Studienseminar für das Lehramt für Sonderpädagogik Dortmund
(gemäß
§59 (5) OVP)
Formale Angaben
Lehramtsanwärterin:
Schule:
Klasse: Jahrgangsübergreifende
Sportgruppe der Klassen 9 und 10
SchülerInnen: 17 SchülerInnen (4
Schülerinnen, 13 Schüler)
Schulleiter:
Fachleiter:
Hauptseminarleiter:
Ausbildungskoordinatorin:
Thema der Stunde: Heute
ist Biathlon-Tag!
Zielschwerpunkt der Stunde: Die SchülerInnen
sollen ihre allgemeine aerobe Ausdauerfähigkeit weiter ausbauen, indem sie in
einem Hallenbiathlon über einen längeren Zeitraum ihr Tempo möglichst so
einteilen, dass sie die gesamte Laufdauer in einem gleichbleibenden, lockeren
Lauftempo zurücklegen können.
Thema der Unterrichtsreihe: Fit in den Sommer!!!
Zielschwerpunkt der Reihe: Schulung der allgemeinen aeroben
Ausdauerfähigkeit.
Die SchülerInnen sollen in ihrer allgemeinen aeroben Ausdauerfähigkeit gefördert werden, indem sie durch abwechslungsreiches und ansprechendes „Training“ ihre physischen und psychischen Fähigkeiten im Bereich der Ausdauer positiv erleben und verbessern.
Zielschwerpunkt für M.: Förderung des geschickten und
konzentrierten Steuerns des Elektrorollstuhls.
M. soll in seiner Fahrweise mit dem Elektrorollstuhl gefördert werden, indem er durch vielfältige Aufgaben mit sportlichem Bedeutungsgehalt seine Fahrweise mit dem Elektrorollstuhl weiter verbessert.
Aufbau
der Unterrichtsreihe
Im letzten Schulhalbjahr haben die
SchülerInnen im Bereich der aeroben Ausdauer Erfahrungen mit der
Ausdauersportart „Radfahren“ gemacht. Um den SchülerInnen ein breiteres
Spektrum des Ausdauersports zu eröffnen, bot sich in diesem Schulhalbjahr eine
Unterrichtsreihe zum Thema Ausdauerlauf an.
Der Ausdauersport soll in dieser
Unterrichtsreihe nicht unter dem Wettkampfaspekt vermittelt werden, sondern den
SchülerInnen soll ein möglichst breites und abwechslungsreiches Feld von
Ausdauerlauf präsentiert werden. Das Ziel ist, ein „positives Langlauf-Klima“
unter den SchülerInnen zu schaffen.
Gerade der Ausdauersport bietet die
Möglichkeit, den Sportunterricht mehrperspektivisch zu gestalten. Hierbei
werden sowohl motorische, kognitive, affektive als auch soziale Lernziele
angesprochen. Die Unterrichtsreihe wird fächerübergreifend durchgeführt, so
dass am Beispiel Ausdauersport und Herz-Kreislaufsystem Inhalte der Fächer
Biologie und Sport im Hinblick auf die Gesundheitserziehung miteinander
verzahnt werden. So erhalten die SchülerInnen neben der praktischen Erfahrung
auch eine theoretische Aufarbeitung des Themas.
Während der gesamten Unterrichtsreihe
führten die SchülerInnen „Ausdauermappen“, in denen ihre Pulswerte notiert
wurden und in denen sie Bemerkungen über das eigene Befinden festhielten. Die
Ausdauermappen dienten als Mittel der Eigenreflexion und der Selbstkontrolle.
Des weiteren wurde Informationsmaterial bezüglich theoretischen
Grundlagenwissens darin abgeheftet.
Überblick über die Reihe
(Wird im folgenden das Wort Ausdauerlaufen benutzt, ist damit
auch das Ausdauerfahren gemeint)
Wo ist mein Puls?
Die SchülerInnen sollen mit
dem Begriff „Ausdauerfähigkeit“ vertraut werden, indem sie durch verschiedene
spielerische Laufaufgaben Wirkungen von Ausdauerbelastungen auf den Organismus
in der praktischen Durchführung erfahren und die Reaktionen ihres Körpers
bewusst wahrnehmen .
Wie fit bin ich?
Die
SchülerInnen sollen ihre allgemeine aerobe Ausdauerfähigkeit erproben, indem
sie anhand des Cooper-Tests erste Erfahrungen mit einer langdauernden Laufzeit
machen, ihren aktuellen Leistungsstand feststellen und so das Gefühl einer
hohen Ausdauerbelastung erfahren.
Die
SchülerInnen sollen in ihrer allgemeinen aeroben Ausdauerfähigkeit gefördert
werden, indem sie durch verschiedene „Zeitschätzläufe“ und durch verschiedene
„Streckenschätzläufe“ sowohl in ihrem Zeitgefühl als auch in ihrem
Streckengefühl geschult werden.
Die SchülerInnen sollen ihre allgemeine aerobe Ausdauerfähigkeit verbessern, indem sie anhand verschiedener „Tempolaufübungen“ ein individuelles, gleichmäßiges Lauftempo entwickeln, dabei Schrittlänge und –frequenz steuern lernen und so zu einem eigenen, ökonomischen Laufrhythmus finden.
Orientierungslauf ist gar nicht schwer
Die SchülerInnen sollen ihre allgemeine aerobe Ausdauerfähigkeit ausbauen, indem sie in einem Stern-Orientierungslauf außerhalb der Schule intervallartige, extensive Ausdauerbelastungen mit längeren Erholungsphasen und wechselnder Lauf- bzw. Fahrgeschwindigkeit in Abhängigkeit von den Geländebedingungen erfahren.
Wir machen eine Hallenralley
Die
SchülerInnen sollen in ihrer allgemeinen aeroben Ausdauerfähigkeit weiter
gefördert werden, indem sie bei der Hallenralley über einen längeren Zeitraum
mit einem Partner ihr Lauftempo so wählen, dass sie sich während der gesamten
Laufdauer miteinander unterhalten können und so ein für sie angemessenes
Lauftempo finden können.
