Schriftlicher Unterrichtsentwurf
Fachrichtung: Sondererziehung und Rehabilitation der
Körperbehinderten
Lehramtsanwärter:
Schule:
Klasse: Klasse
10
Ausbildungslehrer:
Fachrichtungsleiterin:
Datum: 17.02.00
Zeit: 8.40
- 9.40 Uhr
Zielformulierungen:
Förderschwerpunkt: Die
Schüler sollen im Rahmen der Praktikumsvorbereitung, - durchführung,
nachbereitung und des aktuellen Berufswahlprozesses, berufliche Tätigkeiten,
ihre Anforderungen und die erforderlichen Fähigkeiten zur Bewältigung kennenlernen,
so daß eine realistische Selbsteinschätzung angebahnt wird.
Thema
der
Unterrichtseinheit: Wir
erfahren unsere eigenen Fähigkeiten und bewerten sie!
Förderziel
der
Unterrichtseinheit: Die
Schüler sollen anhand ausgewählter, individueller Tätigkeiten, die
erforderlichen Fähigkeiten zur Bewältigung handlungsorientiert erfahren und reflektieren.
Individuelles
Förderziel
für T.: T.
soll vor dem Hintergrund eines hohen Maßes an Selbstüberschätzung, auf der
Grundlage von ausgewählten, individuellen Tätigkeiten, seine Handlungen und
Handlungsmöglichkeiten reflektieren und wenn möglich diese realistisch beurteilen.
Zielorientierte Handlungsschritte:
|
Einleitungsphase/ Einarbeitungsphase |
·
Schüler erinnern sich der Notwendigkeit,
eigene Fähigkeiten zu bewerten. |
|
Orientierungsphase |
|
|
Erarbeitungsphase 1 |
·
Schüler erarbeiten handlungsorientiert und
möglichst selbstständig einen Auftrag. |
|
Erarbeitungsphase 2 |
·
Schüler erfahren die wichtigsten
Fähigkeiten, die für ihren Auftrag erforderlich sind. ·
Schüler bewerten diese Fähigkeiten. |
|
Reflexionsphase |
·
Schüler berichten von ihren
Arbeitsergebnissen. ·
Schüler reflektieren die Notwendigkeit, eigene
Fähigkeiten mit den geforderten Fähigkeiten zu vergleichen. |
Aufbau
der Unterrichtsreihe:
|
Thema |
|
Förderziel |
|
1.
Unterrichtseinheit: ·
Welche Rolle spielen Fähigkeiten? Welche
Fähigkeiten kennst Du, und wie können wir sie unterscheiden? |
|
·
Die Schüler sollen vor dem Hintergrund der
langfristigen Anbahnung einer realistischen Selbsteinschätzung erkennen, daß
es viele unterschiedliche Fähigkeiten gibt, die für die Berufswahl eine
entscheidende Rolle spielen und Oberbegriffe für entsprechende Fähigkeiten in
einer Fähigkeitstabelle fixieren. |
|
Thema |
|
Förderziel |
|
2.
Unterrichtseinheit: ·
Wie können wir unsere eigenen Fähigkeiten
bewerten? |
|
·
Die Schüler sollen vor dem Hintergrund der
langfristigen Anbahnung einer realistischen Selbsteinschätzung, auf der Grundlage
der Fähigkeitstabelle, eine ihren Vorraussetzungen entsprechende Bewertungsmöglichkeit
für eigene Fähigkeiten erarbeiten. |
|
Thema |
|
Förderziel |
|
3.
Unterrichtseinheit: ·
Wir erfahren unsere eigenen Fähigkeiten
und bewerten sie! |
T. |
·
Die Schüler sollen anhand ausgewählter,
individueller Tätigkeiten, die erforderlichen Fähigkeiten zur Bewältigung
handlungsorientiert erfahren und reflektieren. ·
T. soll vor dem Hintergrund eines hohen
Maßes an Selbstüberschätzung, auf der Grundlage von einer ausgewählten, individuellen
Tätigkeit, seine Handlungen und Handlungsmöglichkeiten reflektieren und wenn
möglich diese realistisch beurteilen. |
Nachfolgende
Unterrichtseinheiten:
In den nachfolgenden Unterrichtseinheiten
übertragen die Schüler die dritte Unterrichtseinheit auf weitere Fähigkeiten,
die im beruflichen Tätigkeitsfeld ihrer Wahl gefordert werden. Ziel ist ein
Fähigkeitsprofil, daß in der Durchführung des Betriebspraktikums eine
Möglichkeit bieten kann, geforderte Fähigkeiten einzuordnen und sich mit seinen
eigenen Fähigkeiten kritisch auseinanderzusetzen.
