Schriftliche Planung einer Unterrichtsprobe (gem. OVP § 59,5)

vorgelegt zur unterrichtspraktischen Prüfung

im Rahmen der 2. Staatsprüfung

für das Lehramt für Sonderpädagogik und für die Sekundarstufe 1

 

 

Dienstag, den 25. Juni 2002

 

Name der LAA:          

 

Ausbildungsschule:      

Ausbildungslehrerin:    

Fachrichtung:         Sondererziehung und Rehabilitation der Erziehungsschwierigen

Fach:                           Biologie        

Klasse:                        6/7 (7 Jungen)

 

 

Thema:                  Spinnen, wirklich ekelig oder doch interessant?
Wir schauen heute genauer hin!

 

 

Reihe:                          Die Welt der kleinen Krabbeltiere!

Eine Unterrichtsreihe zum Thema Gliederfüßer

 

 

 

 

 

Zeit:                               8.40 – 9.25

Prüfungsausschuss (gem. OVP § 57,3)

 

1        Aufbau der Unterrichtsreihe

 

1.1  Thema der Unterrichtsreihe

Die Welt der kleinen Krabbeltiere!

Eine Unterrichtsreihe zum Thema Gliederfüßer

 

1.2  Ziel der Unterrichtsreihe

Die Schüler erhalten die Möglichkeit, Kenntnisse über Gliederfüßer und deren spezielle Lebensweise zu erlangen, sowie Angst und Ekel (am Beispiel Spinnentiere) abzubauen

 

1.3  Bestimmung des Förderschwerpunktes der Unterrichtsreihe

Förderbereich:           Sozial-emotionaler Bereich

Förderschwerpunkt:   Förderung des Gruppengefühls- und erlebens, insbesondere der Erlebnisgemeinschaft, durch gemeinsame und vielfältige Aktivitäten zum Thema Gliedertiere

1.4  Begründung

Der Förderschwerpunkt ergab sich aus der aktuellen Gruppensituation, die sich nach den Osterferien durch Schülerwechsel und individuellen Lebenskrisen extrem instabil darstellte. Die Anbindung dieses Förderschwerpunktes an das Fach Biologie bot sich an, da seitens der Schüler ein großes Interesse bestand.

 

1.5  Struktur der Unterrichtsreihe

UE

Thema der Unterrichtsstunde

Fach- und Förderziel

1. UE

Wir machen eine Insekten-safari!

 

- Einführung der Reihe

- Unterrichtsgang in den Park

Fachziel: die Sch erhalten die Möglichkeit, nach der thematischen Einführung der Reihe (Merkmale von Gliedertieren) das Thema zu erweitern, hierbei stehen das Suchen, Betrachten und Einordnen der Gliedertiere im Vordergrund

Förderziel: Anbahnung der Erlebnisgemeinschaft insbesondere des Gruppengefühls, indem die Schüler gemeinsam einen Unterrichtsgang erleben und zusammen an einem Thema arbeiten.

2. UE

Insekten – nützlich oder schädlich ?

 

- Gestaltung einer Talkshow mit Videoaufnahme

Fachziel: Die Schüler erhalten die Gelegenheit, sich mit Nützlingen und Schädlingen auseinander zu setzen

Förderziel: Förderung des Gruppengefühls, indem die Schüler sich als einen wichtigen Teil der Gruppe erleben und an der Produktion beteiligt sind

3. UE

Spinnen – elegante Jäger auf  acht Beinen!

 

- Erstellung eines Klassenplakates

 

Fachziel: Die Schüler erhalten die Möglichkeit, Kenntnisse über Spinnen und deren Jagdmethoden zu erlangen

Förderziel: Anbahnung der Erlebnisgemeinschaft, insbesondere an etwas gemeinsam arbeiten, indem die Schüler ein gemeinsames Wandplakat gestalten

4. UE

Spinnen, wirklich ekelig oder doch interessant? Wir schauen heute genauer hin!