Wir laufen einen Klassenmarathon
Die
SchülerInnen sollen in ihrer allgemeinen aeroben Ausdauerfähigkeit geschult
werden, indem die beiden Klassen gemeinsam innerhalb einer Woche eine Strecke
von 42.195km laufen und die SchülerInnen so ein regelmäßiges Ausdauertraining
in der Schule erfahren.
Heute ist Biathlon-Tag
Die SchülerInnen sollen
ihre allgemeine aerobe Ausdauerfähigkeit weiter ausbauen, indem sie in einem
Hallenbiathlon über einen längeren Zeitraum ihr Tempo möglichst so einteilen,
dass sie die gesamte Laufdauer in einem gleichmäßigen, lockeren Lauftempo zurücklegen
können.
Wir machen das DLV-Laufabzeichen
Die
SchülerInnen sollen ihre Ausdauerleistungsfähigkeit beweisen, indem sie das
DLV-Laufabzeichen erwerben und den Erfolg des Lauftrainings erfahren.
Thema der Stunde: Heute
ist Biathlon-Tag!
Zielschwerpunkt der Stunde: Die SchülerInnen
sollen ihre allgemeine, aerobe Ausdauerfähigkeit weiter ausbauen, indem sie in
einem Hallenbiathlon über einen längeren Zeitraum ihr Tempo möglichst so
einteilen, dass sie die gesamte Laufdauer in einem gleichbleibenden, lockeren
Lauftempo zurücklegen können.
Zielschwerpunkt für M.: M. soll im geschickten
und konzentrierten Fahren mit dem Elektrorollstuhl gefördert werden, indem er
innerhalb eines Parcours in einer bestimmten Zeit möglichst viele Runden fährt.
Zielorientierte
Handlungsschritte
Die SchülerInnen sollen ihre allgemeine, aerobe
Ausdauerfähigkeit weiter ausbauen, indem sie.....
ä
sich in einem einleitenden, gemeinsamen Auf-wärmspiel
auf die nachfolgende Ausdauerbela-
stung
vorbereiten.
ä
bewußt die Auswirkungen von Bewegung auf den Organismus
wahrnehmen.
ä
nach Möglichkeit die Dauer des Biathlons in einem lockeren,
gleichmäßigen Tempo laufen und so eine Anregung des Herz-Kreislaufsystems
stattfindet.
ä
innerhalb ihrer individuellen Belastungsgrenzen
Anstrengungsbereitschaft und Durchhaltevermögen zeigen.
ä
bei zu hoher Belastung selbständig Gehpausen einlegen.
ä
sie die Wirkung der Ausdauerbelastung auf ihren Organismus
mittels Pulsmessen überprüfen.
ä
zum Abwärmen locker durch die Halle gehen und sich dabei
unterhalten.
ä
ihr Befinden nach der Ausdauerbelastung verbal darstellen.
ä
abschließend die Anstrengung des Laufens bewerten.
ä
Ausdauerlauf als freudvoll und angenehm erleben und ein
angenehmes Gefühl der Ermüdung nach sinnvoll dosierter Ausdauerbelastung
empfinden.
Zur
Lerngruppe
Die
Sportgruppe, die sich aus den Klassen 9 und 10 der Westfälischen Schule für
Körperbehinderte zusammensetzt, besteht aus 4 Schülerinnen und 13 Schülern.
Es
handelt sich bei dieser Sportgruppe um eine sehr heterogene Gruppe bezüglich
Behinderungsart und -schweregrad. Die SchülerInnen divergieren sowohl im
motorischen als auch im kognitiven Bereich.
Im
Allgemeinen ist die Lerngruppe zu sportlicher Betätigung motiviert, jedoch
handeln viele der SchülerInnen nach dem Lustprinzip. Die Kooperation der beiden
Klassen gestaltete sich zu Beginn der Zusammenarbeit schwierig, doch ist in
zunehmendem Maße eine Verbesserung der Gruppendynamik zu beobachten.
Bis
auf einen Schüler betreibt niemand regelmäßig Ausdauersport in seiner Freizeit.
Einige Schüler gaben an, in ihrer Freizeit in unregelmäßigen Abständen zu
laufen, und mehrere Schüler fahren öfters Fahrrad. Von den Schülerinnen übt
niemand außerhalb des Schulsports eine sportliche Betätigung aus.
Der
Großteil der Sportgruppe stand einem Ausdauertraining eher abwartend gegenüber.
Da
es in unmittelbarer Nähe der Schule außer asphaltierte Plätze, keinen größeren
Freiplatz gibt und die RollstuhlfahrerInnen auf guten Untergrund angewiesen
sind, fand die Unterrichtsreihe überwiegend in der Turnhalle statt.
Schülerübersicht und Individualziele
(Eine ausführliche
Schülerbeschreibung liegt in einem externen Ordner vor)
Angaben zu SchülerInnen der Klasse 9
M.
Behinderung:
Spina bifida aperta, Lähmung der unteren Extremitäten,
extreme linkskonvexe Lordose, starke Kyphose im Brustbereich,
Atembeeinträchtigung
Hilfsmittel:
Rollstuhl, Korsett,
orthopädische Schuhe
M.
kann sich selbstständig mit dem Rollstuhl fortbewegen, verfügt jedoch nur über
einen begrenzten Aktionsradius und ein eingeschränktes Kraftpotential.
Aufgrund ihrer
Kurzatmigkeit ist ihre Ausdauerfähigkeit stark eingeschränkt.
>>>Für M.
ist das Ausdauertraining zwar hinsichtlich Mobilität und Herz-Kreislaufanregung
wichtig, dennoch soll sich nicht verausgaben und sehr genau auf eine dosierte
Belastung achten. Bei zu hoher Atemfrequenz soll sie in die Mitte des
Biathlonfeldes fahren und sich erholen.
Behinderung:
Geistige und statische
Retardierung, verzögerte psychomotorische Entwicklung
Im Bereich der
Ausdauer sind N.s Reserven nicht genügend. Ihr tut eine Anregung des
Herz-Kreislaufsystems besonders gut.
