Studienseminar für das Lehramt für Sonderpädagogik Dortmund

Schriftliche Planung der unterrichtspraktischen Prüfung

[gemäß § 59 (5) OVP]

 

 

 

Schule:                                                     

                                                                      

                                                                      

Datum:                                                       April 2000

Uhrzeit:                                                    10.15 Uhr bis 11.00 Uhr

Fachrichtung:                                      Sondererziehung und Rehabilitation

der Körperbehinderten

Klasse:                                                       XX (3w; 5m; ein S krank)

Ausbildungslehrerin:                                Frau R

 

 

 

 

 

Prüfungsausschuss

   Hauptseminarleiterin:                               Frau H

   Ausbildungskoordinator:                      Herr P

   Fachleiter:                                                       Herr J

 

 

 

 

 

 

 

Thema der Unterrichtsprobe:

Wir schaukeln in unserer Lieblingsschaukel hin und her –

eine Stunde zur Förderung der vestibulären Wahrnehmung

 
 

 



Inhalt

 

 

1. Angaben zur Reihe

1

    1.1 Thema der Reihe

1

    1.2 Förderschwerpunkt der Reihe

1

    1.3 Aufbau der Reihe

1

 

 

2. Angaben zur Unterrichtsprobe

3

    2.1 Thema der Unterrichtsprobe

3

    2.2 Förderziel der Unterrichtsprobe

3

    2.3 Zielorientierte Handlungsschritte

3

    2.4 Umsetzung des Förderschwerpunktes

4

    2.5 Darstellung der Lernausgangslage

4

 

 

3. Verlaufsplanung

11

 

 

4. Literatur

13

 

 

5. Anhang

14

 

 

6. Erklärung

17

 

 


1. Angaben zur Reihe

1.1 Thema der Reihe

„Schaukeln, schaukeln das macht Spaß“

 

 

1.2 Förderschwerpunkt der Reihe

Förderung der vestibulären Wahrnehmung

 

 

1.3 Aufbau der Reihe

1. Stunde:        Wir machen uns mit der neuen Klassenraumgestaltung vertraut

Förderziel: Die S sollen in ihrer vestibulären Wahrnehmung gefördert werden, indem sie sich auf unterschiedliche Schaukelangebote einlassen und diese möglichst eigenaktiv benutzen.

 

2. Stunde:        Wir schaukeln im Liegen hin und her

Förderziel: Die S sollen in ihrer vestibulären Wahrnehmung gefördert werden, indem sie sich liegend auf Schaukelangebote einlassen und diese möglichst eigenaktiv benutzen. Sie sollen die vestibulären Anregungen als angenehm empfinden und auf die Bewegungen mit Aufmerksamkeit bzw. Entspannung reagieren.

 

3. Stunde:        Wir liegen auf dem Airtramp und „schaukeln“ auf und ab

Förderziel: Die S sollen in ihrer vestibulären Wahrnehmung gefördert werden, indem sie sich liegend auf leichte Auf- und Abwärtsbewegungen auf dem Airtramp einlassen und diese möglichst eigenaktiv fortführen. Sie sollen die vestibulären Anregungen als angenehm empfinden und auf die Bewegungen mit Aufmerksamkeit bzw. Entspannung reagieren.

 

4. Stunde:       Wir schaukeln in unserer Lieblingsschaukel hin und her

Förderziel: Die S sollen in ihrer vestibulären Wahrnehmung gefördert werden, indem sie sich liegend, sitzend bzw. kniend auf unterschiedliche Schaukelangebote einlassen und diese möglichst eigenaktiv benutzen. Sie sollen die vestibulären Anregungen als angenehm empfinden und auf die Bewegungen mit Aufmerksamkeit bzw. Entspannung reagieren.

 

5. Stunde:        Wir sitzen auf dem Airtramp und „schaukeln“  auf und ab

Förderziel: Die S sollen in ihrer vestibulären Wahrnehmung gefördert werden, indem sie sich möglichst aufrecht auf leichte und intensivere Auf- und Abwärtsbewegungen auf dem Airtramp einlassen und diese möglichst eigenaktiv fortführen. Sie sollen die vestibulären Anregungen als angenehm empfinden und auf die Bewegungen mit Aufmerksamkeit bzw. Entspannung reagieren.

 

 

Förderziel (D): D soll in seiner vestibulären Wahrnehmung gefördert werden, indem er sich sitzend auf leichte Auf- und Abwärtsbewegungen auf dem Airtramp einlässt, die vestibuläre Anregung als angenehm empfindet und hierauf mit Aufmerksamkeit bzw. Entspannung reagiert. Während des intensiveren Angebots soll D auf einem Trampolin eine weitere Qualität der Auf- und Abwärtsbewegung kennen lernen und mit Aufmerksamkeit bzw. Entspannung reagieren.

 

 

 

Anmerkungen zur Reihe:

-          Der Aufbau der Schaukelangebote im Klassenraum ermöglicht sowohl eine kontinuierliche Förderung der vestibulären Wahrnehmung (Wiederholung der einzelnen Stundeninhalte) als auch eine individuelle Weiterführung und Ergänzung der Förderung entsprechend der o.g. Reihe während der Ruhezeiten anderer S (o.ä.).

