ihrer Wahl den Ball zurollen
í sich eventuell eine weitere Variante
des Spiels überlegen oder sich auf einen Vorschlag der LAA einlassen und Farben
in erweiterter Form zuordnen
í ihr Bild betrachten, reflektieren und
dabei auch die Farben benennen
Individuelles
Stundenziel für N.:
N.
soll an der Gemeinschaftsaktion teilnehmen und erfahren, daß ihr Handeln zu
einer Umweltveränderung führt (Bewegung des Balls, Farbe auf dem Malgrund,
Reaktionen der anderen SchülerInnen).
Individuelles
Stundenziel für D.:
Förderung
im vestibulären und taktilen Wahrnehmungsbereich im Aktivraum.
Frau ??? wird mit D. direkt im Anschluß an das Frühstück in den Aktivraum
gehen.
Förderung der visuellen Wahrnehmung im Bereich der Farbwahrnehmung (Farberleben, Farbzuordnung, Farbbenennung) über einen experimentellen Umgang (aleatorische Verfahren) mit den Grundfarben
Der Aufbau der Reihe ist folgendermaßen konzipiert: Zuerst sollen die drei Grundfarben einzeln thematisiert werden. Dabei soll der Bezug zu alltäglichen Gegenständen und dem alltäglichen Vorkommen und den Erscheinungsformen der Farben geschaffen werden. Das gewählte ästhetische Verfahren ist die Assemblage, die in Form von Farbkisten verwirklicht wird. Anschließend soll die Farbe im malerischen Prozeß durch aleatorische Verfahren erfahren werden. Kunst und Alltag werden so miteinander verknüpft. Desweiteren wird der ganzheitliche Aspekt von Unterricht betont, der für diese SchülerInnengruppe sehr wichtig ist, da sowohl im zwei- als auch und dreidimensionalen Bereich gearbeitet wird und der Bezug zum Vorkommen der Farben im alltäglichen Umfeld hergestellt wird.
Zu Beginn der Reihe steht der Erlebensaspekt im Vordergrund, in den späteren Stunden kommt der kognitive Aspekt (Farbzuordnung, Farbbenennung) hinzu.
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Thema der
Stunde |
Förderschwerpunkt der Stunde: Die
SchülerInnen sollen ihre individuellen Fähigkeiten im Bereich des
Farberlebens und der Farbwahrnehmung.... |
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1. |
Wir machen mit der Nachbarklasse eine
rote Ausstellung und veranstalten ein gemeinsames „Rotes Frühstück“ |
aktualisieren, indem sie im Rahmen eines kleinen Stationsverfahrens (klassenübergreifend) auf zwei Weisen (Großformatiges Malen mit Händen zur Musik/ Papierschöpfen) mit der Farbe Rot experimentieren und mit ihren Produkten den Flur gestalten. Anschließend
können sie die Farbe im alltäglichen gegenständlichen Bereich wahrnehmen. |
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2. |
Wir stellen Farbkisten her, unsere
erste ist rot! |
vertiefen,
indem sie rote Gegenstände suchen und in der Kiste zusammenbringen
(Assemblage). |
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3. |
Wir machen eine „Blaukiste“. |
aktualisieren,
indem sie Gegenstände und Abbildungen in verschiedenen Farbtönen der
Grundfarbe Blau im Klassenzimmer suchen und in einer Kiste zusammenbringen
und diese damit gestalten |
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4. |
Wir experimentieren mit der Farbe
Blau |
vertiefen,
indem sie mittels eines aleatorischen Verfahrens mit der Farbe Blau in verschiedenen