>>>N.
soll die Ausdauerbelastungen in erster Linie freudvoll und positiv erfahren.
Sie soll versuchen, ein für sie geeignetes Lauftempo zu finden und die
Anforderung durchzuhalten.
Behinderung: Posttraumatischer Querschnitt unterhalb
Th7, Kyphoskoliose
Hilfsmittel: Korsett, Rollstuhl
S.
verfügt über sehr gute technische Fähigkeiten im Umgang mit ihrem Rollstuhl.
Sie hat sehr viel Kraft und Geschick, wodurch sie viele Sportarten schnell
erlernt. S. ist eine sehr engagierte Rollstuhlbaskettballspielerin, kann jedoch
für andere Bereiche des Sportunterrichts nur wenig Begeisterung aufbringen.
S. verfügt im
Bereich der Ausdauer über ausreichende Ressourcen.
>>>S.
soll versuchen, ein für sie geeignetes Fahrtempo zu finden und dieses über die
gesamte Fahrdauer zu halten. Da sie Schwierigkeiten hat sich auf ihren Körper
einzulassen, soll sie vor allem die Reaktionen ihres Körpers wahrnehmen und die
Auswirkungen der Ausdauerbelastung spüren.
F.
Behinderung: Cerebrale Dysfunktion, leichte Ataxie,
geistige und motorische Retardierung
F.
zeigt behinderungstypische Bewegungsmuster wie unwillkürliche Extrabewegungen
und Bewegungsentgleisungen. Seine Bewegungen sind leicht hyperdynamisch. Er hat
einen sehr schlaffen Muskeltonus, knickt häufig mit dem Fuß um und hat daher
oft Schwierigkeiten mit Bänderdehnungen.
F.s
Ausdauerfähigkeit ist im Hinblick auf seine Behinderung gut ausgebildet. Er
nimmt sehr motiviert an den einzelnen Übungseinheiten teil.
>>>Seine
schon recht gut entwickelten Ausdauerfähigkeiten soll er weiter ausbauen. Die
Schwierigkeiten bei der Lauftechnik sollen langfristig geringer werden. F. soll
sehr bewusst auf seinen Laufstil achten, um Unfällen vorzubeugen. Da F.s Puls nur
sehr schwer zu erfühlen ist, bringt er häufig ein Pulsmessgerät seines Vaters
mit.
M.
Behinderung: Zentrale Koordinations- und Muskeltonusstörungen, Epilepsie,
Fehlsichtigkeit
Hilfsmittel: Brille, Medikamente
M.
zeigt sich in alltäglichen und geübten Bewegungssituationen wenig auffällig. Im
Umgang mit Handgeräten jedoch treten Koordinationsstörungen und
Wahrnehmungsdefizite auf. M. hat noch große Probleme im Sozialverhalten und er
nutzt den Sportunterricht gerne um aufzufallen. Er hat Schwierigkeiten sich in
eine Gruppe zu integrieren.
M.s
Ausdauerfähigkeit sowie seine gesamte körperliche Konstitution sind nicht
altersgemäß entwickelt. Er hat große Schwierigkeiten seine Fähigkeiten
realistisch einzuschätzen, und neigt zu Selbstüberschätzung.
>>>M. soll
versuchen, konsequent am Unterrichtsgeschehen teilzunehmen und mitzumachen. Da
M. gern der Schnellste sein möchte, soll die Pulsuhr und die damit verbundene Pulskontrolle ihm helfen, ein für
seine Fähigkeiten angemessenes Tempo zu finden. Er hat koordinative
Schwierigkeiten zwischen langsamem Laufen und Gehen zu differenzieren.
Behinderung: Spastische
Diparese, Duchenne-Hinken, Spitzfuß
Hilfsmittel: Orthopädische Schuhe
M.s Gangbild ist aufgrund der Adduktorenspastik der Beine
unharmonisch und unrhythmisch.
Er neigt dazu
seine Fähigkeiten falsch einzuschätzen, wodurch er leicht hinfällt. Da
Anstrengung sein Bewegungsbild ungünstig beeinflusst und sich vor allem negativ
auf sein Gangbild auswirkt, soll M. in dieser Unterrichtsreihe einen Rollstuhl
benutzen. Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass durch die ständige
Fehlbelastung der Hüfte ein bleibender Hüftschaden entsteht, weshalb er immer
wieder aufgefordert wird, bei langen Belastungen einen Rollstuhl zu benutzen.
M.s
Ausdauerfähigkeit ist recht gut entwickelt und er zeigt eine sehr hohe
Anstrengungsbereitschaft.
>>>M.
soll den Umgang mit dem Rollstuhl verbessern und ein für sich angemessenes
Fahrtempo finden.
S.
Behinderung: Autistische Züge bei allgemeiner Retardierung, Schalleitungsschwäche,
Vitium cordis congentium
Hilfsmittel: Hörgeräte
S.s Bewegungsbild erscheint monoton, fast automatisiert. Er
reagiert sehr langsam und wirkt immer etwas kraftlos. Er läuft ruckartig und
hat Schwierigkeiten seine Schritte abzufedern. Jedoch kommt die gleichmäßige,
rhythmische Bewegung beim Ausdauerlauf seinem Wesen sehr entgegen.
Seine
Ausdauerfähigkeit ist noch zu verbessern.
>>>S.
soll das Ausdauerlaufen als freudvoll und sinngebend erleben. Er kann so seine
Ausdauerfähigkeit ausbauen.
K.
Behinderung:
Hirnorganisches
Psychosyndrom nach Koma mit appallischem Durchgangssyndrom,
Sprachentwicklungsverzögerung, Sensorische Integrationsstörungen
K.
ist körperlich altersgemäß entwickelt und verfügt über große Körperkraft.
Aufgrund seiner Behinderung hat er jedoch Schwierigkeiten diese dosiert
einzusetzen. Er ist sportlich sehr motiviert, bringt sich jedoch durch seine
Unkoordiniertheit immer wieder in verletzungsträchtige Situationen. Aufgrund
seiner Hyperaktivität benötigt er viel Bewegung.
