Schriftlicher Unterrichtsentwurf
Hauptseminar
Lehramtsanwärter:
Schule:
Klasse: Abschlußstufe
(differenzierte Mathegruppe)
Ausbildungslehrer:
Hauptseminarleiter:
Datum:
Zeit: 08.40
- ca. 09.40 Uhr
Zielformulierungen:
Förderschwerpunkt: Vor
dem Hintergrund der Erweiterung kommunikativer Kompetenzen sollen die Schüler
im Rahmen der Begriffsbildung relevante Merkmale von verschiedenen
Grundbegriffen erarbeiten und deren Bedeutung auf eine konkrete Situation
transferieren.
Thema
der
Unterrichtseinheit: Was heißt eigentlich
"gleich" und "ungleich"?
Förderziel
der
Unterrichtseinheit: Die
Schüler sollen (im Rahmen der Unterrichtsreihe "Gleichungen" im
Mathematikunterricht) wesentliche Merkmale der Begriffe "gleich und ungleich"
möglichst selbständig erarbeiten und auf eine mathematische Aussage übertragen.
Zielorientierte Handlungsschritte:
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Die
Schüler sollen........ |
l
Gruppen mit Merkmalsübereinstimmungen
bilden. l
relvante Auswahlkriterien (Merkmale)
erarbeiten |
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l
einer Anzahl von Materialien die
Bezeichnung "gleich" oder "ungleich" zuordnen, l
eine gegebene Ungleichgewichtsaufgabe anhand eines Waagemodells ins
Gleichgewicht umformen. |
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l
die erarbeiteten Begriffsmerkmale in einem
Lückentext fixieren. l
die erarbeiteten Begriffsmerkmale auf eine
mathematische Aussage transferieren. |
Aufbau
der Unterrichtsreihe:
Vorerwähnung:
Es ist fächerübergreifend generell zu beobachten,
daß die Schüler Schwierigkeiten haben, einen Begriff zu umschreiben und den
Begriff in einem konkreten Zusammenhang anzuwenden. In der neuen
Unterrichtsreihe
"Gleichungen" im Fach Mathematik traten diese Schwierigkeiten
im besonderen Maße auf, da viele zum Teil unbekannte Begriffe eingeführt
wurden. Deshalb bietet sich diese Situation an, eine Förderschwerpunktreihe zum
Thema "Begriffsbildung", einfließen zu lassen.
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Thema |
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Förderziel |
Teilkompetenz: |
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1.
Unterrichtseinheit: l
Ordnen und
Kategorisieren |
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l
Die Schüler
sollen im Rahmen einer Kategorisierung Oberbegriffe bilden und versuchen die
gesammelten Begriffe einzuordnen. |
·Kategorisierung ·Eigenschaften/ Merkmale erkennen ·Oberbegriffe
bilden |
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2.
Unterrichtseinheit: l
Was heißt
eigentlich "gleich" und "ungleich"? |
|
l Die Schüler sollen (im Rahmen der Unterrichtsreihe "Gleichungen" im Mathematikunterricht) wesentliche Merkmale der Begriffe "gleich und ungleich" möglichst selbständig erarbeiten und auf eine mathematische Aussage übertragen. |
·Kategorisierung ·Eigenschaften/ Merkmale erkennen ·relevante/irrelevante
Merkmale unterscheiden ·verschiedene
Bedeutungsebenen erkennen ·Abstraktion ·Fähigkeit
zum Transfer |
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3.
Unterrichtseinheit l
Jetzt
brauchen wir genau definierte Begriffe |
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l Die Schüler sollen die in der vergangenen Unterrichtseinheit erarbeiteten Begriffe anhand von Aufgaben anwenden. |
·Generalisierung ·Abstraktion ·Fähigkeit
zum Transfer · |
Perspektiven:
Die Vertiefung und Reflexion neuer, unbekannter
Begriffe wird weiterer Bestandteil der laufenden Unterrichtsarbeit sein. Erst
in der handelnden bzw. differenzierten Auseinandersetzung werden den Schülern
die unterschiedlichen Dimensionen und Bedeutungen eines Begriffes bewußt. Erst
damit wird eine Grundlage u.a. für die Fachinhalte, weiter Anwendungen und die
Fähigkeit zum Tranfer gelegt. Dies gilt für alle Fächer bzw. Lernbereiche.