Verlaufsplanung:
|
Phase |
Interaktion |
Medien |
Soz./Orga. Form |
Kommentar |
|
Einleitungsphase/ Einarbeitungsphase |
· S.
geben anhand des Fahrplans Überblick über Inhalt der Unterrichtsreihe. · LAA
demonstriert Fähigkeitstabelle · S.
geben Auskunft über Förderziel der Unterrichtseinheit |
Fahrplan, Fähigkeitstabelle |
Unterrichts-gespräch |
· Zieltransparenz,
informierender Unterrichtseinstieg · Einordnung
in den Gesamtzusammenhang der Unterrichtsreihe · Veranschaulichung
des Fähigkeitstabelle soll Förderziel deutlich in den Vordergrund stellen. |
|
Orientierungs- und Strukturierungsphase |
· LAA
gibt Überblick über Verlauf und Ziel der Stunde. · LAA
erläutert räumliche Verteilung der Stationen. · S.
gehen zu ihrer Arbeitsstation. |
Tafel, Stationen |
Unterrichts-gespräch, |
· Strukturierung
der Aufgabe (Was, wann, mit welchem Material geschehen soll) · Stationen
sind für jeden Schüler individuell im Hinblick auf Lernvoraussetzungen,
Interessen und das bevorstehende Praktikum ausgerichtet. |
|
Erarbeitungsphase 1 |
· S.
lesen Aufgabenstellung. · S.
ergänzen falls nötig Materialien und Hilfsmittel, die für ihren Auftrag
benötigt werden. · LAA
gibt eventuell S. Impuls, die notwendigen Materialien und die Geräte zu
beschaffen. (ÞS.) · S.
führen Arbeitsauftrag selbständig durch. · LAA
koordiniert eventuell Durchführung im Hinblick des Sicherheitsaspektes
(Werkraum) · LAA
weist auf die Möglichkeit hin, von ihm Hilfe zu · bekommen. · Schüler
kontrollieren Ergebnisse bzw. Teilergebnisse durch Selbstkontrolle. |
Arbeitsblätter,
Materialien und Hilfsmittel |
Einzelarbeit |
· S.
erfahren erforderliche Fähigkeiten handlungsorientiert. · Prinzip
des selbstentdeckenden Lernens · Zurücknahme
der Lehrerrolle · Im
Sinne einer realistischen Selbsteinschätzung besteht für die Schüler die
Möglichkeit, die Auftragsergebnisse selbst zu kontrollieren. |
|
Erarbeitungsphase 2/ Durchführungphase |
· S.
setzen sich zusammen mit Arbeitsergebnissen an den Arbeitstisch im
Gruppenraum. · S.
tragen die erforderlichen Fähigkeiten auf ihr Arbeitsblatt ein und bewerten
diese. · LAA
bittet T., M. M. und eventuell M. B. zu einer gemeinsamen Bewertung an einen
Tisch. |
Arbeitsblätter, Kontrollmöglichkeit |
Einzelarbeit, geleitetes Gruppengespräch |
· Die
Bewertung erfolgt nach Kriterien, die zusammen mit den Schülern in der
vorausgegangenen Unterrichtseinheit erarbeitet wurden. (anhand einer Skala
von A-F plus Möglichkeit der Ergänzung) · Lehrerreduktion
so weit wie möglich (Prinzip der abnehmenden Hilfe, Prinzip der Selbstätigkeit) · Aufgrund
der Lernvoraussetzung im Bereich der realistischen Selbsteinschätzung (Überschätzung
bei T., Deaktivität und Verdrängung bei M. und eventuell M. B.) ist davon auszugehen,
das T., M.M. und M.B. eine Moderation im Sinne einer Strukturierungshilfe benötigen,
um das Förderziel der Stunde zu erreichen. |
|
Reflexions-phase |
· S.
berichten von ihren Arbeitsergebnissen. · S.
beschreiben die Bedeutung dieser Unterrichtseinheit für ihre zukünftige
Situation. · LAA
weist auf nachfolgende Unterrichtseinheiten hin, in denen weitere
Einschätzungen erarbeitet werden. |
Arbeitsblätter |
Unterrichts-gespräch |
· Würdigung
der Arbeitsergebnisse · Förderung
rückschauenden Denkens · Zieltransparenz · Anbahnung
einer realistischen Selbsteinschätzung |
Allgemeine
Lernvoraussetzung der Klasse 10 für die Unterrichtseinheit:
Ein Großteil der Schüler
der Klasse 10 befindet sich in der schwierigen Phase des Übergangs von der
Schule ins Arbeitsleben. Diese Situation ist bei den meisten geprägt von
Unsicherheiten unterschiedlichen Ausmaßes, eine geeignete Wahl für eine
berufliche Tätigkeit zu treffen. Diese Unsicherheit betrifft u.a. die Reflexion
eigener Bedürfnisse und die realistische Vorstellung von dem, was in der
nachschulischen Situation passiert. Auswirkungen diesbezüglich sind je nach
Schüler unterschiedlich. Sie reichen von tendenzieller Überschätzung eigener
Fähigkeiten und Möglichkeiten bis hin zu lethargischem Beharren in der
momentanen Situation, ohne vorrausschauendes Planen und Handeln. Daneben gibt
es auch wenige Schüler, die ihre Fähigkeiten zunehmend realistisch einschätzen
und den Übergang ins Arbeitsleben gemeinsam mit ihren Eltern planen.
In dieser Situation soll
der Schwerpunkt unterrichtlicher Förderung ausgehend von den individuellen
Vorrausetzungen auf die verstärkte Kompetenzerweiterung der Schüler hinsichtlich
der Einschätzung ihrer Fähigkeiten und Möglichkeiten gelegt werden.