Ihm fehlt vor
allem die mentale Fähigkeit, sich über einen längeren Zeitraum zu belasten. Er
hat Schwierigkeiten, die Zeitdauer richtig einzuschätzen und wählt deshalb oft
ein zu hohes Tempo.
>>>K.
soll vor allem ein dosiertes Tempo wählen und möglichst häufig mit einem
Partner gemeinsam laufen. Durch das Pulsmessgerät soll er Rückmeldung über die
richtige Tempowahl erhalten. .
M.
Behinderung:
Linksbetonte spastische
Diparese, linksbetonte Koordinationsstörungen, Neurodermitis
M.s Bewegungsbild ist relativ unauffällig. Unter Belastung wird
die Diparese etwas deutlicher, wodurch sein Laufbild verstärkt asymmetrisch
wird. Seine Beteiligung im Sportunterricht ist eher verhalten und er strengt
sich nicht gerne an. Findet er jedoch Gefallen an den Unterrichtsinhalten,
beteiligt er sich mit Motivation und Ehrgeiz.
M.s
Ausdauerfähigkeit ist beinahe altersgemäß entwickelt.
>>>Auch
M. möchte gerne schneller als seine Klassenkameraden laufen, wodurch er bald in
den anaeroben Bereich gelangt und es ihm kaum gelingt ein konstantes Tempo zu
finden. Er soll versuchen, mit Hilfe eines Pulsmessgerätes sein Tempo so zu reduzieren,
dass er im aeroben Bereich läuft.
Angaben zu SchülerInnen der Klasse 10
J.
Behinderung: spastische Diplegie, Störung der Grob- und Feinmotorik (besonders links)
Hilfsmittel: Brille, Korsett, Rollstuhl
J.s gesamtes Bewegungsbild ist von ihrer schlaffen Muskulatur
geprägt. Der Aktionsradius ihrer Arme ist aufgrund ihrer starken Fehlhaltung
gering. Ihre Bewegungen und Reaktionen sind stark verlangsamt.
J.s
Ausdauerfähigkeit ist noch zu fördern.
>>>J.
gelingt es, mit ihrem Rollstuhl, wenn auch langsam, ein gleichbleibendes,
dauerhaftes Tempo zu fahren. Sie fährt oft mit C. zusammen. J. soll über die
dauerhafte Belastung ihre Leistungsfähigkeit erhöhen und Zutrauen gewinnen,
auch in ihrer Freizeit weitere Wege alleine bewältigen zu können.
Behinderung: Spastische Diplegie der Beine, Störung der
Grob- und Feinmotorik
Hilfsmittel: Rollator, Rollstuhl
M.
bewegt sich in seinem Rollstuhl mit Geschick, großer Kraft und Ausdauer. Mit
Rollator kann er sich zwar fortbewegen, doch nimmt er am Sportunterricht immer
im Rollstuhl teil, da er mit diesem sicherer und flexibler agieren kann.
Matthias ist ein eher ruhiger Schüler, der mit Motivation am Sportunterricht
teilnimmt.
Seine Ausdauerfähigkeit
ist gut ausgeprägt.
>>>M.
soll sein Tempo so wählen, dass er über die gesamte Fahrdauer gefordert wird.
T.
Behinderung: Frühkindlicher Hirnschaden,
Niereninsuffizienz, Hypospadie,
zentrale Wahrnehmungsstörungen, schnelle Ermüdung durch Medikamente,
Hilfsmittel: Brille, Medikamente
T.
weist ein eher unauffällige Bewegungsbild auf, wobei eine leichte Ungelenkheit
seiner Bewegungen zu sehen ist. Er interessiert sich sehr für Sport und nimmt
mit Freude am Schulsport teil. Aufgrund seiner Nierenerkrankung darf er sich
körperlich nicht überanstrengen, worauf er auch hingewiesen werden muss.
T.
Ausdauerfähigkeit ist trotz seiner Behinderung recht gut ausgeprägt.
>>>Für T.
ist es wichtig seine individuelle Belastungsgrenze zu beachten und nicht zu
überschreiten. Seine Pulsfrequenz sollte unter 160 Schlägen pro Minute bleiben.
Ansonsten soll er im Rahmen seiner Möglichkeiten in einem gleichmäßigen, lockeren
Tempo laufen.
Behinderung: Spina bifida, Hydrocephalus internus, allg.
Retardierung
Hilfsmittel: Brille
S.
weist eine starke Adduktion der Beine auf, wodurch er in seinem Gleichgewicht
beeinträchtigt ist. Er ist ein sehr freundlicher Schüler und nimmt mit Elan am
Sportunterricht teil.
Seine
Ausdauerfähigkeit kann noch gefördert werden.
>>>S.
kann behinderungsbedingt nicht über einen längeren Zeitraum laufen und er macht
selbstständig Gehpausen. Er kann sein Tempo nach seinen Möglichkeiten gut
dosieren und läuft mit großer Motivation. S. soll sich nach seinem
Leistungsvermögen belasten und das Laufen als wohltuend empfinden.
R.
Behinderung:
Chronische
Niereninsuffizienz (Spenderniere), Kleinwuchs, Nebenschilddrüsenüberfunktion
Hilfsmittel: Medikamente
R.s Bewegungsbild ist unauffällig und er kann im motorischen
Bereich auf eine gute Erfahrungsgrundlage zurückgreifen. Er ist ein sehr guter
und motivierter Sportler, der sich rege am Sportunterricht beteiligt.
Im Bereich der
Ausdauer zeigt R. ebenfalls eine überdurchschnittliche Entwicklung. Sein
Ruhepuls ist extrem niedrig und die Laufanforderungen im Sportunterricht
stellen für ihn nur eine geringe Belastung dar.
>>>R.
soll versuchen, ein für sich angemessenes Tempo im aeroben Bereich zu finden,
um so seine aerobe Ausdauerfähigkeit noch weiter auszubauen.
S.