 

- Weiterführung und Vollendung des Klassenplakates

Fachziel: Die Schüler erhalten die Gelegenheit sich mit einem Spinnentier intensiver zu beschäftigen, sowie Informationen über andere Spinnentiere (über die Präsentation) zu erlangen

Förderziel: Förderung der Erlebnisgemeinschaft, insbesondere an einem gemeinsamen Produkt weiter arbeiten, indem jeder Schüler seinen Teil zum Ganzen beiträgt

5. UE

Expedition ins Reich der Spinnen! Teil 1

 

- Inhalt des U-Ganges und  

   Fragenformulierung mit dem   

   Clusterverfahren

Fachziel: Die Schüler erhalten die Gelegenheit, einen Unterrichtsgang vorzubereiten, indem jeder Schüler seine Wünsche und Fragen mit einbringt

Förderziel: Förderung der Erlebnisgemeinschaft, hierbei des Gruppenzusammenhaltes, durch die gemeinsame Gestaltung des Unterrichtsganges

6. UE

Expedition ins Reich der Spinnen! Teil 2

 

- Unterrichtsgang Terrarium

- Fachkundige Führung

Fachziel: Die Schüler haben die Möglichkeit, weitere Spinnen kennen zu lernen und ihr erworbenes Wissen zu erweitern

Förderziel: Festigung des Gruppenerlebens - die Schüler erhalten die Gelegenheit gemeinsam eine Führung zu erleben

7. UE

Das war ein Erlebnis im Terrarium!

 

- schriftliche Reflexion

- Dokumentation der Exkursion 

  durch eine Foto-Text-Collage

Fachziel: Die Schüler erhalten die Gelegenheit, den Unterrichtsgang zu reflektieren durch Sprechen/Schreiben/Zeichnen

Förderziel: Festigung des Gruppenerlebens –

insbesondere durch die Anregung zum Austausch, Nachfühlen und Verarbeiten der Erlebnisse und Gefühle

 

2 Struktur der Unterrichtsstunde

 

2.1 Thema der Unterrichtsstunde

Spinnen, wirklich ekelig oder doch interessant? Wir schauen heute genauer hin!

Weiterführung und Vollendung des Klassenplakates

 

2.2 Fachziel der Unterrichtsstunde

Die Schüler erhalten die Gelegenheit sich mit einem Spinnentier intensiver zu beschäftigen, sowie Informationen über andere Spinnentiere (über die Präsentation) zu erlangen

 

2.3 Förderziel der Unterrichtsstunde

Förderung der Erlebnisgemeinschaft, insbesondere an einem gemeinsamen Produkt weiter arbeiten, indem jeder Schüler seinen Teil zum Ganzen beiträgt

 


2.4 Verlaufsplanung

 

Phase

Zeit

Schüler/Lehrerinteraktion

Medien

Sozial- und Organisationsform

Didaktisch/methodischer Kommentar

Begrüßung und Klärung des Stundenab-laufes

Ca. 5 min

Begrüßung der S

Vorstellung des Besuches

LAA gibt Stundenthema und Überblick über den Stundenablauf, unterstützt durch das Plakat von letzter Woche

Tafel

Plakat an der Tafel

S sitzen an ihren Tischen

Lehrervortrag

Frontalu.

S erfahren Grund des Besuches

Transparenz/Sicherheit durch vorgegebene Struktur

Verlaufsskizze an der Tafel ist den S bekannt

Aufmerksamkeit wird auf die Tafel gerichtet

Plakat dient zur Erinnerung und zur Motivation zur weiteren Herstellung

Einstieg

12 min

S gehen sich zum Gruppentisch

LAA zeigt mitgebrachte Objekte

S betrachten diese und tauschen sich aus

LAA integriert anschließend das Stundenthema in das Gespräch

Objekte: 2 Spinnenhäute

Evtl. Lupengläser

S sitzen am Gruppentisch

Gesamtgruppe

L-S-Gespräch

Frontalu.

Wechsel des Platzes bringt Bewegung in die Gruppe

visuelles Hilfsmittel dient zum Einstieg und zur Aktivierung der S

das betrachten der Spinnenhäute löst möglicherweise viele Emotionen aus

der Austausch (Vorkenntnisse, Erlebnisse, Eindrücke) der S steht im Vordergrund

Arbeitsphase

13 min

S erhalten Arbeitsauftrag

LAA zeigt die AB und weist auf das anschließende gemeinsame Zusammenführen auf dem Plakat hin

S erhalten die Möglichkeit, Fragen zu stellen

 

 

S begeben sich an ihre Plätze

LAA verteilt AB

LAA steht als Hilfestellung zur Verfügung, schaut vor allem auf D. und dessen Arbeit

LAA hängt das Plakat an die Pinnwand

2 Arbeitsblätter (Steckbrief und Textinformation)

 

 

 

 

 

 