-          Die unterschiedlichen Angebote ermöglichen es, die individuellen Lernausgangslagen (s. S. 5-10) zu berücksichtigen. Eine weitere Möglichkeit der Differenzierung ergibt sich dadurch, dass die Bewegungen und somit die Intensität der verschiedenen Anregungen variiert werden können. Das ist gerade bei der vestibulären Wahrnehmung von großer Bedeutung (s. Begründungszusammenhang).

-          Die Stunden 3 und 5 finden in der Sporthalle statt.

 

 


2. Angaben zur Unterrichtsprobe

2.1 Thema der Unterrichtsprobe

Wir schaukeln in unserer Lieblingsschaukel hin und her

 

 

2.2 Förderziel der Unterrichtsprobe

Die S sollen in ihrer vestibulären Wahrnehmung gefördert werden, indem sie sich liegend, sitzend bzw. kniend auf unterschiedliche Schaukelangebote einlassen und diese möglichst eigenaktiv benutzen. Sie sollen die vestibulären Anregung als angenehm empfinden und auf die Bewegungen mit Aufmerksamkeit bzw. Entspannung reagieren.

 

 

2.3 Zielorientierte Handlungsschritte

Die S sollen in ihrer vestibulären Wahrnehmung gefördert werden, indem sie...

-          sich möglichst liegend auf die bevorstehenden Anregungen einstimmen lassen (Lied, Verbalisierungen)

-          die Auf- und Abwärtsbewegungen des Luftkissens als bekannte vestibuläre Anregung aus der letzten Stunde wahrnehmen und „wiedererkennen“ und mit Aufmerksamkeit und Motivation zur Eigenaktivität reagieren

-          sich durch das „Zurückkehren“ auf den festen Boden dem Ende der vestibulären Anregung (Auf- und Abwärtsbewegungen) bewusst werden

-          sich durch das Lied zum Wechsel auf die bevorstehenden Anregungen einstimmen lassen

-          auf den Wechsel des Lernortes und die Schaukelangebote in den Klassenräumen mit Motivation und Interesse reagieren

-          sich auf mindestens ein neues Schaukelangebote im Sitzen bzw. Knien einlassen (Übergang von liegender zur aufrechten Position)

-          die durch das hin und her Schaukeln/Geschaukelt werden hervorgerufenen vestibulären Anregungen wahrnehmen und als angenehm empfinden

-          durch den Wechsel des Schaukelangebots eine weitere Qualität des hin und her Schaukelns wahrnehmen

-           auf Schaukelbewegungen mit Entspannung bzw. Aufmerksamkeit reagieren (Vermeiden von Überstimulation! à Differenzierung: siehe individuelle Lernvoraussetzungen, Maßnahmen)

-          auf die handelnden und verbalen Anregungen mit Eigenaktivität reagieren und somit die Anregungen selber mitgestalten und ihre Intensität bestimmen

-          sich auf festem Boden liegend und unterstützt durch ausgleichende tiefensensible Reize und Musik entspannen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2.4 Umsetzung des Förderschwerpunktes

Lernsituation

Bezug zum / Umsetzung des FöSchs

Einstiegslied

-           FöSch-Transparenz: „Schaukeln“ à vestibuläre Wahrnehmung; verbale Hinführung auf die bevorstehenden Anregungen

Luftkissen

-           liegend auf Anregung warten / „bereit machen“

-           liegend Aufwärtsbewegung wahrnehmen

-           Auf- und Abwärtsbewegungen wahrnehmen und mitgestalten

-           liegend Abwärtsbewegung wahrnehmen

-           Anregungen „wiedererkennen“; Rückbezug zu vestibulären Anregungen der vorangegangenen Stunde

Lied zum Wechsel

-           verbale Hinführung auf den Wechsels der vestibulären Anregungen

Schaukeln 1

-           in aufrechter Körperhaltung vestibuläre Anregungen („hin und her“) wahrnehmen

-           auf die Anregungen mit Entspannung bzw. Aufmerksamkeit reagieren

-           vestibuläre Anregungen möglichst eigenaktiv mitgestalten

Schaukeln 2

-           s.o.

-           weitere Qualität des hin und her Schaukelns wahrnehmen / vestibuläre Anregungen differenzieren

Abschluss

-           Ausgleich der vestibulären Anregung durch tiefensensible Reize und entspannte Lagerung (Unterstützung durch Musik)

 

 

2.5 Darstellung der Lernausgangslage im Hinblick auf den Förderschwerpunkt:

Alle S der Klasse 7C werden nach den Richtlinien für die Förderung schwerstbehinderter Schüler in Sonderschulen (Ministerium .. 1985) unterrichtet. Hier findet sich in dem Bereich „Fähigkeit, über den Körper die eigene Person zu erleben“ (ebd., 12-19) das Unterrichts- und Erziehungsziel „Fähigkeit, die Raumlage des Körpers in Ruhe und Bewegung zu erleben“ (ebd., 12-13). Dieses wiederum ist unterteilt in die Ziele „Lageveränderungen durch unterschiedliche Lagerungen erfahren, empfinden und darauf reagieren“, „Bewegtwerden des Körpers empfinden und wahrnehmen“, „Gleichgewicht halten“ sowie „selbständige Lageveränderungen vornehmen“ (ebd.), wobei dies bereits eine grobe Hierarchisierung des Förderschwerpunktes beinhaltet.