Lernvoraussetzungen
in tabellarischer Übersicht:
(Eine Kategorisierung wird als nicht sinnvoll
angesehen, daher gilt: je mehr Quadrate desto weniger Förderbedarf. Zu einer
angemessenen Analyse der Lernvorraussetzungen sollen die nachfolgenden,
ausformulierten Darstellungen herangezogen werden)
|
Schüler Teilkompetenzen |
C. |
M. M. |
M. B. |
J. |
S. |
T. |
R. |
M. |
S. |
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Behinderungsverarbeitung |
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Kenntnisse über
Möglichkeiten und Grenzen |
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## |
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### |
# |
### |
### |
### |
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|
Akzeptanz seiner
Möglichkeiten und Grenzen |
#### |
# |
### |
#### |
#### |
# |
#### |
#### |
# |
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|
Kenntnisse über
kompensatorische Möglichkeiten |
### |
# |
# |
## |
### |
|
#### |
#### |
## |
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|
Einforderung von
kompensatorischen möglichkeiten |
## |
# |
# |
# |
## |
# |
#### |
#### |
# |
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|
Selbsteinschätzung eigener Fähigkeiten |
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|
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|
|
|
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|
Kenntnisse über
Fähigkeiten in Lernbereichen |
#### |
## |
## |
### |
#### |
# |
#### |
#### |
### |
||||||||||||
|
Einschätzung im
Vergleich mit Mitschülern |
### |
## |
## |
### |
#### |
# |
#### |
#### |
## |
||||||||||||
|
Einschätzung im
Vergleich mit beruflich geforderten Fk. |
## |
# |
|
# |
### |
|
## |
## |
|
||||||||||||
|
Selbsteinschätzung von geforderten
Fähigkeiten in einer beruflichen Tätigkeit. |
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|
|
|
|
|
|
|
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|
Kenntnisse über
berufl. geforderte Fähigkeiten |
## |
|
|
# |
### |
# |
## |
## |
|
||||||||||||
|
Antizipation von
Veränderungen/Anforderungen in der nachschulischen Situation |
### |
# |
# |
# |
# |
# |
### |
### |
# |
||||||||||||
|
Reflexionsfähigkeit |
### |
# |
# |
### |
### |
|
#### |
#### |
## |
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Lernvoraussetzung
für die Unterrichtseinheit:
|
Name/Alter |
Richtlinien |
Lernvoraussetzungen |
M.
M.
17 |
HS |
Behinderungsverarbeitung:
M. zeigt in unterrichtl. wie auch im
außerschulischen Bereichen wenig Momente, in denen er sich über seine
Situation äußert. In Aufgabenstellungen, in denen er zu seiner
behinderungsspezifischen Situation angesprochen wird, blockiert er, bzw. kann
er keine Angaben machen. Eine aktive, nach außen sichtbare Auseinandersetzung
mit seiner Behinderung ist nicht gegeben. Seine Kenntnisse über seine Einschränkung
beschränken sich auf den motorischen Bereich (Angewiesen sein auf
E-Rollstuhl, Hilfe in der Pflegesituation). Kognitive Möglichkeiten und
Grenzen, Konzentrationsverlust etc., die sich aus seiner Krankheit ergeben
und in letzter Zeit deutlich beobachtet werden, nimmt er nicht wahr (ÞEltern). Folglich hat er auch nur teilweise eine
Einschätzung über die Konsequenzen seiner Behinderung hinsichtlich seiner
nachschulischen Situation. Er reflektiert beispielsweise detailiert über die
Möglichkeiten an einem anderen Ort als zu Hause zu wohnen, was für ihn jedoch
sehr beängstigend und beinahe unvorstellbar ist. Welche Konsequenzen seine
progrediente Erkrankung im Bereich des Arbeitsverhaltens bzw. seiner
kognitiven Möglichkeiten bedeutet, reflektiert er nicht. M. kann kompensatorische Hilfe einfordern. Dies
beschränkt sich jedoch meist auf den pflegerischen Bereich. Weitere Hilfen
werden oft nicht eingefordert, weil er sich damit nicht auseinandersetzt. Selbsteinschätzung
eigener Fähigkeiten (v.a. berufl. relevanter Bereich) M. kann seine Fähigkeiten in verschiedenen
Lernbereichen teilweise realistisch einschätzen. Im Allgemeinen überschätzt
er sich jedoch, da er meist nur Teilfähigkeiten bewertet und ein
Gesamtüberblick fehlt bzw. Probleme
weniger stark gesehen werden. Selbsteinschätzung
von geforderten Fähigkeiten in einer beruflichen Tätigkeit. M. hat nur vage Vorstellungen über die
Anforderungen in seinem Tätigkeitsfeld. Hier werden von ihm Tätigkeiten, die
er gut kann überbewertet und Fähigkeiten, die er nicht oder zunehmend nicht
kann, unterbewertet. Reflexionsfähigkeit: M. zeigt die Fähigkeit über seine Situation,
seine Fähigkeiten offen zu reflektiern nur sehr begrenzt. Sie beschränkt sich
auf den Bereich seines Pflegebedarfs und die Hilfsbedürftigkeit in seinem
Schulalltag. |
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Klasse |
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10 |
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|
Behinderungsbild |
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Progrediente Muskeldysthropie Typ Dychenne Hilfsmittel: E - Rollstuhl |
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Konsequenzen für das Ziel der
Unterrichtseinheit: |
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|
Für M. wird des v.a. darum gehen, ihn in einem
geleiteten Gespräch mit bisher verdrängten oder ungesehenen Aspekten
hinsichtlich der Selbsteinschätzung eigener Fähigkeiten sanft zu
konfrontieren. |
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Name/Alter |
Richtlinien |
Lernvoraussetzungen |
T.