dargebotenen Farbtönen experimentieren |
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5. |
Wir füllen die „Gelbkiste“ |
aktualisieren,
indem sie gelbe Gegenstände (z. T. auch in der Natur) sammeln und zusammentragen. |
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6. |
Gelb wie die Sonne |
vertiefen,
indem sie mit einem weiteren aleatorischen Verfahren (Drehscheibenaktion)
Gelb bewußt erleben und wahrnehmen. |
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7. |
Wir besuchen die Ausstellung „Gelbe
Bilder“ von Markus Baldegger in Siegen. |
vertiefen,
indem sie die Farbe Gelb auf den Bildern und in den Assemblagen des Künstlers
wahrnehmen |
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8. |
Wir schaukeln ein Bild (2 Gruppen im Wechsel) |
vertiefen, indem sie mit den drei Grundfarben experimentieren (Schaukelaktion) |
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9. |
Wir experimentieren mit den
Grundfarben auf der Drehscheibe. |
vertiefen,
indem sie mit den drei Grundfarben experimentieren (Drehscheibenaktion) |
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10. |
Wir rollen ein Bild |
festigen, indem sie in spielerischer Form Farben zuordnen und diese in einem experimentellen Verfahren („Farbenrollen“) auftragen. |
Anmerkungen
zur Klassensituation
Aufgrund
der Wetterlage ist es möglich, daß einige SchülerInnen nicht anwesend sein
werden. Dies wirkt sich auf die Unterrichtsstunde aus. Sollten die SchülerInnen
nicht anwesend sein, die sich verbal gut äußern können und selbst Spielideen
entwickeln können (A., J.), wird die LAA Vorschläge einbringen.
S. befindet sich aus bisher ungeklärten
Gründen in einer äußerst schwierigen Situation. Sie wirkt zutiefst unglücklich
und beunruhigt, zeigt ungewöhnliche Verhaltensweisen und weint sehr viel.
Gespräche mit ihr und ihren Eltern haben bislang noch keine Erklärungen geben
können. Es kann sein, daß S. gedanklich abwesend und sehr passiv ist. Es kann
auch sein, daß sie nicht zum Mitmachen zu bewegen ist. Sollte sie nicht in der
Lage sein, sich zu konzentrieren, kann sie am Spiel mit mehr Unterstützung von
der LAA oder der Fachlehrerin teilnehmen.
In
den letzten Tagen hat sich die Situation weiter zugespitzt. S. weint noch mehr
und zeigt auch Wut- und Trotzausbrüche, was sie bisher nie getan hat. Sie
weigerte sich, am Unterricht teilzunehmen und sich an bestimmte Regeln zu
halten.
Sollte
es für S. nicht möglich sein, am Unterricht teilzunehmen, wird die Fachlehrerin
mit ihr aus der Klasse gehen.
D. ist erst seit kurzer Zeit in der
Klasse. D. zeigt starke Verhaltensauffälligkeiten. Ihm fällt es schwer, am
Gruppengeschehen teilzunehmen. Zu Materialien und Gegenständen hat er kaum
Bezug entwickelt. Er nimmt Dinge entweder in den Mund oder wirft sie weg. Er
greift ständig nach Personen, die in seiner Nähe sind und kneift oder beißt
sie. Die gesamte Klasse fürchtet ihn. Deswegen ist seine Teilnahme am
Unterrichtsgeschehen momentan nur zeitweise möglich. Er wird in dieser Stunde
mit der Erzieherin in den Aktivraum gehen und Förderung im vestibulären und
taktilen Bereich erfahren.