Wie oben

Gruppentisch

Gesamtgruppe

Lehrervortrag

 

 

 

 

 

 

S sitzen an ihren Tischen

Einzelarbeit

 

 

Durch das Zeigen des AB erhalten S eine Vorstellung über ihren Auftrag

S erkennen möglicherweise ein Teil einer Spinne auf dem AB und stellen eine Verbindung zu den anderen AB´s  her

Die Form des AB´s dient zur Motivation und Aktivierung

 

 

D. braucht besondere Zuwendung, da er häufig den Arbeitsauftrag nicht erkennt, er erhält ein differenziertes AB (mit fettgedruckten Schlagwörtern)

Arbeiten am Arbeitsplatz ist für die S eine Rückzugsmöglichkeit, um ihre Emotionen zu ordnen, dient aber auch zur Sicherheit und Entspannung (vertrauter Platz)

Textvorlage ist sinnentnehmend dem Steckbrief zugeordnet

Die Leistungsanforderung ist der Klasse angepasst, stark strukturiert

à Es geht vorwiegend um die Zusammenführung des Gesamtergebnisses (Plakat)

falls ein S  nicht schafft, an dem Auftrag teil zu nehmen, darf er ein Bild zum Thema malen  (das Angebot ist den S bekannt)

Abschluss/Präsentation

15 min

S beenden ihre Arbeit

LAA sammelt Ergebnisse ein und bittet S vor die Pinnwand

S erhalten Kriterien für die Präsentation (jedem zuhören, Ergebnis vorstellen und AB auf das Plakat heften)

AB

Plakat

Pinnwand

Stecknadeln

S sitzen vor Pinnwand

Gespräch in der Gesamtgruppe

 

S erhalten die Möglichkeit, ihre Ergebnisse zu präsentieren und bekommen dadurch eine Wertschätzung ihrer Arbeit

Arbeitsergebnisse in der Gruppe vorzulesen und an der Pinnwand abzuheften ist den S bekannt, Ergebnisse vor der Pinnwand vorzutragen ist neu

Das Zusammentragen der Ergebnisse/AB beinhaltet mehrere Aspekte

à Die S erfahren sich als ein Teil vom Ganzen durch die Vorträge

à AB ergeben zusammen ein Gesamtbild auf dem Plakat

à S lernen zusätzlich, sich zu den Arbeiten der anderen zu äußern

Wer es nicht schafft, seine Ergebnis zu präsentieren wird von der LAA individuell unterstützt (LAA trägt AB vor, vom Platz aus vorlesen lassen, ...)

Alternativplanung

S erhalten die Möglichkeit, ein Fragespiel nach vereinfachten Regeln (wie „Spiel des Wissens“)

Zu spielen

Fragekarten

Gruppentisch

Spiel in der Gesamtgruppe

S halten Regeln noch mal fest

Dient zur Entspannung/Erlösung

Unterstützt noch mal die Arbeit in der Gesamtgruppe

 

S à Schüler; LAA à Lehramtsanwärterin; AB à Arbeitsblatt

 

 

 

3 Lern- und Leistungsvoraussetzungen exemplarisch dargestellt an 2 Schülern

 

Geplanter Handlungsschritt

Sachbezogene Voraussetzung

Förderbezogene Voraussetzung

Schülerbe-schreibung S

 

Schülerbe-schreibung D

 

Mögliche Hilfen/Interventionen

 

 

 

Sachbezogen 

förderbezogen

Sachbezogen    

förderbezogen

 

Begrüßung und Klärung

Zuhören und abwarten

Sich sammeln, um mit der Stunde zu beginnen

 

Verknüpfung (wir arbeiten weiter an unserem Plakat) zur letzten Stunde herstellen

Schaut evtl. nicht an die Tafel sondern guckt, wie seine Mitschüler reagieren

Je nach Gruppen-dynamik fällt es ihm schwer, seine Aufmerksamkeit auf mich zu richten

Seine Aufmerksamkeit ist meistens auf mich gerichtet, er bekommt jedoch manchmal Informationen nicht mit

Beteiligt sich meistens nicht am Gruppengeschehen

ist sehr mit sich selbst und seinem Material

S.: werde ihn daran erinnern, dass die Stunde begonnen hat; verweise auf Tafel und Plakat

 

D.: ich bitte ihn gezielt um Aufmerksamkeit, frage evtl. nach, ob er alles verstanden hat