17 |
Lb/9/10 |
Behinderungsverarbeitung: T. hat sehr gute Kenntnisse über die
Möglichkeiten und Grenzen und Konsequenzen, die im Zusammenhang mit seiner
Dialyse stehen. Trotzdem überschreitet er jedoch häufig die Grenzen seiner
körperlichen Belastbarkeit und übernimmt sich vor allem körperlich, was ihn
zu Frustrationen führt. Seine Schwierigkeiten im Bereich des Sprachentwurfs
und der Wortfindung sind ihm bewußt und er kann dazu Stellung beziehen. Weitere Bereiche, in denen T. Schwierigkeiten
hat, beispielsweise im Bereich der Wahrnehmung, der Handlungsplanung, sind
ihm fast gar nicht bewußt. Hiermit setzt er sich dementsprechend nicht
auseinander. Dies führt zu einer Überschätzung seiner Fähigkeiten, besonders,
wenn ihm eine Beschäftigung viel Spaß macht.(z.B das Werken oder Zeichnen mit
Lineal) Selbsteinschätzung
eigener Fähigkeiten (v.a. berufl. relevanter Bereich): T. hat Kenntnisse über seine Fähgkeiten in den
einzelnen Lernbereichen. Diese Kenntnisse sind jedoch vor allem das Produkt
externer Zuschreibung und erfolgen nicht durch eine bewußte
Selbsteinschätzung. Generell ist bei ihm die Tendenz zu Überschätzung seiner
Fähigkeiten zu beobachten. Mißerfolge werden oft äußeren Bedingungen
zugeschrieben. Diese Überschätzung tritt in zunehmenden Maße im Zusammenhang
mit seinen beruflichen Wünschen auf. Hier verliert T. in einem Gemisch aus Begeisterung,
Überschätzung sowie falsch verstandener Zuschreibungsen eine realistische
Sichtweise seiner Fähigkeiten. Selbsteinschätzung
von geforderten Fähigkeiten in einer beruflichen Tätigkeit. T. hat keine realistischen Kenntnisse über die
Anforderungen in seinem beruflichen Tätigkeitsfeld seiner Wahl. In seinen
bisherigen Praktika hat er Erfahrungen gesammelt, die eine realistische
Einschätzungen der Anforderungen nicht gefördert haben. Hier hat er
nur Anforderungen erfahren, die seinen Möglichkeiten angepasst wurden. Seine
Schlußfolgerung war: er kann eine Schreinerlehre absolvieren. T. hat
sicherlich Kenntnisse über einzelne Teiltätigkeiten in diesem beruflichen
Tätigkeitsfeld, ein Gesamtüberblick ist ihm jedoch nicht bewußt. Reflexionsfähigkeit Aus dem oben genannten folgt, daß T.
Schwierigkeiten hat, über seine Fähigkeiten realistisch zu reflektieren.
Vergleiche mit Mitschülern sind ebenso unrealistisch wie Vergleiche mit den
realistischen Anforderungen in seiner gewählten beruflichen Tätigkeit. |
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Klasse |
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|
10 |
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Behinderungsbild |
||
|
Frühkindliche Hirnschädigung, Niereninsuffiziens,
Hypospadie, visuelle Wahrnehmungsstörungen, Störungen der Feinmotorik,
Koordination und Visuomotorik |
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|
Konsequenzen für das Ziel der
Unterrichtseinheit: |
||
|
Für T. geht es heute vor allem darum, daß ein
Prozess in Gang gesetzt wird, der dazu führen kann, daß er sich kritischer
und zwar intern mit seinen Möglichkeiten und Grenzen auseinandersetzt und
sich selbst bewertet. Um diese Möglichkeit zu nutzen, wird er zusammen mit
Matthias M. und LAA seine Fähigkeiten reflektieren. |
||
|
Name/Alter |
Richtlinien |
Lernvoraussetzungen |
|
S.
17 |
Lb/8/9 |
Behinderungsverarbeitung: S. hat im Rahmen seiner Voraussetzungen einen
klaren Überblick über seine Möglichkeiten und Grenzen. In unterrichtlichen
wie auch außerunterrichtlichen Situationen kann er teilweise ausführlich und
befreit über seine Behinderung und den damit verbundenen Konsequenzen reden.
