FRS ???
Studienseminar für das Lehramt
für Sonderpädagogik Dortmund
Schriftliche
Unterrichtsplanung für den 4. Unterrichtsbesuch im Fachrichtungsseminar
Schule:
Klasse: 9
(3 Schülerinnen, 7 Schüler)
Datum: 29.
März 2000
Zeit: 8.30-9.15
Uhr
Ausbildungslehrerin:
Fachleiterin:
Fachrichtung: Sondererziehung
und Rehabilitation der Körperbehinderten
Thema der
Reihe: Wir
produzieren unsere eigene Foto-¤-Story!
Förderschwerpunkt: Die
SchülerInnen sollen durch das spielerische Erproben und Erfahren typischer
Rollen im Jugendalter angemessenes Rollenverhalten explorieren und so eine
Stärkung ihres Selbstkonzeptes erfahren.
Thema der Stunde:
Wir planen und fotografieren die folgenden Szenen unserer Foto-¤-Story.
Ziel der Stunde: Die
SchülerInnen sollen die folgenden Szenen im Handlungsverlauf der Foto-¤-Story
erfassen und versuchen sich aktiv und passiv in die von ihnen entwickelten
Rollenvorgaben einzufühlen, diese entsprechend mimisch und gestisch
darzustellen und zu reflektieren.
Thema der Unterrichtseinheit |
Förderziel der Unterrichtseinheit |
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1.
Foto-¤-Story- Was ist das überhaupt? |
Die SchülerInnen sollen sich mit dem
Medium Foto-¤-Story auseinandersetzen und sich
durch Vorstellungsübungen mit der Empathie von Rollen vertraut machen. |
2. Wir schreiben unsere eigeneFoto-¤-Story! |
Die SchülerInnen sollen eine eigene Foto-¤-Story mit
Personen und Handlung ihrer Wahl verfassen, wobei sie eigene Erlebnisse,
Wünsche und Ideen einbringen sollen. |
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3. Wir planen und
fotografieren die ersten Szenen unserer Foto-¤-Story. |
Die SchülerInnen sollen sich des
Hand-lungsverlaufs der Foto-¤-Story bewußt sein, versuchen sich in
die von ihnen entwickelten Rollenvorgaben einzufühlen und die entsprechenden
Szenen der Foto-¤-Story
mimisch und gestisch darzustellen und zu reflektieren. |
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4. Wir planen und
fotografieren die folgenden Szenen unserer Foto-¤-Story. |
Die SchülerInnen sollen die folgenden
Szenen im Handlungsverlauf der Foto-¤-Story
erfassen und versuchen sich aktiv und passiv in die von ihnen entwickelten
Rollenvorgaben einzufühlen, diese entsprechend mimisch und gestisch
darzustellen und zu reflektieren |
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5. Wir planen und fotografieren die restlichen Szenen unserer Foto-¤-Story |
Die SchülerInnen sollen sich der
restlichen Szenen im Handlungsverlauf der Foto-¤-Story
bewußt sein, sich in die von ihnen entwickelten Rollenvorgaben aktiv und
passiv einfühlen, diese mimisch und gestisch darstellen und reflektieren |
Thema der Unterrichtseinheit |
Förderziel der Unterrichtseinheit |
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6. Wir gestalten
unser Foto-¤-Story Buch und unsere Foto-¤-Story Wand. |
Die SchülerInnen sollen sich in die
von ihnen entwickelten Rollenvorgaben einfühlen und zu den fertig gestellten
Fotos passende Textstreifen formulieren und die Foto-¤-Story fertig stellen. |
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7. Wir
demonstrieren und reflektieren unsere Foto-¤-Stories in
der Gesamtgruppe. |
Die beiden Foto-¤-Story Gruppen sollen sich
gegenseitig ihre Foto-¤-Stories vorstellen und die
verschiedenen Rollen und Handlungen besprechen und reflektieren. |
Die SchülerInnen sollen..........