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A. |
Farbwahrnehmung: A. kann Farbreize wahrnehmen, Farben
wiedererkennen und sie unterscheiden. Das Benennen von Primärfarben gelingt ihm
mittlerweile relativ sicher. Zu Beginn der Reihe zeigte er dabei noch einige
Unsicherheiten. Alexander kann Farben zuordnen. A. hat große Freude am Umgang mit Farben. A. läßt es zu, Farbe an den Händen zu haben. |
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Spielverhalten: A. kann einfache Spielregeln verstehen und
einhalten. Es fällt ihm schwer, sich an Reihenfolgen zu
halten und abzuwarten. Er zeigt sich in Spielen dominant. A. könnte Ideen für eine Spielvariation
entwickeln. Allerdings zeigt er manchmal Unsicherheiten, wenn fremde Personen
anwesend sind und ist zurückhaltend, was er in gewohnten Situationen nicht
ist. |
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Motorische
Voraussetzungen: A. kann Karten ziehen und auch würfeln. A. kann mit einer Hand nach dem Ball greifen, ihn
in die gewünschte Richtung rollen. |
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® Konsequenzen für sonderpädagogische
Maßnahmen: A. muß manchmal in seiner Tendenz,
seine schwächeren MitschülerInnen zu übergehen (Aufgaben übernehmen zu
wollen, die sie selbst erledigen können oder für sie sprechen) gebremst
werden. Er kann jedoch auf Aufforderung kleine Aufgaben und Hilfestellungen
leisten, was er sehr gerne tut. |
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J. |
Farbwahrnehmung: J. kann Farbreize wahrnehmen, Farben
wiedererkennen und sie unterscheiden. Das Benennen von Primärfarben gelingt ihr sicher. J. kann Farben zuordnen. J. hat große Freude am Umgang mit Farben und keine
Abneigung Farbe an ihren Händen zu haben. J. hat große Begeisterung an allen
Stunden gezeigt, da sie trotz ihrer starken motorischen Einschränkungen aktiv
teilnehmen konnte. Für sie ist die Farbwahrnehmung und die Zuordnung nicht
primäres Förderanliegen, sondern die aktive Teilnahme an den Aktionen und das
resultierende Erfolgserlebnis. |
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Spielverhalten: J. kann einfache Spielregeln verstehen und
einhalten. Es fällt ihr nicht schwer, abzuwarten, bis sie an
der Reihe ist J. kann Ideen für eine Spielvariation entwickeln. |
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Motorische
Voraussetzungen: J. kann mit Handführung Karten ziehen und auch
würfeln. Ohne Hilfsmittel kann sie nicht nach einem Ball
greifen und ihn bewegen. |
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® Konsequenzen für sonderpädagogische
Maßnahmen: J. braucht bei sämtlichen motorischen
Tätigkeiten Unterstützung, z.B. um eine Karte zu ziehen, um den Ball zu
rollen. Für sie wurde eine „Rampe“ gebaut, damit sie an der Aktion teilnehmen
kann. Sie kann den „Hebel“ öffnen und hat somit die Möglichkeit
mitzumachen. |
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N. |
Farbwahrnehmung: N. kann vermutlich Farbreize wahrnehmen, da sie
mit Lachen auf Farbreize reagiert. Inwieweit sie Farben wiedererkennen und sie unterscheiden kann, ist nicht
festzustellen. N. kann sich mit Lauten äußern, die sie sich auf
ihr Wohlergehen beziehen. N. zeigt Freude am Umgang mit Farben. |
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Spielverhalten: N. nimmt mit Freude an Spielen und Aktionen teil.