S. kann sich in Teilbereichen vergleichsweise sehr gut einschätzen und kennt
auch kompensatorische Möglichkeiten, die ihm das Lernen etc. erleichtern
(KartenlesenÞ
Vergrößern, Reduzieren etc.). Sein Umgang mit seinen Möglichkeiten und
Grenzen schließt auch Frustration mit ein. In diesen Situationen ist S.
jedoch emotional stabil und blockiert nicht. Selbsteinschätzung
eigener Fähigkeiten (v.a. berufl. relevanter Bereich): S. hat ebenfalls einen klaren Überblick über
seine Fähigkeiten in den Lernbereichen. Hier kann er auch auf
behinderungsspezifische Hintergründe zurückgreifen und Probleme im Rahmen
seiner Möglichkeiten begründen. Einen Vergleich mit den Fähigkeiten anderer verarbeitet
er gut. Er kennt seine Stellung in der Klasse, weiß was er gut kann und bei
welchen Tätigkeiten er Hilfe benötigt. Selbsteinschätzung
von geforderten Fähigkeiten in einer beruflichen Tätigkeit. S. hat ein Praktikum in einer WfB absolviert.
Hier hat er verschiedene Tätigkeitsbereiche kennengelernt. Seinen Äußerungen
nach, hat er dort sehr gute Erfahrungen gemacht und Tätigkeitsbereiche
gefunden, die seinen Fähigkeiten und Interessen entsprechen. Aus diesem
Praktikum erschließen sich seine Kenntnisse über sein mögliches späteres
Tätigkeitsfeld. Diese Kenntnisse sind im Vergleich zu Mitschülern detailiert
und realitätsnah. Geforderte Schlüsselqualifikationen, wie Pünktlichkeit,
Freundlichkeit, Zusammenarbeit mit anderen sind ihm bekannt und deren Bedeutung
bewußt. S. hat ausgesprochen gute soziale Fähigkeiten. Reflexionsfähigkeit: S. kann im Rahmen seiner Möglichkeiten,
Möglichkeiten und Schwierigkeiten hinsichtlich eigenen Fähigkeiten
einschätzen. |
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Klasse |
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10 |
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Behinderungsbild |
||
|
Spina bifida, Hydrocephalus internus, Störung der
Grob- und Feinmotorik, Wahrnehmungsstörungen, besonders visuell Hilfsmittel: Brille |
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Konsequenzen für das Ziel der
Unterrichtseinheit: |
||
|
Für S. geht es darum, die Möglichkeit
kennenzulernen, sich differnzierter mit seinen Fähigkeiten
auseinanderzusetzen. Er soll dadurch gefördert werden, auch unbekannte Situationen/
Anforderungen in der WfB zu überblicken und seine Handlungsmöglichkeiten
entsprechend einzuschätzen. |
||
|
Name/Alter |
Richtlinien |
Lernvoraussetzungen |
|
J.
17 |
Lb/10 |
Behinderungsverarbeitung: J. hat gute Kenntnisse im Bereich ihrer
Möglichkeiten und Grenzen. Aus ihren Verhalten im Unterricht und vor allem in
außerunterrichtlichen Situationen ist zu erkennen, daß sie sich mit ihrer
Behinderung auseinandersetzt und persönliche Konsequenzen daraus überblicken
kann. Selten äußert sie sich allerdings problemorientiert über ihre
Situation. Es ist ebenfalls selten zu beobachten, daß sie aus ihren
Kenntnissen die Möglichkeit nutzt, kompensatorische Möglichkeiten
einzufordern. Selbsteinschätzung
eigener Fähigkeiten (v.a. berufl. relevanter Bereich): J. kann ihre Fähigkeit in den einzelnen
Lernbereichen einschätzen. Sie kann die Qualität und Quantität ihrer
Fähigkeiten im Vergleich setzen mit den Fähigkeiten ihrer Mitschüler. Im Bereich beruflich relevanter Fähigkeiten kann
sie ihre Fähigkeiten vor allem im Bereich von Ausdauer und Schnelligkeit
weniger realistisch einschätzen. Ihr hat das letzte Praktikum die Gelegenheit
geboten, ihre Fähigkeiten an den realistischen Anforderungern in einer
beruflichen Tätigkeit zu messen. Hierbei ist ihr bewußt geworden, daß ihre
Vorstellungen über eine berufliche Tätigkeit in einem anerkannten Lehrberuf
korrigiert werden müssen. Selbsteinschätzung
von geforderten Fähigkeiten in einer beruflichen Tätigkeit. J. hat Schwierigkeiten, ihre Fähigkeiten im
Bereich beruflicher Tätigkeiten einzuschätzen. Ihre Kenntnisse über
berufliche Anforderungen sind wenig detailiert. Es ist an dieser Stelle zu
erwähnen, daß der gesamte Berufswahlprozess
incl. Interessenbildung einem starken Einfluß seitens des Vaters unterliegt. Reflexionsfähigkeit: J. kann nach Aufforderung über die Quantität und
Qualität ihrer Fähigkeiten refektieren. Häufig ist jedoch eine lethargische
Haltung zu beobachten, in der eine nach außen sichtbare Bereitschaft zur
Refexion eigener Handlungen und Handlungsmöglichkeiten nicht festzustellen
ist. |
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Klasse |
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10 |
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Behinderungsbild |
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Spastische Diplegie, Störung der Grob- und
Feinmotorik, Koordinationsstörungen Hilfsmittel: Rollstuhl |
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Konsequenzen für das Ziel der
Unterrichtseinheit: |
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Für J. geht es darum, geforderte Fähigkeiten
handlungsorientiert zu erfahren, um sich der erforderlichen Fähigkeiten in
einer beruflichen Tätigkeit bewußt zu werden. Eine bewußte Reflextion dieser
Erfahrungen soll sie von ihrer passiven Haltung zu einer aktiveren
Auseinandersetzung führen. |
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Name/Alter |
Richtlinien |
Lernvoraussetzungen |
|
S.