Lernvoraussetzungen für die Unterrichtseinheit:
Legende:
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n = verfügt
nicht über die Fähigkeiten |
(( = verfügt teilweise*1 über die
Fähigkeit |
(((( = verfügt über die Fähigkeit |
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( = verfügt mit personeller Hilfe über die Fähigkeiten |
((( = verfügt meist*2 über die
Fähigkeit |
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*1:
"teilweise" ist von unterschiedlichen Bedingungen und von
unterschiedlichen Tagesformen abhängig
*2:
"meistens" ist von unterschiedlichen Bedingungen und von
unterschiedlichen Tagesformen abhängig
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: |
Klassifizieren |
Generalisieren |
Unterscheidung von relevanten und irrelevanten
Merkmalen |
Abstaktionsvermögen |
Transferleistung |
Verbale Repräsentation des Begriffsinhalts. |
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(( |
(( |
(( |
( |
(/n |
( |
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(( |
(( |
(( |
(( |
(( |
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( |
( |
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(/n |
(/n |
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(( |
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((( |
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((( |
((( |
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((/((( |
((( |
((( |
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((/((( |
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(((( |
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((( |
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((( |
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Verlaufsplanung:
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Phase |
Interaktion |
Medien |
Soz./Orga. form |
Kommentar |
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Einleitungsphase/ Einarbeitungsphase |
·
LAA
berichtet von allgemeinen Schwierigkeiten mit neuen Begriffen umzugehen. ·
S. versuchen
Verbesserungsvorschläge zu entwickeln. |
|
Unterrichts-Gespräch |
·
Zieltransparenz,
informierender Unterrichtseinstieg ·
Einordnung
in den Gesamtzusammenhang der Unterrichtsreihe |
|
Orientierungs- und Strukturierungsphase |
·
Laa gibt Überblick über Ziel und
Verlauf der Unterrichtseinheit. ·
LAA erklärt
den S. kurz die einzelnen Stationen und erläutert Regeln und Unklarheiten. ·
LAA weist
auf die Möglichkeit hin, von ihm Hilfe zu bekommen. |
|
Unterrichts-Gespräch, |
·
Strukturierung
der Aufgabe (Was, wann, mit welchem Material geschehen soll) ·
S. ist
Stationsverfahren bekannt. ·
Überblick
über Stationen geben und Klären von Problemen, Fragestellungen und Regeln, um
dann konzentriertes Arbeiten zu ermöglichen. |
|
Erarbeitungsphase |
·
S. beginnen
an Station 1 mit der Bearbeitung der entsprechenden Aufgabe. ·
S. wechseln
Station nach Beendigung der Aufgabe. ·
LAA
koordiniert eventuell das Geschehen und steht für Hilfestellung bereit. |
Waage, Arbeitsblätter,
Modelle, verschiedene Materialien |
Einzelarbeit |
·
Strukturierung
nach dem Prinzip der kleinsten Schritte. ·
Lehrerreduktion
so weit wie möglich (Prinzip der abnehmenden Hilfe, Prinzip der Selbsttätigkeit) ·
Zieltransparenz ·
S. lernen an
Stationen, sie sollen sich selbsttätig mit der Aufgabe auseinandersetzen. ·
In Station 4
werden Arbeitsergebnisse der vorangegangenen Stationen im Sinne einer
Reflexion fixiert. ·
LAA Rolle:
beobachtend im Hintergrund, agiert auf Anfrage oder bei Notwendigkeit. . |
|
Reflexions-Phase |
·
S berichten
von ihren Arbeitsergebnissen. ·
LAA gibt
ihnen Rückmeldung. |
Arbeitsergebnisse |
|
·
Reflexion
der Arbeitsergebnisse ·
Zieltransparenz ·
LAA nimmt
Schüleräußerungen als Anregung für weitere Planung auf. |
Literatur:
Zech,
Friedrich: Grundkurs Mathematikdidaktik, Kapitel 9, S.255-282, 1998, 9.Auflage,
Beltz
Ottmann,
Anton: Wir fördern mathematisches Denken bei Kindern mit Sprachschwierigkeiten,
1980, Kapitel 2, S.16-20, Verlag Sigrid Persen
Wellmitz,
Barbara/ von Pawel, Barbara (Hrsg.): Körperbehinderung, 1993, Ullstein