In den Empfehlungen zum Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung (Sekretariat 1998), die in Ergänzung zu den Empfehlungen zur sonderpädagogischen Förderung in den Schulen der Bundesrepublik Deutschland (Sekretariat 1994) herausgegeben worden sind, findet sich die Aussage, dass „Kinder und Jugendliche mit schweren Mehrfachbehinderungen“ (Sekretariat 1998, 6) Menschen benötigen, „die ihnen Lageveränderungen und Fortbewegung ermöglichen“ (ebd.). Weiterhin wird vorgegeben, dass „durch basale Förderung .. alle Sinne, wie die Tiefensinne, die Sinne der Haut, des Geruchs, des Geschmacks, des Gesichts, des Gehörs und des Tastens angesprochen“ (ebd.) werden sollen. Außerdem soll „die Entwicklung der individuellen basalen Fähigkeiten, deren Ausdifferenzierung sowie die Anbahnung von Bewegungs- und Handlungsmöglichkeiten im Mittelpunkt stehen“ (ebd., 5).

 

 

 

 

 

Teilkompetenzen

allgemein

- Lern- und Arbeitsverhalten

- Eigenaktivität

- körperliche Grundverfassung (bes. Anfallsbereitschaft; Rumpf- und Kopfstabilität)

 

bezüglich des FöSchs

- Schaukelbewegungen um die Körperlängsachse, liegend

wahrnehmen;  zulassen; als angenehm empfinden; eigenaktiv reagieren

 
- Schaukelbewegungen (vor- und rückwärts), liegend

- Auf- und Abwärtsbewegungen, liegend

- seitliche Schaukelbewegungen, sitzend bzw. kniend

- Schaukelbewegungen (vor- und rückwärts), sitzend bzw. kniend

- Schaukelbewegungen (seit-, vor- und rückwärts), sitzend bzw. kniend

- Drehbewegungen

- auf die Qualität der jeweiligen Anregung reagieren (Aufmerksamkeit bzw. Entspannung; Eigenaktivität)

 

 

Maßnahmen für alle S:

Alle S werden während des Schaukelns intensiv beobachtet, um eine Überstimulierung vermeiden zu können. Die vielfach betonte Eigenaktivität ermöglicht in diesem Zusammenhang, dass die S selber die Intensität der Anregung bestimmen. Außerdem werden die S in den unterschiedlichen Angeboten durch Gurte gesichert und mit Lagerungsmaterialien in ihrer Haltung unterstützt.

 

 

B (16.03)

[schwere Mehrfachbehinderung nach frühkindlichem Hirnschaden (Frühgeburt / Sauerstoffmangel, Zyanose) mit spastischer Diplegie und kombiniertem Anfallsleiden]

allgemein: - sie ist oft ablehnend gegenüber jeglichen Angeboten, was sie durch Schreien, autoaggressives Verhalten und heftige ganzkörperliche Bewegungen ausdrückt (Musik hat einen sehr beruhigenden Einfluss) / - bei guter Befindlichkeit: kurzfristig aufmerksames und interessiertes Lernverhalten / - Angebote, die sie interessieren führen meist zur Eigenaktivität / - Anfallsbereitschaft ist aufgrund von Medikamenten sehr niedrig / - verfügt über Kopf- und Rumpfkontrolle

bezüglich des FöSchs: - mag bes. Schaukelbewegungen im Liegen /  - verbindet Gefühlslagen wie Freude aber auch Wut mit heftigen (stereotypen) Schaukelbewegungen (letzteres in Verbindung mit autoaggressivem Verhalten (beißen, Kopfschlagen)) / - reagiert auf „labile Sitzflächen“ zunächst mit leichtem Protest, beruhigt sich aber schnell, wenn ihr durch die Anwesenheit von Personen Sicherheit vermittelt wird / - bei guter Befindlichkeit mag sie Schaukelbewegungen im Sitzen und schaukelt dann auch eigenaktiv / - reagiert verstärkt auf intensive Schaukelbewegungen / - Unterfunktion in der vestibulären Wahrnehmung

Schwerpunkt: - leichte Schaukelbewegungen im Sitzen wahrnehmen; mit Entspannung und Beruhigung auf diese Form der Anregung reagieren / - beim Anschaukeln stereotype Schaukelbewegungen aufnehmen und verändern (langsamer, seitlich) à Alternativen zu stereotypen Bewegungen, die häufig mit autoaggressiven Verhaltensweisen einhergehen, kennen lernen

 

 

Angebot

Maßnahmen

Luftkissen

durch Ansprache und leichte Massage von heftigen Bewegungen abhalten (Schutz anderer, empfindlicherer S!) à auch leichte Reize wahrnehmen