Behinderung:
Frühkindliche
Hirnschädigung, Sehstörung, Strabismus, geringe Spastik an den Händen
S.s Bewegungsablauf weist im grobmotorischen Bereich
Unsicherheiten auf. S. ist von sich aus ein antriebsarmer Schüler, der versucht
Belastungen zu vermeiden.
Im Bereich
Ausdauer verfügt er eigentlich über genügend Reserven, er hat jedoch ein völlig
anderes Selbstbild.
>>>S.
benötigt Anforderungen, um seine sportlichen Fähigkeiten kennenzulernen.
Darüber hinaus soll er Anstrengungsbereitschaft entwickeln.
C.
Behinderung: Cerebrale Dysfunktion, Spastische
Diplegie, allgemeine Retardierung
Hilfsmittel: Brille, Rollstuhl
C.
kann seinen Rollstuhl selbstständig fahren verfügt jedoch nur über ein
sehr begrenztes
Kraftmaß. Er fährt langsam.
Seine
Ausdauerfähigkeit ist eingeschränkt.
>>>C.
fährt oft mit J. zusammen, wodurch beide ein dosiertes Tempo fahren und dieses
über einen längeren Zeitraum halten können. C. erhält so Selbstbestätigung über
seine Leistung und traut sich mit seinem Rollstuhl mehr zu.
M.
Behinderung: Muskeldystrophie Duchenne
Hilfsmittel: Elektrorollstuhl
M.
einzige Fortbewegungsmöglichkeit ist über den Joystick den Elektrorollstuhl zu
bewegen. Aufgrund seiner Krankheit ist er sehr vorsichtig und traut sich nur
wenig zu. Im Sportunterricht hält er sich dementsprechend zurück. Weil er fahrtechnisch
sehr geschickt mit seinem Rollstuhl umgeht, stellt das „Parcoursfahren“ eine
für ihn angemessene Anforderung dar. Darüber hinaus ist es für ihn wichtig, in
die Sportgruppe integriert und an dem
gesamten Biathlon beteiligt zu sein.
M.
Behinderung: Schwere spinale Muskelatrophie,
Gelenkkontraktionen, Deformation der Wirbelsäule
Hilfsmittel: Elektrorollstuhl
M.
kann sich nur mittels Elektrorollstuhl fortbewegen. Sein Bewegungsradius
beschränkt sich auf seine Arme. Selbst das Bewegen des Joysticks strengt ihn
über einen längeren Zeitraum an.>>>M. hat die Schule eigentlich schon
verlassen und arbeitet. Er besucht die Schule zur Zeit nur, um die Entlassfeier
mitzumachen. Dementsprechend hat er an der gesamten Unterrichtsreihe nicht
teilgenommen. Er wird in der Unterrichtsstunde die gleichen Aufgaben wie M.
erhalten.
Darstellung der
zielschwerpunktbezogenen Lernausgangslage
|
|
S. (Rolli) |
M. (Rolli) |
N. |
S. |
M. |
F. |
M. (Rolli) |
M. |
K. |
|
Zielschwerpunktbezogene Lernausgangslage |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Ausdauerfähigkeit
(konditionelle
Fähigkeiten) |
YYY |
YY |
YY |
YY |
YY |
YYY |
YY |
YY |
YY |
|
Wechselseitige
Arm-Beinkoordination (koordinative
Fähigkeiten) |
/ |
/ |
Y |
Y |
YY |
YY |
/ |
YY |
YYY |
|
Laufen
bzw. Fahren im aeroben Bereich |
YYY |
YY |
Y |
YYY |
YY |
YYY |
YY |
Y |
YY |
|
Rationelle
Atmung |
YYY |
Y |
YY |
YY |
YYY |
YYY |
YY |
YY |
YY |
|
Zeit-/
Tempogefühl |
YYY |
YYY |
YY |
YYY |
YY |
YYY |
YY |
YY |
Y |
|
Gleichmäßiger
Lauf bzw. Fahrrhythmus |
YYYY |
YY |
YY |
YYY |
YY |
YYY |
YY |
YY |
YY |
|
Mentale
Bereitschaft zum Ausdauerlauf |
YYY |
YY |
Y |
YYY |
YY |
YYY |
YYY |
YY |
YY |
|
Belastung
in Verbindung mit Puls bewerten |
YY |
YYYY |
YY |
YY |
YYY |
YYY |
YYY |
YY |
YY |
Legende:
YYYY= Fähigkeit sicher vorhanden YYY=
Fähigkeit überwiegend vorhanden
YY= Fähigkeit teils vorhanden Y= Fähigkeit kaum vorhanden
Darstellung der stundenspezifischen und allgemeinen
Lernausgangslage
|
|
S. (Rolli) |
M. (Rolli) |
N. |
S. |
M. |
F. |
M. (Rolli) |
M. |
K. |
|
Stundenbezogene Lernausgangslage |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Bewegungsabbildungen
umsetzen |
YY |
YYY |
Y |
Y |
YYY |
YY |
YY |
YY |
YY |
|
Mit
Pfeilen zielgerichtet werfen |
YYY |
YY |
YY |
YY |
YYY |
YY |
YYY |
YY |
YY |
|
Puls
messen |
YY |
YYYY |
YYY |
YYY |
YYYY |
YY |
YYYY |
YY |
YY |
|
Allgemeine Lernausgangslage |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Aufgabenverständnis |
YY |
YYYY |
YY |
Y |
YYY |
YY |
YYY |
YY |
YY |
|
Motivation
für den Sportunterricht |
YYY |
YYY |
YY |
YYY |
YY |
YYYY |
YYY |