¤ sich das Stundenziel anhand eines Plakates bewußt machen und wichtige Kriterien wiederholen
¤ kurz auf Regeln eingehen
¤
den
Handlungsverlaufs der Foto-¤-Story erfassen und mit Hilfe des
Drehbuchs und der fertig gestellten Fotos wiederholen
¤
versuchen sich in
die entsprechende Rollenvorgabe der Szene einzufühlen
¤
die Ausführung des
Fotos planen (Personen/Ort/Handlung/Requisiten)
¤
die entsprechende
Szene darstellen
¤
ihre Spielfreude
ausleben und kreatives und zwangloses Darstellen erleben
¤
die Szene wie
besprochen darstellen
¤
die Szene
fotografieren
¤
gemeinsam das Foto
bewerten
¤
kurz über ihre
Gefühle und Erfahrungen reflektieren
¤
bei ausreichender
Zeit, das nächste Foto planen
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S. |
N. |
M. |
S. |
M. |
F. |
M. |
M. |
K. |
S. |
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Handlungsverlauf
verstehen |
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Sich
in eine Rolle einfühlen |
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Eine
Szene durch Körperhaltung, Gestik und Mimik darstellen |
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Ideen
und Meinungen einbringen |
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Emotionale
Sicherheit (sich
vor anderen darstellen) |
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Szenen planen |
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Motivation
(Spielfreude) |
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Kreativität |
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Konzentration auf
Stundeninhalt |
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¤ S.s Lernausgangslage kann nur bedingt
eingeschätzt werden, da er nur drei Wochen in unserer Klasse ist
Legende:
¤¤¤¤=verfügt über die Fähigkeit ¤¤¤ =verfügt meist über die Fähigkeit
¤¤ =verfügt ansatzweise über die Fähigkeit ¤=verfügt
nicht über die Fähigkeit
Stundenverlaufsplanung
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Phase |
Unterrichtsaktivitäten |
Sozialform |
Medien |
Didakt.-method. Kommentar |
|
Einstieg |
¤
Begrüßung und Vorstellung des Gastes ¤
LAA fragt nach heutigem Thema? ¤
Kurze Wiederholung von Verhaltensregeln, evtl. Verweis auf
Stellwand ¤
Wiederholung und Bewußtmachung des Förderziels anhand
eines Plakates |
¤
Halbkreis vor der Stellwand |
¤
Plakate zur Unterrichtsreihe ¤
Stellwand |
¤
Stellwand als bekanntes optisches Signal kündigt Foto-¤-Story als
Thema an und dient der Einstimmung und Orientierung der Sch. ¤
Sch. sollen sich Verhaltensregeln ins Gedächtnis rufen ¤
Sch. werden durch Plakat über Stundenziel informiert (Zieltransparenz) ¤
Sch. sollen die aufgeführten Kriterien wiederholen und
sich diese erneut bewußt machen |
|
Hinführung |
¤
Gruppe 2 geht ins Klassenzimmer, um an Foto-¤-Story
weiterzuarbeiten ¤
LAA bleibt mit Gruppe 1 in der Nische ¤
Sch. rufen sich die bisher erarbeitete Handlung ins
Gedächtnis ¤
Die nun folgende Szene, die fotografiert werden soll, wird
besprochen und geplant |
¤
Sch. sitzen um den Tisch |
¤
„Drehbücher“ ¤
evtl. Plakate an Stellwand |
¤
Sch. haben sich nach Neigung in zwei Kleingruppen
eingeteilt ¤
Kleine Gruppen bieten den Sch. mehr Sicherheit bei der
szenischen Darstellungung geben den einzelnen Sch. die Möglichkeit sich