Schaukelstuhl (T)

beim Hinsetzen den Schaukelstuhl ruhig halten; Wechsel von langsamen und intensiveren Schaukelbewegungen; Eigenaktivität anregen (verbal, anschaukeln)

Schaukel (gr)

beim „Einsteigen“ muss die Schaukel festgehalten werden; Wechsel von langsamen und intensiveren Schaukelbewegungen (Aufgreifen und verändern von Stereotypien); seitliche Bewegungen; Eigenaktivität anregen (verbal, anschaukeln)

weitere Maßnahmen: Sollte B aufgrund ihrer Tagesform zu autoaggressivem Verhalten tendieren, wird ihr neben den leichten Schaukelbewegungen das Schaukellied „vorgesummt“. Beruhigt sie sich trotzdem nicht, wird sie in ihren Rollstuhl gesetzt und darf im anderen Klassenraum Musik hören (Kopfhörer und Sitzposition, um Mo nicht zu sehr abzulenken). Möglicherweise legt sie sich beim Umsetzen sofort auf den Boden. Es wird dann versucht, sie auf dem Boden liegend z.B. durch leichte Massagen zu beruhigen.

 

 

D (16.03)

[schwere Mehrfachbehinderung mit cerebraler Bewegungsstörung, geistiger Entwicklungsrückstand, Schwerhörigkeit, rechtsseitig fehlende Augenanlage]

allgemein: - sein Gesamtverhalten ist stark von seiner Tagesverfassung abhängig / - starke Tendenz, sich selbst zu verletzen und sich schmerzhafte Reize zuzufügen / - seine Hände sind aufgrund seiner Neigung, sich extrem an Augen und Ohren zu verletzen meist an den Handgelenken fixiert (kann, wenn permanente Beobachtung gewährleistet ist, gelöst werden) / - zeigt wenig Eigenaktivität / - Wirbelsäule wird durch Stäbe stabilisiert / - verfügt in Ansätzen über Kopfkontrolle

bezüglich des FöSchs: - mag besonders vestibuläre Anregungen um die Körperlängsachse / - reagiert auf Auf- und Abwärtsbewegungen im Liegen (Luftkissen) sowie intensivere vestibuläre Anregungen im Sitzen empfindlich / à Verarbeitung vestibulärer Reize eher wenig ausgeprägt, leichte Überempfindlichkeit

Schwerpunkt: - Erweiterung der Verarbeitung von vestibulären Anregungen: Gewöhnung an Auf- und Abwärtsbewegungen sowie Schaukelbewegungen im Sitzen / - Anregung zur Eigenaktivität (Beinbewegung, Abstoßen)

 

Angebot

Maßnahmen

Luftkissen (evtl. Ball, s.u.)

Lagerungshilfen & evtl. Unterstützung durch Zdl à Kopf und Beine stabilisieren & Sicherheitsgefühl

Schaukel (kl)

leichte Schaukelbewegungen (ohne Drehbewegungen!) mit Pausen (Ruhe; Möglichkeit zur Eigenaktivität); da wenig Eigenaktivität: Einzelarbeit

Mattenwiege

langsames geschaukelt werden mit Pausen (s. weitere Maßnahmen); dieses Angebot macht ebenfalls eine Einzelbetreuung notwendig

weitere Maßnahmen: Da D manchmal abhängig von seiner Tagesform sehr empfindlich auf Aktivitäten in seinem direkten Umfeld reagiert, kann es notwendig sein, ihm im Rahmen der Aktionsphase I anstelle des Luftkissens ein anderes Angebot zu machen. In diesem Fall sitzt er zusammen mit Zdl (auf dessen Schoß) auf einem Ball. Auch durch dieses Angebot nimmt D leichte Auf- und Abwärtsbewegungen wahr.

Während der Aktionsphase II werden viele Unterbrechungen in der vestibulären Anregung gemacht, um eine Überstimulation zu vermeiden (Überempfindlichkeit).

Im zweiten Teil der Aktionsphase II wird D ein Angebot im Liegen gemacht, das einer Lagerungssituation nahe kommt. Dieses Angebot vermittelt nur leichte vestibuläre Anregungen. Wird die Mattenwiege nicht bewegt, ergeben sich längere Pausen in der Anregung und somit Zeit zur Verarbeitung und „Erholung“ von den vestibulären Anregungen. (Zdl kann u.U. kurzzeitig (!) FL unterstützen, während R das Angebot der Rolle gemacht wird.)