Sie kann vermutlich den Sinn oder die Regeln eines Spiels kognitiv nicht
erfassen. |
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Motorische
Voraussetzungen: N. braucht in allen Bereichen Unterstützung, so
auch beim Kartenziehen oder Würfeln. Ohne Hilfsmittel kann sie nicht nach
einem Ball greifen und ihn bewegen. |
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® Konsequenzen für sonderpädagogische
Maßnahmen: N. braucht umfassende Unterstützung in
allen Bereichen. Für sie wurde eine „Rampe“ gebaut, damit sie an der Aktion
teilnehmen kann. Sie kann mit Handführung den „Hebel“ öffnen und hat somit
die Möglichkeit, aktiv mitzuwirken. |
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P. |
Farbwahrnehmung: P. kann Farbreize wahrnehmen, Farben
wiedererkennen und sie unterscheiden. Das Benennen von Primärfarben gelingt ihm immer
sicherer. Zu Beginn der Reihe zeigte er dabei noch mehr Unsicherheiten. P. kann relativ sicher Farben zuordnen, allerdings muß er
häufiger dazu aufgefordert werden, genau hinzuschauen und nachzudenken. P. hat große Freude am Umgang mit Farben. P. hat keine Schwierigkeiten, Farbe an den Händen
zu haben. |
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Spielverhalten: P. kann einfache Spielregeln verstehen und
einhalten, allerdings bedarf es dabei häufiger verbaler Unterstützung und
Erinnerung.. Es fällt ihm nicht schwer, abzuwarten, bis er an
der Reihe ist P. hat Schwierigkeiten, eigene Ideen zu
entwickeln. |
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Motorische
Voraussetzungen: P. kann nach einem Ball greifen, ihn in Bewegung
setzen und zu einem anderen Schüler rollen. Allerdings hat er manchmal
Probleme mit der Kraftdosierung, er muß zu mehr Krafteinsatz häufig ermuntert
werden. |
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® Konsequenzen für sonderpädagogische
Maßnahmen: P. braucht Unterstützung bei der
Einhaltung der Spielregeln. Er muß zuweilen zu Aktivitäten angeregt werden. |
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S. |
Farbwahrnehmung: S. kann Farbreize wahrnehmen, Farben wiedererkennen
und sie unterscheiden. Das Benennen von Primärfarben gelingt ihr immer
sicherer. Zu Beginn der Reihe zeigte sie dabei noch mehr Unsicherheiten. S. kann relativ sicher Farben zuordnen. S.. hat große Freude am Umgang mit Farben. S. hat gerne Farbe an ihren Händen. |
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Spielverhalten: S. hat Schwierigkeiten, einfache Spielregeln zu
verstehen und einzuhalten. Sie braucht dabei Unterstützung. Trotzdem nimmt
sie sehr gerne an Spielen teil. Es fällt ihr nicht schwer, abzuwarten, bis sie an
der Reihe ist S. hat Schwierigkeiten, eigene Ideen zu
entwickeln. |
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Motorische
Voraussetzungen: S. kann nach einem Ball greifen, ihn in Bewegung
setzen und zu einem anderen Schüler rollen. Allerdings hat sie große
Wahrnehmungsschwierigkeiten, auch im
räumlichen Bereich. Es wird ihr schwerfallen, den Ball gezielt in die
Richtung eines Schülers zu rollen. |
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® Konsequenzen für sonderpädagogische
Maßnahmen: S.
braucht Unterstützung bei der Abfolge des Spiels. Sie bedarf auch
häufiger Ermunterung zur Aufmerksamkeit. Besonders in der letzten Zeit ist
sie sehr in sich gekehrt (s.o.) |
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S. |
Farbwahrnehmung: S. kann Farbreize wahrnehmen, Farben
wiedererkennen und sie unterscheiden. Er hat Schwierigkeiten bei der Benennung der
Farben, was durch seine Sprachentwicklungsverzögerung mitbedingt ist. Er
bezeichnet alle Farben erstmal als
„bau“. Nach verstärktem Nachfragen benennt er die Farben manchmal
richtig. S. hat noch immer Schwierigkeiten bei der Farbzuordnung. S. hat große Freude am Umgang mit Farben. S. zeigt Zuweilen etwas Scheu, wenn er Farbe an
seinen Händen hat. Meistens kann er sich jedoch darauf einlassen, besonders
wenn ihn die Aktion interessiert. |
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Spielverhalten: S. hat Schwierigkeiten beim Verständnis von
Spielregeln. Es fällt ihm schwer, abzuwarten, bis er an der
Reihe ist Aufgrund seiner Sprachentwicklungsverzögerung kann
er eigene Ideen nicht verbal äußern. |
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Motorische
Voraussetzungen: S. spielt gerne mit Bällen. Er ist geschickt im Umgang mit dem Ball, kann
ihn greifen und zu einem anderen
Schüler rollen. |
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® Konsequenzen für sonderpädagogische
Maßnahmen: S. braucht Unterstützung bei der
Einhaltung der Spielregeln. |
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Phase |
Interaktion |
Sozial-
/ Organisationsform |
Medien |
Didaktisch
– methodischer Kommentar |
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Einstieg |
S. sitzen um
Malgrund LAA präsentiert
nacheinander die Materialien für die Aktion |
L.- Präsentation
mit geringem Sprachanteil Kreis um Malgrund |
í Malkittel í Malgrund
auf Tisch í Farbkärtchen
í Farben
in Bechern (Schultempera gelb, blau, rot) í farbige
Tennisbälle í Abdeckplanen |
í Die
SchülerInnen tragen bereits ihre Malkittel í Die
SchülerInnen sitzen in einer geplanten Sitzordnung so, daß die mobileren
Schüler, ihre MitschülerInnen unterstützen können |
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Erarbeitung |
S. sollen
Überlegungen darüber anstellen, was sie mit den Materialien machen können S. entwickeln
entweder eigene Ideen oder LAA schlägt einfaches Spiel vor, dessen Ablauf sie
erläutert |
S.