17 |
Lb/8/9 |
Behinderungsverarbeitung: S. hat gute Kenntnisse über seine Möglichkeiten
und Grenzen. Zum Teil hat er auch Hintergrundwissen im Bereich einiger
Teilleistungsschwächen (Wahrnehmungsstörungen). Sebastian setzt sich mit
seiner Behinderung und seiner momentanen Situation intensiv auseinander. In
dieser Situation, die davon geprägt ist, daß er sich bewußt von seiner Mutter
löst, hat S. seine Problme mehrmals deutlich angesprochen. Seiner Meinung
nach, hat er seine Behinderung noch nicht akzeptiert. In diesem Zusammenhang werden ihm auch die
Konsequenzen seiner Behinderung bewußt, was ihn frustriert. Es ist selten zu beobachten, daß Sebastian
kompensatorische Hilfen selbständig einfordert. (Þhäufig
Resignation) Selbsteinschätzung
eigener Fähigkeiten (v.a. berufl. Relevanter Bereich): S. kann seine Fähigkeiten in den meisten schulischen
Bereichen einschätzen. Es kommt jedoch auch zu Frustration, da er sich
besonders auf sprachlicher Ebene mit Klassenbesten vergleicht. Dann
projeziert er seine sprachliche Stärke auch auf andere Bereiche, in denen er
aber Grenzen hat. Im Bereich von Fähigkeiten, die in einer
beruflichen Tätigkeit gefordert werden, hat S., u.a. aufgrund von mangelnden
Erfahrungen, keine realistische Sichtweise. Selbsteinschätzung
von geforderten Fähigkeiten in einer beruflichen Tätigkeit. S. hat wenig Kenntnisse über Anforderungen in
einer beruflichen Tätigkeit. Auch allgemeine Schlüsselqualifikationen
(Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit) sind bei ihm nicht bewußt. U.a. aufgrund der
familiären Lage und seiner gesundheitlichen Vorraussetzungen ist es für S.
schwer, die Zeit nach der Schule zu überblicken und mitzugestalten. Reflexionsfähigkeit: S. hat in mehreren Situationen gezeigt, daß er
seine Handlungen und Handlungsmöglichkeiten reflektieren kann. Allerdings
benötigt er dafür eine Strukturierungshilfe. |
|
Klasse |
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|
10 |
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|
Behinderungsbild |
||
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Frühkindliche Hirnschädigung, Niereninsuffiziens,
Hypospadie, visuelle Wahrnehmungsstörungen, Störung der Feinmotorik und
Koordination |
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Konsequenzen für das Ziel der
Unterrichtseinheit: |
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Für S. geht es darum, wichtige Fähigkeiten in dem
Tätigkeitsfeld seines Praktikums handlungsorientiert zu erfahren. Eine
bewußte Selbstreflexion soll durch die strukturierte Einschätzung erreicht
werden. |
||
|
Name/Alter |
Richtlinien |
Lernvoraussetzungen |
|
R.
17 |
HS/9/10 |
Behinderungsverarbeitung: Aufgrund seiner geringen Einschränkungen und der
auf den ersten Blick nicht feststellbaren Behinderung sowie seinem hohen
Selbstbewußtsein sieht sich R. selbst nicht als behindert. (KB-Schule ÞSchonraum) Dies
führt oft zu Abgrenzung anderen Mitschülern gegenüber, die nicht angebracht
ist, weil R. in einigen Bereichen (Strukturierungsfähigkeit, Logisches
Denken....) auffällige Schwierigkeiten hat, die ihn auch nerven. Aus einigen
Situationen ist zu schließen, daß R.
doch gewisse Vorbehalte gegenüber der Konfrontation mit Gleichaltrigen
Nichtbehinderten hat. (Einzelsport, oft zu Hause, Überheblichkeit gegenüber
Hauptschülern....) Selbsteinschätzung
eigener Fähigkeiten (v.a. berufl. relevanter Bereich): R. kann seine Fähigkeiten in den Lernbereichen
gut einschätzen. Vergleicht er sich jedoch mit Gleichaltrigen aus
Regelschulen (was seine Vergleichsgruppe sein könnte) schätzt er sich
tendenziell zu hoch ein. Über seine Fähigkeiten in seinem gewünschten
beruflichen Tätigkeitsfeld hat er gute Kenntnisse, da die Sprachgewandtheit
auch zu seinen Stärken gehört. (ÞRadiosprecher) Selbsteinschätzung
von geforderten Fähigkeiten in einer beruflichen Tätigkeit. R. hat gute Detailkenntnisse in Teilbereichen,
ein Gesamtzusammenhang über die mit seinem Berufsfeld verbundenen Fähigkeiten
fehlt ihm jedoch. Eine tiefgründige Informationsbeschaffung scheitert bei ihm
am mangelndem Engagement, da er sich in der momentanen Situation des
Berufswahlprozesses sehr lethargisch verhält und Entscheidungen
rauszuschieben versucht. Reflexionsfähigkeit: R. hat die verbalen Vorraussetzungen, seine
Handlungen und Handlungsmöglichkeiten einzuschätzen und zu reflektieren. Es
ist teilweise zu beobachten, daß er Teilleistungen überbewertet und nicht in
einen Gesamtzusammenhang einordnet. |
|
Klasse |
||
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10 |
||
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Behinderungsbild |
||
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Niereninsuffizienz, bedingt durch Osteopathie
Kleinwuchs, Nebenschilddrüsenüberfunktion |
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|
Konsequenzen für das Ziel der
Unterrichtseinheit: |
||
|
Für R. geht es darum, eine realistische
Anforderungssituation handlungsorientiert zu erfahren, die ihn herausfordert.