Einstieg

Zuhören und abwarten

Ideen, Eindrücke und Erlebnisse einbringen und formulieren

 

Sich in die Gruppe einbringen

Mut zum offenen Gespräch haben

Die Meinungen und Gefühle der anderen akzeptieren

Hat Interesse am Thema, kann sich gut einbringen

Da sein Onkel Vogelspinnen hat, wird die Spinnenhaut ihn emotional nicht verunsichern

 

Hält sein Wissen vor der Gruppe häufig zurück, um sich nicht zu blamieren

Akzeptiert größtenteils die Aussagen der anderen

 

Ist meist interessiert an meinen mitgebrachten Sachen

Spinnenhaut wird ihn wahrscheinlich emotional berühren

Es fällt ihm schwer, sich im Gruppengespräch zu beteiligen

Lässt sich momentan von der Gruppe leicht provozieren

Wird dann schnell wütend und verliert die Kontrolle

 

S.: biete ihm einen Gesprächsanlass (hat dein Onkel eine Haut?); bestärke ihn, sein Wissen in die Gruppe mit einzubringen

 

D.: ich gehe vorsichtig mit seinem Verhalten gegenüber der Spinnenhaut um und mache ihm deutlich, das es nur eine Haut ist; ich beobachte sein Verhalten und versuche Provokationen der Gruppe zu erkennen/ vermeiden; ich spiegele ihm evtl. die Situation/Provokation

Wenn er wütend wird, schicke ich ihn kurz raus, um sich zu beruhigen, führe ein Gespräch in der Gruppe; anschließend rede ich mit D. und bitte ihn  wieder reinzukommen; ich gehe mit ihm Möglichkeiten der weiteren Arbeit durch

Arbeitsphase

Zuhören beim Arbeitsauftrag

Sinnentnehmen-des Lesen

Leise arbeiten

Verbindung herstellen von dem was erarbeitet werden soll und wie das Ergebnis präsentiert wird

Sich als ein Teil der Gruppe (Gruppenarbeit) sehen

 

Versteht Arbeitsaufträge

Ist häufig unmotiviert

Wird evtl. selber entscheiden, welche Spinne er bearbeitet

 

Arbeitet zügig, aber oberflächlich m.E.

Geht meistens nicht auf meine Verbesserungsvorschläge ein

Ist sehr auf die Reaktionen der Gruppe fixiert

à Beobachtet Mitschüler und deren Aktivitäten

Versteht häufig den Arbeitsauftrag nicht

Ist meistens motiviert bei Einzelarbeit

Auch in dieser Phase sucht D. vielleicht einen Anlass, um sich provozieren zu lassen

S.: ich ignoriere seine Kommentare; gebe ihm Zeit, mit der Arbeit zu beginnen;  behalte ihn im Auge; ich schaue gezielt auf sein Arbeiten, biete ihm Hilfe zur Verbesserung an

 

D.: ich erkläre ihm noch mal den Arbeitsauftrag; Differenziertes AB à die Antworten im Text für den Steckbrief sind fettgedruckt; bei Konflikten verhalte ich mich wie oben

Abschluss/Präsentation

Zuhören

Abwarten

Ergebnis vorlesen

Zuordnung auf dem Plakat

 

Sich trauen, das Ergebnis zu präsentieren

Sensibel mit Beiträgen der anderen umgehen können

Sich als wichtigen Teil der Gruppe erkennen

à AB zusammen puzzeln

Ein weiterer Platz-wechsel könnte für ihn zuviel sein

Fällt ihm schwer, sich noch mal mit dem AB zu beschäftigen

Es wird ihm möglicherweise schwer fallen, sein Ergebnis vorzustellen, bleibt vielleicht auf dem Stuhl sitzen

Wird sich in der Gruppe zurückhalten, zunächst zuschauen

Hat Angst, sich in der Gruppe bloß zu stellen

Wird vielleicht zu einem schnellen Ende drängen

Traut sich vielleicht nicht, sein AB vorzutragen;

Wird sich in der Gruppe zurück-halten, zunächst zuschauen

S.: ich motiviere ihn, zum letzten Wechsel doch noch  mitzukommen; ich beziehe ihn erst später mit ein, wenn ich merke, dass er sicherer ist; biete ihm immer die Gelegenheit, einzusteigen; Verstärke kleinstes pos. Verhalten; sage ihm, dass er einen guten Beitrag als Teil der Gruppe leisten kann