 

 

Mo (15.03)

[spastische Tetraplegie mit mentaler und statomotorischer Retardierung und cerebralem Anfallsleiden]

allgemein: - großes Interesse an dinglicher und personaler Umwelt / - steht neuen Unterrichtsinhalten anfangs eher skeptisch gegenüber, lässt sich aber darauf ein / - leicht ablenkbar, benötigt dann erneute Ansprache / - Eigenaktivität kann meist durch verbale Aufforderungen angeregt werden / - wenig Kraft / - Anfallsbereitschaft ist aufgrund von Medikamenten sehr niedrig / - verfügt über eingeschränkte Kopf- und Rumpfkontrolle

bezüglich des FöSchs: - mag leichte Schaukelbewegungen sowohl im Liegen als auch im Sitzen / - weder Über- noch Unterempfindlichkeit feststellbar / {- hin und wieder schaukelnde Bewegungen des Oberkörpers (bei anderen S abgeschaut; Aufmerksamkeit erlangen?)}

Schwerpunkt: - Erweiterung der Verarbeitung vestibulärer Anregungen: Einlassen auf intensivere Schaukelbewegungen, diese als angenehm empfinden und  differenzieren / - Steigerung der Eigenaktivität

 

Angebot

Maßnahmen

Luftkissen

verbal zum Liegen bleiben anhalten

Schaukelschale

eigenaktive Lageveränderungen (Sitzen, Knien, Vierfüßlerstand); unter genauer Beobachtung die Intensität des Schaukelns steigern; Wechsel von langsamen und intensiveren Schaukelbewegungen; Eigenaktivität anregen (verbal, anschaukeln)

Schaukelstuhl (E)

unter genauer Beobachtung die Intensität des Schaukelns steigern; Wechsel von langsamen und intensiveren Schaukelbewegungen; Eigenaktivität anregen (verbal, anschaukeln)

weitere Maßnahmen: Aufgrund seiner sehr hohen Ablenkbarkeit bietet es sich für Mo an, mit M im anderen Klassenraum zu schaukeln, um seine Konzentration zu lenken und somit seine Eigenaktivität mehr anregen zu können (siehe auch weitere Maßnahmen bei B).

 

 

M (14.07)

[spastische Tetraplegie bei überwiegender Einschränkung der Beine, starke Spitzfußstellung, mentale und statomotorische Retardierung, autistische Züge]

allgemein: - zeigt sich in seinem Gesamtverhalten eher antriebsarm / - wirkt häufig „abwesend“ / - Eigenaktivität mündet bei ihm häufig in Stereotypien (heftiges Hantieren; Daumenlutschen; Wiegen von Kopf und Oberkörper) / - teilweise extrem aggressives Verhalten (meist scheinbar grundlos) / - verfügt über Kopf- und Rumpfkontrolle

bezüglich des FöSchs: - mag Schaukelbewegungen / - schaukelt eigenaktiv sowohl im Liegen als auch im Sitzen bzw. Knien (stereotypes meist seitliches Schaukeln, „Abwesenheit“) à Unterfunktion, permanente Selbststimulation schafft Bezugssystem (Sicherheit) / - aggressives Verhalten geht mit heftigen Bewegungen des Oberkörpers einher (u.a. Rollstuhl seitlich umkippen)

Schwerpunkt: - beim Anschaukeln Stereotypien aufnehmen, unterbrechen, verändern (Richtung) à Aufmerksamkeit anregen / - auf intensivere Anregungen nicht mit Aggressivität, sondern mit Aufmerksamkeit reagieren

 

Angebot

Maßnahmen

Luftkissen

durch Ansprache Aufmerksamkeit lenken, Stereotypien unterbrechen; u.U. zusammen mit P vorzeitiger Übergang zu Aktionsphase II, da Gesamtgruppe / körperliche Nähe zu aggressivem Verhalten führen kann (vgl. auch weitere Maßnahmen)

Schaukelstuhl (E)

Eigenaktivität anregen (verbal, anschaukeln); Stereotypien aufnehmen und verbal sowie durch leichtes Steigern der Anregung unterbrechen; genau beobachten, um kein aggressives Verhalten hervorzurufen

Schaukelschale

Eigenaktivität anregen (verbal, anschaukeln); Stereotypien verbal unterbrechen, aufgreifen und verändern; genau beobachten, um kein aggressives Verhalten hervorzurufen

weitere Maßnahmen: Sollte M auf die Anregungen mit aggressivem Verhalten reagieren, wird die Anregung unterbrochen, da er sich durch eigenaktives Schaukeln beruhigt.

 

 

N (14.02)

[spastische Tetraplegie mit hochgradiger motorischer und mentaler Retardierung, Anfallsleiden, Sehschädigung, Schwerhörigkeit rechts, Hydrocephalus, Microcephalus]

N ist Ende März operiert worden und kann somit die Schule bis zu den Osterferien nicht besuchen.

 

 

P (16.09)

[rechtsbetonte spastische Tetraplegie mit schwerer geistiger Behinderung und kombiniertem Anfallsleiden, Microcephalus, starke Spitzfußstellung]

allgemein: - zeigt sich Lernangeboten gegenüber sehr interessiert / - hohe Eigenaktivität / - neigt dazu, sich sehr heftig mit Unterrichtsinhalten auseinander zu setzen / - zeigt sich sehr ausdauernd / - Anfallsbereitschaft ist aufgrund von Medikamenten sehr niedrig / - verfügt über Kopf- und Rumpfkontrolle

bezüglich des FöSchs: - mag intensive vestibuläre Anregungen sehr gerne / - schaukelt eigenaktiv und ausdauernd / - Unterfunktion in der Wahrnehmung vestibulärer Anregungen / - nur wenig Entspannung während vestibulärer Anregung; versucht statt dessen Anregung zu intensivieren