stärker am Entstehungsprozeß der Story zu beteiligen ¤
Sch.haben sich entschieden die Inhalte der einzelnen Foto-¤-Stories
erst nach Fertigstellung zwischen den Gruppen auszutauschen, d.h. zur Zeit
gibt es noch keinen inhaltlichen Erfahrungsaustausch zwischen den einzelnen
Gruppenmitgliedern. ¤
Sch. sollen sich durch die Beschreibung der Fotos in den
Handlungsablauf der Foto-¤-Story
einfühlen ¤
Sch. sollen sich über die Darstellung der folgenden Szene
genau bewußt werden bzgl. Ort, Personen, Handlung, Requisiten |
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Phase |
Unterrichtsaktivitäten |
Sozialform |
Medien |
Didakt.-method. Kommentar |
|
Durchführung |
¤
Sch. gehen zu Ort der geplanten Szene ¤
Sch. inszenieren probeweise das geplante Foto ¤
Die Darstellung wird gemeinsam besprochen ¤
Das Foto wird gemacht ¤
Szene wird mit Polaroidkamera und normaler Kamera
fotografiert ¤
Gemeinsame Betrachtung des Fotos ¤
Stellungnahme des Darstellers ¤
Stellungnahme der Beobachter ¤
Falls notwendig wird Foto erneut inszeniert und gemacht |
¤
Sch. befinden sich am Ort der geplanten Szene |
¤
Polaroidkamera ¤
Fotoapparat ¤
Entsprechende Requisiten |
¤
Rolle der LAA im Sinne von Beratung und technischer
Unterstützung, LAA leitet Reflexion an ¤
S. und N. müssen immer wieder aktiv in das Geschehen mit
einbezogen werden ¤
Das Einfühlen in die Rollenvorgabe muß immer wieder
angeregt werden ¤
Darsteller erleben Aufmerksamkeit anderer auf ihre
Darstellung ¤
Polaroidfotos dienen der direkten Überprüfung des
geplanten Fotos ¤
Fotos dienen der späteren Erstellung der Foto-¤-Story ¤
Darsteller haben die Möglichkeit ihre Erfahrungen
darzustellen ¤
Beobachter haben die Möglichkeit ihren Eindruck der Szene
zu schildern ¤
Gruppenmitglieder beraten gemeinsam über erstelltes Foto |
|
Abschluß |
¤
Nach Fertigstellung des Fotos versammeln sich Sch. in der
Nische ¤
Beide Gruppen berichten kurz über ihre Aktionen ¤
LAA beendet Stunde und gibt Ausblick für folgende Stunde |
¤
Abschließendes Ver-sammeln in Nische |
¤
Foto |
¤
Gemeinsames Versammeln in Nische dient gemeinsamem
Abschluß ¤
Kurzer Erfahrungsaustausch der Gruppen ¤
LAA nimmt Schüleräußerungen für weitere Planung auf |
Literatur
BAACKE, D.: Die 13- bis 18jährigen.
Basel 1985.
GLÜCK, G.: Sex in der Badewanne. Die
Bravo als Leitmedium in der schulischen Sexualerziehung? In: Pädagogik 4/98 S.
15-18
LINDQUIST, B.: Ausflug ins Glück. Eine
Liebesgeschichte im Rollstuhl 1. Berlin 1996.
LINDQUIST; B.: Putzen und Küssen. Eine
Liebesgeschichte im Rollstuhl 2. Berlin
1997.
MIESSLER, M./BAUER, I.: Das bin ich.
Bonn-Bad Godesberg 1990.
MOEGLING, K./ STARKE, H.: Sexualkunde.
Fächerkoordiniert unterrichtet. In: Pädagogik 4/98 S. 10-14.
SHAFTEL/WEINMANN: Rollenspiel als
soziales Entscheidungstraining. München 1973.
SCHELLER, I.: Szenisches Spiel. Handbuch für die pädagogische Praxis. Berlin 1998.
SCHELLER, I.: Szenische Interpretation.
In: Praxis Deutsch 136/1996, S.22-32
Richtlinien und Beispielpläne für die Schule für Lernbehinderte. Düsseldorf 1977.
Staatsinstitut für Schulpädagogik und
Bildungsforschung München: Die Schule für Körperbehinderte. Leitgedanken zu
Erziehung, Unterricht und Förderung. München 1993.