YY |
YY |
|
Anstrengungsbereitschaft |
YY |
YY |
Y |
YYY |
YY |
YYYY |
YYYY |
YY |
YYY |
|
Kooperation
|
YYY |
YYYY |
YYY |
YY |
YYY |
YYYY |
YYY |
YY |
YY |
Legende:
YYYY= Fähigkeit sicher vorhanden YYY=
Fähigkeit überwiegend vorhanden
YY= Fähigkeit teils vorhanden Y= Fähigkeit kaum vorhanden
Darstellung der zielschwerpunktbezogenen Lernausgangslage
|
|
J. (Rolli) |
R. |
S. |
S. |
T. |
M. (Rolli) |
C. (Rolli) |
|
Zielschwerpunktbezogene Lernausgangslage |
|
|
|
|
|
|
|
|
Ausdauerfähigkeit
(konditionelle
Fähigkeiten) |
YY |
YYYY |
YYY |
YY |
YY |
YYY |
YYY |
|
Wechselseitige
Arm-Beinkoordination
(koordinative Fähigkeiten) |
/ |
YYYY |
YY |
YY |
YYY |
/ |
/ |
|
Laufen
bzw. Fahren im aeroben Bereich |
YYY |
YYY |
YY |
YY |
YY |
YYY |
YYY |
|
Rationelle
Atmung |
YY |
YYY |
YY |
YY |
YY |
YYY |
YY |
|
Zeit/
Tempogefühl |
YYYY |
YYYY |
YY |
YYY |
YY |
YYY |
YYY |
|
Gleichmäßiger
Lauf- bzw. Fahrrhythmus |
YY |
YYYY |
YY |
YY |
YYY |
YYY |
YY |
|
Mentale
Bereitschaft zum Ausdauerlauf |
YYYY |
YYYY |
YYY |
YY |
YYYY |
YYY |
YYYY |
|
Belastung
in Verbindung mit Pulsschlag bewerten |
YYYY |
YYYY |
YYYY |
YY |
YYY |
YYY |
YYYY |
Legende:
YYYY= Fähigkeit sicher vorhanden YYY=
Fähigkeit überwiegend vorhanden
YY= Fähigkeit teils vorhanden Y= Fähigkeit kaum vorhanden
Darstellung der stundenspezifischen und allgemeinen
Lernausgangslage
|
|
J. (Rolli) |
R. |
S. |
S. |
T. |
M. (Rolli) |
C. (Rolli) |
|
Stundenbezogene Lernausgangslage |
|
|
|
|
|
|
|
|
Bewegungsabbildungen
umsetzen |
YY |
YYY |
Y |
Y |
YYY |
YY |
YY |
|
Mit
Pfeilen zielgerichtet werfen |
YYY |
YY |
YY |
YY |
YYY |
YY |
YYY |
|
Puls
messen |
YY |
YYYY |
YYY |
YYY |
YYYY |
YY |
YYYY |
|
Allgemeine Lernausgangslage |
|
|
|
|
|
|
|
|
Aufgabenverständnis |
YY |
YYYY |
YY |
Y |
YYY |
YY |
YYY |
|
Motivation
für den Sportunterricht |
YYY |
YYY |
YY |
YYY |
YY |
YYYY |
YYY |
|
Anstrengungsbereitschaft |
YY |
YY |
Y |
YYY |
YY |
YYYY |
YYYY |
|
Kooperation |
YYY |
YYYY |
YYY |
YY |
YYY |
YYYY |
YYY |
Legende:
YYYY= Fähigkeit sicher vorhanden YYY=
Fähigkeit überwiegend vorhanden
YY= Fähigkeit teils vorhanden Y= Fähigkeit kaum vorhanden
Verlaufsplanung
|
Phase |
Unterrichtsaktivität |
Medien |
Organisationsform |
Method.-didakt. Kommentar |
|
Freie
Bewegungsphase |
·
Sch., die
schon in der Sporthalle eingetroffen sind, können sich in der Halle bewegen,
sich Kleingeräte nehmen oder sich mit MitschülerInnen austauschen |
·
Kleingeräte |
·
Frei in der
Halle |
·
Da die Sch.
aus zwei verschiedenen Klassen kommen und vor dem Sportunterricht
Frühstückspause ist, betreten sie die Halle nicht unbedingt gleichzeitig,
deshalb bietet sich ein gleitender Unterrichtsbeginn an. ·
Abbau des
ersten Bewegungsdranges oder Möglichkeit sich untereinander auszutauschen. |
|
Einstieg/ Erwärmung |
·
Zusammenkommen
im Kreis, Begrüßung des Prüfungsausschusses ·
LAA fragt
nach dem Thema und dem Ziel der heutigen Stunde ·
LAA spricht
Aufwärmphase an. Ein Sch. soll noch einmal kurz für alle den Verlauf der
Aufwärmphase darstellen ·
LAA fragt
nach Sinn und Zweck der Aufwärmphase ·
Aufwärmphase: Sch. laufen/fahren zu Musik durch die
Halle. Bei Musikstop sucht sich jeder Sch. ein Hütchen und führt die
abgebildete Übung möglichst selbständig aus ·
Beim
letzten Musikstop pfeift LAA und fordert die Sch. auf, die Hütchen auf die
vorher angebrachten Markierungen auf dem Hallenboden zu stellen und sich
anschließend im Kreis zu versammeln |
·
Kassetten-recorder ·
Musik ·
Hütchen ·
Versch.
Übungskarten ·
Markierungen
auf dem Hallenboden |
·
Sitzen im
Kreis ·
Sch.
bewegen sich frei durch die Halle |
·
LAA hat den
Aufbau für das Aufwärmspiel schon vorgenommen. ·
Biathlonplakat
dient der Einstimmung auf das Thema. ·
Themen- und
Zieltransparenz. ·
Auf das
Messen des Ruhepuls und das Eintragen in die Ausdauermappen wird in dieser
Stunde aus Zeitgründen verzichtet. ·
Das
gemeinsame Aufwärmspiel dient sowohl der Einstimmung als auch der Erwärmung.