Schwerpunkt: - leichtere vestibuläre Anregungen wahrnehmen, als angenehm empfinden und mit Entspannung reagieren

 

 

Angebot

Maßnahmen

Luftkissen

heftige Bewegungen verbal verhindern (Schutz anderer, empfindlicherer S!), auf die leichteren Anregungen hinweisen

Schaukel (gr)

Handschuhe (reibt sich ansonsten u.U. die Hände am Seil auf); Eigenaktivität zulassen; sehr heftige Bewegungen kommentieren und evtl. Schaukel kurzzeitig festhalten; leichte Anregungen durch anschaukeln anbieten à Wechsel von leichten und intensiven Anregungen

Schaukelstuhl

Eigenaktivität zulassen; sehr heftige Bewegungen verbal verhindern und evtl. Schaukelstuhl kurzzeitig festhalten; leichte Anregungen durch anschaukeln anbieten à Wechsel von leichten und intensiven Anregungen

 

 

R (14.06)

[spastische Tetraplegie (rechtsbetont), Krampfbereitschaft, Hydrocephalus, fehlende Sehfähigkeit auf dem rechten Auge]

allgemein: - lässt sich häufig auf unterrichtliche Angebote ein und beschäftigt sich z.T. eigenaktiv mit ihnen, benötigt ansonsten Anregungen / - ist oft nicht bereit, Aktivitätsphasen zu beenden und reagiert dann häufig mit aggressivem und autoaggressivem Verhalten (schimpfen, beißen, kratzen) / - Anfallsbereitschaft ist aufgrund von Medikamenten sehr niedrig  / - verfügt über Kopfkontrolle

bezüglich des FöSchs: - mag Schaukelbewegungen um die Körperlängsachse / - verursacht selber vestibuläre Anregungen z.B. durch stereotypes Kopfschütteln und seitliches Bewegen des Oberkörpers / - Unterfunktion der vestibulären Wahrnehmung (sie tendiert zu heftigeren Bewegungen (Stereotypien))

Schwerpunkt: - durch leichte vestibuläre Anregungen entspannen (Überstreckung) / - eigenaktiv vestibuläre Anregungen schaffen ohne in Stereotypien zu verfallen / - beim Anschaukeln stereotype Schaukelbewegungen aufnehmen und verändern (langsamer, vor und zurück) à Alternativen zu stereotypen Bewegungen, die häufig mit autoaggressiven Verhaltensweisen einhergehen, kennen lernen

 

Angebot

Maßnahmen

Luftkissen

Sicherheitsgefühl durch Körperkontakt vermitteln; auf leichte Anregungen hinweisen

Schaukel (gr)

Eigenaktivität anregen (verbal und durch Anschaukeln und Pausen); leichtes vor und zurück Schaukeln à Entspannung, alternative Bewegung zu den stereotypen seitlichen Bewegungen

Rolle

langsames Vor- und Zurückrollen; Pausen

Anm.: Da R im Hinblick auf Körperentspannung einen erhöhten Förderbedarf hat, werden ihr neben dem Sitzen in der Schaukel vestibuläre Anregungen angeboten, die ihr Entspannung ermöglichen. Hierzu eignen sich oben beschriebene Bewegungen auf der Rolle besonders gut zumal sie diese Art der vestibulären Anregung sehr gerne mag.

 

 

 

 

T (14.03)

[cerebrale Entwicklungsstörung mit mentaler und statomotorischer Retardierung und Hypotonie-Syndrom, Microcephalie, Skoliose, Hüftdysplasie links mit Subluxation, Fehlstellung der Augen]

allgemein: - Dauer der Aufnahmefähigkeit und Konzentrationsvermögen ist stark von ihrer Tagesform abhängig / - ist an Beschäftigungsangeboten häufig interessiert / - Eigenaktivität mündet meist in Stereotypien (Hantieren, Oberkörperbewegungen) / - verfügt über Kopfkontrolle und in Ansätzen über Rumpfkontrolle

bezüglich des FöSchs: - mag vestibuläre Anregungen (bes. intensive Bewegungen bereiten ihr großen Spaß) / - Unterfunktion in der Wahrnehmung vestibulärer Reize / - Oberkörper nahezu permanent in heftiger stereotyper Bewegung

Schwerpunkt: - leichtere vestibuläre Anregungen wahrnehmen und darauf mit Entspannung reagieren / - beim Anschaukeln stereotype Schaukelbewegungen aufnehmen und verändern (langsamer, seitlich) à Alternativen zu stereotypen Bewegungen kennen lernen / - Körperstreckung in Verbindung mit Körperentspannung

 

Angebot

Maßnahmen

Luftkissen

mit Unterstützung durch FL (Körperkontakt) möglichst entspannte Position  einnehmen und somit für leichte Anregungen „bereit sein“

Rolle

langsames Vor- und Zurückrollen; Pausen; längs auf die Rolle legen; auf die Rolle setzen

Schaukel (gr)

leichtes Anschaukeln (Stereotypien aufgreifen und in leichtere Bewegungen übergehen lassen; seitliche Bewegungen als alternative Bewegung zu Stereotypien); Eigenaktivität anregen (verbal, Anschaukeln)

Anm.: Ähnlich wie R hat T im Hinblick auf Körperentspannung einen erhöhten Förderbedarf (im Gegensatz zu R: starkes Beugemuster). Ihr werden folglich neben dem Sitzen in der Schaukel vestibuläre Anregungen angeboten, die ihr Entspannung ermöglichen. Hierzu eignen sich oben beschriebene Bewegungen auf der Rolle besonders gut zumal sie diese Art der vestibulären Anregung sehr gerne mag.