– L. Gespräch im Kreis um Malgrund |
í Materialien
s.o. |
í Die
SchülerInnen sollen eigene Überlegungen anstellen. Die LAA wird selbst
Vorschläge machen, wenn die SchülerInnen keine Ideen äußern, was je nach
Klassenzusammensetzung möglich ist. í In
diesem Zusammenhang wird die LAA den Förderschwerpunkt der Stunde ansprechen |
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Aktionsphase
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S. ziehen
abwechselnd Farbkärtchen, suchen die entsprechende Farbe und den
dazugehörenden Ball und rollen ihn über die Platte zu einem anderen Schüler |
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í
Materialien
s. o. í Lappen
und Handtücher í „Rampen“ |
í die
selbstgebauten Rampen sind Hilfsmittel für die motorisch stark
eingeschränkten Schülerinnen J. und N. – so ist es ihnen möglich, sich aktiv an der Aktion zu beteiligen |
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Eventuell: 2.
Aktionsphase |
SchülerInnen
und LAA entwickeln gemeinsam Variationen des Spiels |
S. – Aktion S. – L. Gespräch Kreis um Malgrund |
í Materialien
s.o. í weitere
Farbkärtchen |
í Die
SchülerInnen werden eventuell während der Aktion Ideen zur Veränderung des
Spiels einbringen, darauf soll eingegangen werden |
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Reflektion |
S.
waschen sich schnell die Hände Gemeinsames
Betrachten des erstellten Werkes |
Kreis um Werk an
der Tafel L.
– S. Gespräch |
Erstelltes Bild |
í Das
Betrachten des eigenen Werkes ist auch wichtig, um das Selbstbewußtsein der
SchülerInnen zu fördern. |
BRÜGEL,
Eberhard: Praxis Kunst. Zufallsverfahren. Hannover 1996
GRÜNEISL,
Gerd: Kunst und Krempel. Münster 1998
KULTUSMINISTERIUM
NRW: Richtlinien und Lehrpläne für die Schule für Geistigbehinderte. Düsseldorf
1996
KULTUSMINISTERIUM
NRW: Richtlinien und Hinweise für die Förderung schwerstbehinderter Schüler.
Düsseldorf 1985
RICHTER,
Hans-Günther: Pädagogische Kunsttherapie. Düsseldorf 1984
SINNHUBER,
Helga: Optische Wahrnehmung und Handgeschick. Dortmund 1983
STAATSINSTITUT
für Schulpädagogik München: Lehrplan und Materialien für den Unterricht in der
Schule für geistig Behinderte. München 1982
THEILEN,
Ulrike: Mach doch mit! Lebendiges Lernen mit schwerstbehinderten Kindern. München
1999
THEUNISSEN, Georg (Hrsg.): Kunst, ästhetische Praxis und
geistige Behinderung.
Bad Heilbrunn 1997
ZIMMER,
Renate: Handbuch der Sinneswahrnehmung. Freiburg 1995