Die Kombination traben/fahren und Stretching entspricht dem üblichen
Aufwärmen vor einem Ausdauerlauf/Ausdauerfahren. Die Sch. sind mit dem
Hintergrund vertraut. (Auswahl der Stretchingübungen s. Anhang) ·
Differenzierung: die Muskulatur wird bei Läufern und
Rollifahrern unterschiedlich beansprucht. Unter jedem Hütchen sind spezielle
Aufwärmübungen für Rollifahrer und Läufer. Die Übungen sind farblich
markiert. (Blau=Rollifahrer, Gelb=Läufer) ·
Um eine
Bewegungsvorstellung zu vermitteln sind die Übungen grafisch dargestellt. ·
M. macht
Übungen, die auf seinen Zielschwerpunkt abgestimmt sind. Da er die Hütchen
nicht anheben kann, sind seine Übungen auf den Hütchen angebracht. ·
Musikrhythmus
soll die Sch. auf lockeres Trab- bzw. Fahrtempo einstimmen. ·
Da die
korrekte Ausführung der Übungen für die Sch. noch schwierig ist, übernehmen
LAA und SoL bei Bedarf die Bewegungskorrektur. ·
Die Musik
ist mit passenden Pausen aufgenommen, so dass die LAA mehr Zeit für die Sch.
aufbringen kann. Außerdem sind so gleichbleibende Pausen gewährleistet. ·
Das
eigenständige Ausführen der Übungen dient der zunehmenden Selbstständigkeit
der Sch.. ·
LAA pfeift
auf den Fingern als Signal sich im Kreis zu versammeln. ·
Falls M.
auf Toilette muß, wird der SoL ihn begleiten. |
|
Erarbeitung |
·
Sch. sitzen
im Kreis ·
LAA bittet
Sch. sich auf ihren Herzschlag und ihre Atmung zu konzentrieren. LAA fragt
die Sch. was sie empfinden. ·
LAA
erläutert den Ablauf des folgenden Biathlons. ·
LAA betont,
dass nicht Schnelligkeit, sondern gleichmäßiges und konstantes
Ausdauerlaufen/ -fahren das Ziel ist. |
|
·
Sch. sitzen
im Kreis |
·
Sch. sollen
die Wirkungen des Aufwärmens am eigenen Körper spüren. ·
Es ist
wichtig, die individuelle Tempowahl zu betonen. ·
LAA ruft in
Erinnerung, dass die Sch. nur so schnell laufen, dass sie sich noch
unterhalten können (>Regel). Es ist hilfreich mit einem Partner zu laufen,
um das Tempo besser zu dosieren. |
|
Durch-führung |
·
Sch.
stellen sich an Startmarkierung auf und LAA gibt Startkommando ·
Sch. laufen
den ersten Biathlon-Durchgang (10 Minuten) ·
Sch.
starten mit dem Biathlon gegen den Uhrzeigersinn ·
Nach 10
Min. werfen die Sch. auf die Dartscheibe. Trifft ein Sch. in den roten Kreis
werden 30 Sekunden, trifft ein Sch. in den schwarzen Kreis 60 Sekunden für
die ganze Gruppe von der Gesamtdauer des nachfolgenden Biathlon-Durchgangs
abgezogen ·
Jeder Sch.,
der getroffen hat, heftet seine Zeit an der Tafel an. Sch. errechnen gemeinsam
mit der LAA ,wie lange sie im zweiten Biathlon Durchgang noch laufen müssen ·
LAA gibt
Startkommando ·
Sch. laufen
gemeinsam im Uhrzeigersinn den zweiten Biathlon-Durchgang ·
LAA pfeift
und ruft die Sch. vor dem Tor zusammen. Sch. sollen ihren Belastungspuls
messen bzw. ablesen. LAA fragt Pulswerte 160, 130 und 100 ab. |
·
Hütchen ·
Zielscheiben ·
Pfeile ·
Schießgerät ·
Bänke ·
2 Matten ·
Start-markierung ·
Pulsuhren |
·
Sch. laufen
um ein abgesteck-tes Feld |
·
Durch das
Festlegen einer bestimmten Laufdauer als bestimmende Größe, kann jeder Sch.
seine individuelle Belastung selbst bestimmen. Durch das Herausnehmen eines
Wettkampfgedankens fühlt sich kein Sch. unter Druck gesetzt und kann sein
dosiertes Tempo laufen und so im steady-state bleiben. ·
Zum
Überholen dürfen die Sch. die Feldgrenzen überschreiten. Das Feld einzuhalten
ist nicht so wichtig, da es nicht um eine bestimmte Strecke geht. ·
SoL läuft
den gesamten Biathlon mit als motivationelle Unterstützung . Dabei kann er
sich mit den Sch unterhalten und auf evtl. Fehler aufmerksam machen ·
Differenzierung: M. soll nicht nur fahren, sondern hat
zusätzlich noch fahrtechnische Aufgaben zu bewältigen. M., M., T. und K.
tragen ein Pulmessgerät, um ein dosiertes Tempo einhalten zu können. ·
LAA achtet
auf die Zeit, lobt, feuert an und läuft evtl. vereinzelte Runden mit, um Sch.
zu unterstützen oder zu beraten. (s. Individualziele) ·
Während des
gesamten Laufs läuft leise beschwingte Hintergrundmusik, um Sch. zu
motivieren. Die Musik ist langsam, um die Sch. nicht zu schnellem Laufen zu
animieren. ·
Die Zeit
des zweiten Laufdurchgangs hängt von der Treffsicherheit der Schüler ab ·
Die Zeiten
können einfach an die Tafel geheftet werden und die Sch. können die Zeiten
selbstständig in Minuten umrechnen. (Prinzip der Selbsttätigkeit) ·
Die
Zielscheiben für die Rollstuhlfahrer hängen niedriger als die Zielscheiben
der Läufer. ·
Um nicht zu
lange Wartezeiten aufkommen zu lassen wird gleichzeitig auf die Zielscheiben
geworfen. Um Verletzungen zu vermeiden betreut die LAA das Werfen der Läufer
und der SoL betreut das Werfen der Rollifahrer. Matthias schießt auf die
Zielscheibe. ·
Sch. müssen
sich nach Laufbelastung auf das koordinativ anders beanspruchende Werfen
umstellen. ·
Je nachdem
wieviele Sch. treffen, je nach Hitze und Verfassung der Sch. liegt es im
Ermessen der LAA den Sch. noch einen zweiten Wurfdurchgang zu ermöglichen, um
so die Zeit des zweiten Durchgangs weiter zu reduzieren. ·
Der zweite
Durchgang kann nicht weniger las % Minuten dauern, da das Ziel ist für das
DLV Abzeichen zu trainieren ·
Die Auswahl
der Zeitdauer erfolgt unter Berücksichtigung des Alters und Leistungsstandes
der Sch.. Darüber hinaus stimmen die Zeiten mit den Anforderungen des
DLV-Laufabzeichens Stufe 1 überein. ·
Die Sch.