So erhält er, neben der Erweiterung seiner Erfahrungen, die Möglichkeit, zu
einer differnzierteren Einschätzung hinsichtlich der Berufseigung zu
gelangen. |
||
|
Name/Alter |
Richtlinien |
Lernvoraussetzungen |
|
C.
18 |
LB/10 |
Behinderungsverarbeitung: C. hat einen klaren Überblick über seine
Möglichkeiten und Grenzen. Auch Konsequenzen, die sich aus Einschränkungen
ergeben, kann er benennen und überblicken. C. ist in der Lage
kompensatorische Hilfen im Unterricht wie auch in außerunterrichtlichen
Situationen einzufordern. Hier legt er allerdings auch großen Wert auf
Selbstständigkeit, was sich auf sein
Selbstbild deutlich positiv auswirkt. Selbsteinschätzung
eigener Fähigkeiten (v.a. berufl. relevanter Bereich): C. kennt seine Stärken und Schwächen im
allgemeinen in den einzelnen Lernbereichen gut. Es sind jedoch auch
Situationen zu beobachten, in denen er sich grundlegend falsch einschätzt und
eine externe Zuschreibung nicht akzeptieren will. Hier ist eine gewisse
Starrheit zu beobachten, die dazu führt, daß C. sich im unbekannten Bereichen
oft fehleinschätzt. Selbsteinschätzung
von geforderten Fähigkeiten in einer beruflichen Tätigkeit. C. hat zahlreiche Praktika in verschiedenen
Bereichen absolviert. Hier heraus bilden sich seine Kenntnisse im Bereich
beruflicher Tätigkeiten. Diese Kenntnisse sind jedoch zum Teil eingegrenzt
auf Tätigkeiten, die auf ihn zugeschnitten waren. Ein realistischer
Gesamtüberblick für das Berufsfeld
"Büro" fehlt. Daraus ergibt sich auch eine tendenziell zu
positive Einschätzung seiner Möglichkeiten. Reflexionsfähigkeit: Im Rahmen von Teilleistungen kann C.
selbstkritisch über seine Fähigkeiten reflektieren. In strittigen Situationen
benötigt er teilweise deutliche Rückmeldung in Form einer Strukturierungshilfe,
um sich seiner Möglichkeiten und Grenzen bewußt zu werden.. |
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Klasse |
||
|
10 |
||
|
Behinderungsbild |
||
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Spastische Diplegie Hilfsmittel: Rollstuhl, Brille |
||
|
Konsequenzen für das Ziel der
Unterrichtseinheit: |
||
|
Für C. geht es heute v.a. darum, eine realistische
Anforderung in seinem beruflichen Tätigkeitsfeld handlungsorientiert zu
erfahren. Die strukturierte Bewertung wird ihm die Möglichkeit geben, sich
mit seinen Möglichkeiten und Grenzen auseinanderzusetzen. |
||
|
Name/Alter |
Richtlinien |
Lernvoraussetzungen |
|
M.