11

 
3. Verlaufsplanung

Phase/ Zeit

Handlungsschritte

Medien

Sozialform

didaktisch-methodischer Kommentar

Einstimmung

ca. 5

-           S liegen auf dem Luftkissen (Lagerung: vgl. individuelle Maßnahmen S. 5-10)

 

 

 

-           Einstiegslied wird gesungen

 

Gesamtgruppe

 

Luftkissen

(Ball)

Lagerungshilfen

Gitarre

Liedtext

(s. Anhang)

-           FöSch-Umsetzung: Tabelle S. 4

-           Gemeinschaftsatmosphäre; Beziehungsstiftung

-           mögliche Differenzierung (D): evtl. Ball statt Luftkissen, siehe weitere Maßnahmen, S. 6

-           Einstiegslied: Signalfunktion, Motivation, Bezug zu vorangegangenen Stunden, Hinführung zum Thema

 

Aktionsphase I

ca. 10

-           Luftkissen wird aufgeblasen

-           S nehmen die Aufwärtsbewegung wahr

-           S versetzen das Luftkissen in leichte Auf- und Abwärtsbewegungen (Unterstützung sowie verbale und handelnde Anregung durch Zdl, P, FL und Laa)

 

 

 

-           Luft wird abgelassen

-           S nehmen die Abwärtsbewegung wahr

-           S nehmen den Kontakt zum festen Boden wahr

-           Lied zum Wechsel wird gesungen

-           Laa teilt Gruppen und Lernorte ein

Gesamtgruppe

 

Luftkissen

(Ball)

Lagerungshilfen

 

 

 

 

 

 

 

Gitarre, Liedtext

(s. Anhang)

-           FöSch-Umsetzung: Tabelle S. 4

-           Verbalisierung der Handlungsschritte: Orientierung und somit Sicherheit für die S (Geräusch des Gebläses, Bewegung des Luftkissens)

-           Auf- und Abwärtsbewegungen (nur kurzzeitig!) à Anknüpfung an Wahrnehmungen der letzten Stunde; „Wiedererkennen“

-           mögliche Differenzierung (D): evtl. Ball statt Luftkissen, siehe weitere Maßnahmen, S. 6

-           Absinken des Luftkissens verdeutlicht Ende der Aktionsphase I

 

 

-           Lied: Überleitung zu den bevorstehenden Anregungen, Motivation

-           Gruppeneinteilung; Lernort: siehe Anhang

-           Gruppeneinteilung ermöglicht individuelles Eingehen auf die S und ihre Lernausgangslage

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

12

 

Aktionsphase II

ca. 20

-           S werden in ihre Rollstühle gesetzt und an den entsprechenden Lernort gefahren

 

 

 

-           S nutzen unterschiedliche Schaukelangebote (Unterstützung sowie verbale und handelnde Anregung durch FL, Zdl, P und Laa)

 

 

 

 

-           Laa weist auf Wechsel des Schaukelangebots hin

-           S werden in ein weiteres Schaukelangebot umgesetzt

-           S nutzen unterschiedliche Schaukelangebote (Unterstützung sowie verbale und handelnde Anregung durch FL, Zdl, P und Laa)

-           Laa weist auf Ende der Aktionsphase hin

Partner- bzw. Einzelarbeit

 

 

 

unterschiedliche Schaukelangebote (s. Anhang)

 

 

 

 

(Wechsel: s. Anhang)

-           FöSch-Umsetzung: Tabelle S. 4

-           Wechsel des Lernortes ruft Neugierde und Motivation hervor

-           Wechsel von Lernort und Sozialform unterstreicht den Phasenwechsel und damit den Wechsel des vestibulären Angebots

-           Verbalisierung aller Bewegungserfahrungen (Schaukeln, Umlagern): Signalisieren von emotionaler Nähe, Orientierung, Sicherheit

-           Vorsicht vor Überstimulation à genaues Beobachten der S; Lernausgangslagen (S. 5-10)

-           Nutzung der Schaukelangebote und Maßnahmen seitens Zdl, FL, P und Laa: siehe Lernausgangslagen (S. 5-10) oder Anhang (S. 15)

-           Wechsel der Schaukelangebots: siehe Lernausgangslagen (S. 5-10) oder Anhang (S. 15)

-           Wechsel des Schaukelangebots à Motivation

Abschluss

ca. 10

-           S werden in den Ruheraum gebracht

 

 

 

 

 

 

 