laufen im zweiten Biathlon anders herum, um eine einseitige Belastung zu
vermeiden. LAA verlegt „Startbalken“ auf die andere Seite. ·
Die Sch.
sollen sich zwar anstrengen, aber keine Erschöpfung verspüren. (sie sollen
ein Tempo wählen, bei dem sie sich noch unterhalten können>>Regel) ·
LAA
versammelt die Sch. vor dem Tor, damit sie sich nicht wie im Kreis sofort
hinsetzen. Sch. sollen stehen bleiben und Belastungspuls messen. ·
LAA und SoL
helfen einigen Sch. den Puls zu zählen. ·
Falls
einige Sch. den Puls nicht finden, sollen sie sich auf ihren Herzschlag und
die Atmung konzentrieren. ·
Pulsmessen
soll nur einen Eindruck geben. Ob die gewählte Belastung richtig dosiert war.
Sch. kennen Pulsrichtwerte |
|
Abschluß Reflexion |
·
LAA fordert
Sch. auf Dreiergruppen zu bilden ·
LAA kündigt
das bekannte „Wer bin ich?“ Spiel an ·
LAA hat auf Klebestreifen Namen von
Personen aus der Schule vorbereitet und klebt einem Sch. das Schild auf den
Rücken. Dieser Sch. soll nun durch Fragen herausfinden, welcher Name auf
seinem Rücken steht. Die beiden Mitspieler müssen seine Fragen passend
beantworten. Während des gesamten Spielverlaufs soll sich die Gruppe bewegen. ·
Falls eine
Gruppe sehr schnell fertig ist hat LAA noch weitere Namen vorbereitet, die
die Gruppe abholen kann ·
Auf Pfiff
versammeln sich alle Sch. im Kreis ·
LAA fordert
Sch. auf sich auf ihren Herzschlag und ihre Atmung zu konzentrieren und
erbittet Rückmeldung über das derzeitige Befinden der Sch. ·
Anschließend
sollen die Sch. mit einem Pfeil die Laufzeit bewerten. Die Laufzeit war „zu
lang“, „genau richtig“, „zu kurz“ ·
Gemeinsamer
Abbau. |
·
Beschriftete
Tesakrepp-streifen ·
Korktafel
mit Plakat ·
Pfeile |
·
Sch. gehen /fahren in Dreiergruppen durch die Halle ·
Sch. sitzen
in Halb-kreis vor der Tafel |
·
Bei dem
„Wer bin ich?“-Spiel werden die Sch. in ein langsames Gehtempo „gezwungen“,
da sie sich unterhalten müssen ·
Cool-down
ist wichtig, damit der Kreislauf nicht zu abrupt abfällt ·
Es wird die
Form der verbalen und visuellen Reflexion gewählt, da die Sch. gerne erzählen
und sie ihr momentanes Befinden besser mündlich mitteilen können ·
Die
visuelle Reflexion dient einem Überblick über die Laufleistung während des
gesamten Biathlons ·
Die Sch.
sind daran gewöhnt mit abzubauen. Die Sch., die Therapie haben, dürfen die
Halle sofort verlassen. |
Literatur
BALSTER, K.: Kinder mit
mangelnden Bewegungserfahrungen. Teil, I,II. Diusburg 1998.
BREITHECKER, D./ LIEBISCH,
R.: Überlegungen zur Verbesserung der allgemeinen dynamischen aeroben
Ausdauerleistungsfähigkeit, S. 123-133. In: Bundesarbeitsgemeinschaft zur
Förderung Haltungs- und Bewegungsauffälliger Kinder und Jugendlicher E.V.,
Mainz 1995.
DORDEL,
S.: Bewegungsförderung in der Schule. Dortmund 1993.
HABERKORN,
C., PLAß, R.: Leichtathletik 1. Didaktische Grundlagen Lauf. Frankfurt am Main
1992.
HOLLMANN,
W., HETTINGER, T.: Sportmedizin; Arbeits- und Trainingsgrundlagen. Stuttgart
1990
HOTTENROTT,
K., ZÜLICH, M.: Ausdauertrainer Laufen. Reinbek bei Hamburg 1997
LANDESINSTITUT
für Schule und Weiterbildung: Werkstattberichte. Curriculumrevision im
Schulsport in Nordrhein-Westfalen. Soest 1997.
LÜCHTENBERG,
D.: Laufen in Schule, Verein und Freizeit. Aachen 1995.
MEDLER,
M.: Ausdauerlauf in der Schule. Neumünster 1987.
MEDLER,
M: Biathlon in der Leichtathletik. In: Sport Praxis 2/94, S. 19-20.
NAUNHEIM,
P.: Fitness-Training ohne Trott. Mühlheim an der Ruhr 1997.
RÖTHIG,
P.: Sportwissenschaftliches Lexikon. Schorndorf 1983.
SONNTAG,
W.: Fit mit Laufen. Niedernhausen 1988.
VON
BRUCH, H.: Sport mit Elektrorollstuhlfahrern. In: Zeitschrift für
Heilpädagogik, 10/ 1997, S. 416-420.
WEIMANN, R.:
Erlebnisorientierte Ausdauerschulung im Grundschulalter, S. 134-139. In:
Bundesarbeitsgemeinschaft zur Förderung Haltungs- und Bewegungsauffälliger
Kinder und Jugendlicher E.V., Mainz 1995.
WEINECK, J.: Optimales Training. Erlangen 1994.
Teilen um meine eigene selbstständige Leistung
Anhang:
·
Abbildungen der Stretchingübungen