B. 17 |
Lb/9/10 |
Behinderungsverarbeitung: M. hat sehr undifferenzierte Kenntnisse über
seine Möglichkeiten und Grenzen. Es sind Situationen zu beobachten, indenen
er einen sehr klaren Überblick über seine Behinderung und die daraus
resulierenden Konsequenzen hat. In anderen Situationen vermittelt er einen
sehr lethargischen Eindruck voller Antriebsarmut und Deaktivität. Eine
bewußte Auseinandersetzung mit seiner Situation scheint nicht gegeben zu
sein. Dieser Eindruck wird auch dadurch verstärkt, daß er in ganz seltenen
Situationen kompensatorische Hilfen selbständig einfordert und stattdessen
lieber in einer ausweglosen Situation verharrt. Selbsteinschätzung
eigener Fähigkeiten (v.a. berufl. relevanter Bereich): Entsprechend der Behinderungsverarbeitung ist
auch die Einschätzung eigener Fähigkeiten sehr undifferenziert. Das Spektrum
reicht von präzisen Aussagen über Schwächen und Stärken bis hin zu
lethargischen Schweigen. Im Allgemeinen kann er seine Fähigkeiten im
Vergleich mit Mitschülern weniger gut einschätzen. Aufgrund von mangelnden
Erfahrungen und ungünstigen bzw. nicht gut geplanten Praktika ist seine
Einschätzung eigener Fähigkeiten im Vergleich mit den Anforderungen in einer
beruflichen Tätigkeit sehr undifferenziert. Selbsteinschätzung
von geforderten Fähigkeiten in einer beruflichen Tätigkeit: M. hat wenig Kenntnisse im Bereich von
geforderten Fähigkeiten in einer beruflichen Tätigkeit. Er kann folglich auch
zu keiner realistischen Selbsteinschätzung kommen. Eine Auseinandersetzung in
Form einer vorausschauenden Planung der nachschulischen Situation ist nicht
festzustellen. Reflexionsfähigkeit: M. hat die Möglichkeiten über seine Fähigkeiten
zu reflektieren und kann in bestimmten Situationen Teilleistungen
einschätzen. Häufig ist er jedoch passiv und zeigt kaum Eigeninitiative . |
|
Klasse |
||
|
10 |
||
|
Behinderungsbild |
||
|
Spastische Dipelgie, Störung der Feinmotorik,
Koordinationsstörungen bei komplexen Handlungsabläufen, Antriebsarmut Hilfsmittel: Rollstuhl |
||
|
Konsequenzen für das Ziel der Unterrichtseinheit: |
||
|
M. soll seine Kenntnisse im Bereich beruflich
geforderter Fähigkeiten erweitern. Er soll dadurch angeregt werden, sich
differenzierter als bisher mit einer Bewertung seiner Fähigkeiten
auseinanderzusetzen, um sein Selbstbild zu differenzieren. |
||
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Name/Alter |
Richtlinien |
Lernvoraussetzungen |
|
M.
16 |
HS/9/10 |
Behinderungsverarbeitung: M. hat einen klaren Überblick über seine
Möglichkeiten und Grenzen. Seine Auseinandersetzung mit seiner Situation, die
durch seine Behinderung und vor allem durch seine vorraussichtlich begrenzte
Lebenserwartung geprägt ist, hat teilweise einen auffällig sarkastischen
Charakter. Hierdurch bewältigt er jedoch auch frustrierende und verletztende
Momente. Dies schließt auch aggressive Auseinandersetzungen mit seiner Umwelt
ein, in denen er häufig auf verbaler Ebene die Grenzen überschreitet. Martin
kann die Notwendigkeiten und Möglichkeiten kompensatorischer Hilfen
einschätzen und fordert sie in entsprechenden Situationen ein. Selbsteinschätzung
eigener Fähigkeiten (v.a. berufl. relevanter Bereich): M. kann seine Fähigkeiten in den Lernbereichen
einschätzen. Eine gewisse Überheblichkeit und daraus resulierende Faulheit
verführt ihn in einigen Fällen zu einer leichten Überschätzung seiner
Leistungen - nicht aber seiner Fähigkeiten. Er kann sich im Vergleich mit
seinen Mitschülern gut einschätzen Seine Einschätzung im Bereich von
beruflich erforderlichen Anforderungen hat jedoch Schwächen. Selbsteinschätzung
von geforderten Fähigkeiten in einer beruflichen Tätigkeit: M. bewertet seine Fähigkeiten im Vergleich zu
denen, die in einer beruflichen Tätigkeit gefordert werden, im allgemeinen zu
hoch ein. Hier überbewertet er Teilleistungen, die er erbringt und
vernachlässig Fähigkeiten, in denen er Grenzen hat. Es fehlt ihm ein
Gesamtüberblick über das von ihm angestrebte Tätigkeitsfeld. Reflexionsfähigkeit: M. kann über seine Möglichkeiten und Grenzen
ausführlich und detailiert reflektieren. |
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Klasse |
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10 |
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Behinderungsbild |
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Spinale Muskelatrophie, Gelenkkontraktionen,
erhebliche Deformation der Wirbelsäule, Glöasknochen (heute weniger Problem) |
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Konsequenzen für das Ziel der
Unterrichtseinheit: |
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M. soll über die an ihn gestellten Anforderungen
herausgefordert werden, sich auch mit Grenzen auseinanderzusetzen und diese
im Rahmen seiner weiten Möglichkeiten reflektieren. |
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Literaturverzeichnis
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Ellger Rüttgardt, Blumenthal (Hrsg.): Über die
große Schwelle, 1997
·
Lelgemann,R: Berufswahlvorbereitung in der Schule
für Körperbehinderte als zentrales Anliegen der Oberstufenarbeit. In: Mitteilungen
des Verbandes deutscher Sonderschulen e.V., 2/91, 1-14
·
Stadler, H.: Zum Übergang körperbehinderter
Jugendlicher von der Schule in das Arbeitsleben. In: Zeitschrift für
Heilpädagogik, 5/96, S. 187 - 190
·
Prändel, Broeske : Mehr Praxisorientierung in der
Förderschule. In: Zeitschrift für Heilpädagik, 5/99, S. 256-260
·
Bundesanstalt für Arbeit (Hrsg.): Ausbildung,
Beruf, Chancen, Lese- und Arbeitsheft 1999/2000
·
Esser, Susanne: Mein Betriebspraktikum, 1999,
Verlag an der Ruhr