 

D.: ich bitte D., sich auf einen äußeren Stuhl zu setzen (nicht zwischen seine Mitschüler); ich achte darauf, dass er nicht als letzter vorträgt; ich  bestärke ihn, zu präsentieren oder biete ihm die Möglichkeit, das ich für ihn vortrage, er aber das AB an die Pinnwand hängt

 

 

 

4 Entflechtung und Vernetzung



Literatur

 

Meyer, H.: Unterrichtsmethoden II: Praxisband. Berlin 1987

 

Staeck, L.: Zeitgemäßer Biologieunterricht. Eine Didaktik. Berlin 1995

 

Schnieper, C.; Meier, M.: Spinnen: Fallensteller im seidenen Netz. Luzern 1986

 

Zucchi, H.; Balkenhol, B. (Hrsg.): Unterricht Biologie: Spinnentiere. Heft 196/1994

 

Ledl, V.: Kinder beobachten und fördern. Wien 1994

 

Hillenbrand, C.: Didaktik bei Unterrichts- und Verhaltensstörungen. München 1999

 

Berndt-Schmidt, K.: Diehm, R.; Lackmann, R.; Müller, P.: Sonderpädagogischer Förderbedarf, Förderbereiche, Förderschwerpunkte. Aus: Zeitschrift für Sonderpädagogik 7/95

 

Reiser, H.; Lotz, W.: Themenzentrierte Interaktion als Pädagogik. Mainz 1995

 

Gudjons, H.: Handlungsorientiert lehren und lernen: Schüleraktivierung – Selbsttätigkeit – Projektarbeit. Bad Heilbrunn 2001

 

Bleidick, U.: Individualpsychologische Zugänge zur schulischen Arbeit bei Kindern und Jugendlichen mit Verhaltensstörungen. In: Handbuch der Sonderpädagogik Band 6. Berlin 1989

 

Pütter, I.: Gruppenorientierte Verfahren in der Arbeit mit Verhaltensgestörten Schülern. In: Handbuch der Sonderpädagogik Band 6. Berlin 1989

 

Landesinstitut für Schule und Weiterbildung (Hrsg.): Lernwege entdecken: Entwicklungsförderung in Grund- und Sonderschulen. Soest 1996

 

Ministerium für Schule und Weiterbildung, Wissenschaft und Forschung des Landes NW (Hrsg.): Richtlinien für die Schule für Erziehungshilfe (Sonderschule), Frechen (1978) 1999

 

Ministerium für Schule und Weiterbildung, Wissenschaft und Forschung des Landes NW (Hrsg.): Richtlinien für die Hauptschule; Lernbereich Naturwissenschaften - Biologie, Frechen 1989

 

Schaub, H.; Zenke, K.: Wörterbuch Pädagogik. München 2000

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anlage

 

Spinnensteckbrief

Der Name meiner Spinne lautet …

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Besondere Merkmale dieser Spinne sind …

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Die Spinne lebt ca. …

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Ihr Körper wird ca. …

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Die Körperfarbe der Spinne ist häufig …

__________________________________

Sie kommt vor in Ländern wie 

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Ihre Lieblingsspeise ist …

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Besondere Feinde sind …

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Für den Beutefang braucht sie (ein / kein Netz)

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Unterschrift des Experten

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Die Kreuzspinne

Die Kreuzspinne hat ihren Namen wegen einer hellen Kreuzzeichnung auf dem Rücken. Das Kreuz auf dem Rücken ist ihr besonderes Merkmal.

 

Die Kreuzspinne lebt nur ein Jahr. Im Winter, wenn es kalt wird, stirbt sie. Vorher hat sie jedoch ihre Eier abgelegt, die den Winter aushalten, weil sie gut eingewebt sind.

 

Ihr Körper wird etwas 1,5 cm groß, damit ist sie eine der größten Spinnen in unserer Umgebung.

Sie hat einen schwarzen Körper.

 

Die Kreuzspinne frisst vor allem Fliegen und Schnaken.

Ihre größten Feinde sind Vögel und Fledermäuse.

Die Kreuzspinne „hört“ mit ihren Beinen. Sie kann mit ihren Hörhaaren die Luftbewegungen eines fliegenden Insektes spüren.

 

Die Spinne baut für den Beutefang ein Spinnennetz, dafür braucht sie ca. 30 Minuten. Die Fäden ihres Spinnennetzes sind insgesamt ca. 20 m lang, also so lang wie eine Schwimmbahn.

 

                                               Gartenkreuzspinne | Araneus diadematus | 09.10.1998 Mooswald

 

Rotbeinvogelspinne

Die Rotbeinvogelspinne ist wohl die berühmteste Vogelspinne. In Filmen und Berichten werden fast immer diese Vogelspinnen gezeigt.

Ihr besonderes Merkmal ist die Körpergröße und die starke Behaarung.

 

Viele Vogelspinnen leben bis zu 30 Jahren.

Der Körper kann bis zu 12 cm lang werden. Das ist ungefähr so groß wie eine Hand!

 

Diese Spinne ist schwarz, hat aber rotbraune Flecke auf ihrem Körper.

Sie wird überwiegend in Mexiko gesehen.

Sie frisst Insekten, kann aber auch kleine Vögel oder Mäuse zu sich nehmen.

 

Man nennt diese Spinne auch Bombardierspinne. Wird sie von einem Feind, wie die Schlange oder Tausendfüssler,  in die Enge getrieben, wendet sie ihren Hinterleib dem Angreifer zu, hebt ihn in die Höhe und bürstet mit einem Bein dem Angreifer Brennhaare entgegen. Diese Haare verursachen einen Juckreiz und der Angreifer flüchtet.

 

Für den Beutefang braucht sie kein Netz.

                                           

 

 

                                          

 

 

 

 

 

 

Zitterspinne

 

Zitterspinnen haben ein besonderes Merkmal: ihr kleiner Körper und lange, dünne Beine.

Sie kann bis zu 3 Jahre alt werden.

Ihr Körper wird ca. 1,5 cm groß.

 

Ihr Körper ist grau oder braun mit hellen Beinen.

Zitterspinnen leben auch in Deutschland und hier meistens in Häusern.

 

Viele Insekten verfangen sich im Netz an der Zimmerdecke und werden irgendwann gefressen. Sie braucht das Netz für den Beutefang. Sie frisst Mücken und Fliegen, die manchmal viel größer sind!

 

Weil die Zitterspinne im Haus lebt, ist der Mensch ihr größter Feind.

 

 

Wenn die Zitterspinne durch anpusten oder antippen beunruhigt wird, bringt sie das Netz zum Schwingen, sodass ihre Umrisse verschwimmen und die Spinne fast unsichtbar wird.

 

                                                           

 

 

Tarantel

Die Tarantel gehört zur Familie der Wolfsspinnen.

Ein besonderes Merkmal ist, dass sie sehr gut sehen kann, denn sie besitzt 4 große und vier kleine Augen.

 

Sie lebt zwischen 6 und 8 Jahren.

Der Körper kann bis zu 4 cm groß werden.

 

Ihr Körper ist meistens grau oder braun, die Beine sind häufig schwarz-weiß gestreift.

 

In Tarent, einer Stadt in Italien wurde sie als erstes gesehen. Ihr Name Tarantel wurde davon abgeleitet. In Italien, lebt sie also demnach.

Sie fressen Insekten, wie Mücken oder Fliegen. 

 

Vögel sind hauptsächlich Feinde für sie.

Taranteln bauen kein Netz, sondern schleichen sich an ihre Opfer ran.

 

 

                                               

 

 

 

 

Krabbenspinne

 

Ein besonderes Merkmal der Krabbenspinne ist ihr Tarnkleid, denn wenn sie in einer Blüte sitzt, kann man sie kaum erkennen. Manche Krabbenspinnen können sogar ihre Farbe wechseln.

 

Im Mai legt die Krabbenspinne ihre Eier ab und sobald das letzte Jungtier geschlüpft ist, stirbt sie. Sie lebt nur 1 Jahr.

Sie ist eine kleine Spinne, ihr Körper wird höchstens 1 cm groß, wie ein Fingernagel.

 

Die Spinne lebt überwiegend in südlichen Ländern, wie Italien oder Spanien.

Das ist nicht nur schwierig für ihre Feinde, die Vögel, sondern auch für die Beute.

 

Krabbenspinnen fressen am liebsten Bienen.

Vögel sind Feinde für sie, jedoch haben die Vögel es wegen ihrer guten Tarnung sehr schwer.

 

Sie braucht kein Netz, sondern wartet bis die Beute nah herankommt. Dann schnappt sie zu.

                                               Bereit zur tödlichen Umarmung