-           S werden in möglichst entspannten Positionen gelagert und mit Gymnastikmatten zugedeckt; Zdl, FL, P und Laa legen bzw. setzen sich zwischen die S

 

-           Abschlusslied wird gesungen

 

-           S bleiben liegen, hören Musik und entspannen sich

Gesamtgruppe

 

 

 

 

 

 

 

Gymnastikmatten in Bettbezügen; Lagerungsmaterialien

Gitarre

Liedtext

(s. Anhang)

Kassettenrekorder

-           FöSch-Umsetzung: Tabelle S. 4

-           Wechsel des Lernortes und der Sozialform unterstreicht den Phasenwechsel

-           Zusammenhang: Ruheraum à Entspannungsphase ist den S bekannt

-           Rhythmisierung: Aktivitäts- und Entspannungsphasen

-           einige S (T, z.T. B, P) brauchen länger, um sich auf entspannende Phasen einzulassen

-           Gymnastikmatten (in Bettbezügen, da angenehmer) à Unterstützung von: Entspannung; Körperwahrnehmung; Schwerkraftwahrnehmung

-           Gemeinschaftsatmosphäre, Beziehungsstiftung (Zusammenführen der Gesamtgruppe; gemeinsam unter Gymnastikmatten liegen)

-           Abschlusslied: Signalfunktion

 

-           Entspannungsmusik: Signalfunktion; Unterstützung von Entspannung


4. Literatur

Ayres, A. J. (19922): Bausteine der kindlichen Entwicklung. Berlin, Heidelberg.

Dank, S. (19962): Probier’s mal mit Musik. Lieder, Spiele und Ideen für den Unterrichtsalltag. Dortmund.

Fröhlich, A. (19992): Basale Stimulation. Das Konzept. Düsseldorf.

Hachmeister, B. (1997): Psychomotorik bei Kindern mit Körperbehinderungen. München.

Ledl, V. (1994): Kinder beobachten und fördern. Wien.

Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes NRW (1985): Richtlinien für die Förderung schwerstbehinderter Schüler in Sonderschulen und Hinweise für den Unterricht. Frechen.

Sekretariat der ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (1994): Empfehlungen zur sonderpädagogischen Förderung in den Schulen der Bundesrepublik Deutschland. Bonn.

Sekretariat der ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (1998): Empfehlungen zum Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung. Bonn.

Staatsinstitut für Schulpädagogik und Bildungsforschung (1993): Die Schule für Körperbehinderte. Leitgedanken zu Erziehung, Unterricht und Förderung. München.

Steigmaier, E.; Tödter, R. (1991): Projekt: Wir lassen uns (nicht) aus dem Gleichgewicht bringen (1990). In: Lernen konkret 10 (1991) 2, 17-21.

Zimmer, R. (19975): Handbuch der Sinneswahrnehmung. Grundlagen einer ganzheitlichen Erziehung. Freiburg.

Zinke-Wolter, P. (19943): Spüren – Bewegen – Lernen. Dortmund.

 


5. Anhang

Einstiegslied (Melodie: Dank 1996 - „Laufen, das macht Spaß“; Text: Laa)

 

Ref.:     Schaukeln, schaukeln das macht Spaß.

Alle Schüler lieben das.

Schaukeln, schaukeln, das ist schön.

Jeder kann es seh’n.

 

1. Wir liegen hier und warten drauf.

Jetzt blas’ das Kissen endlich auf!

Hoch und runter ist nicht schwer.

Wir freu’n uns dabei sehr.

Wir freu’n uns dabei sehr.

 

Ref.:     Schaukeln, schaukeln das macht Spaß...

 

2. Wir schaukeln langsam auf und ab.

Der Spaß ist dabei nicht zu knapp.

Hoch und runter ist nicht schwer.

Wir freu’n uns dabei sehr.

Wir freu’n uns dabei sehr.

 

Ref.:     Schaukeln, schaukeln das macht Spaß...

 

 

Lied zum Wechsel (Melodie und Text: s.o.)

 

Ref.:     Schaukeln, schaukeln das macht Spaß.

Alle Schüler lieben das.

Schaukeln, schaukeln, das ist schön.

Jeder kann es seh’n.

 

1. Wir alle woll’n den großen Spaß.

Und geben jetzt gleich mächtig Gas.

Wir schaukeln hin und schaukeln her.

Und freu’n uns dabei sehr.

Und freu’n uns dabei sehr.

 

Ref.:     Schaukeln, schaukeln das macht Spaß...

 

2. Jetzt fahren wir zum Schaukeln hin.

Danach steht uns jetzt echt der Sinn.

Wir schaukeln hin und schaukeln her.

Und freu’n uns dabei sehr.

Und freu’n uns dabei sehr.

 

Ref.:     Schaukeln, schaukeln das macht Spaß...

 

 

 

Abschlusslied (Melodie: Dank 1996 - „Kuschelspiel“; Text: Laa)

 

Wir hör’n jetzt auf und werden ruhig.

Kommt macht doch alle mit!

Wir hör’n jetzt auf und werden ruhig.

Entspannung ist der Hit.

Die Matten liegen auf uns.

Wir fühlen’s hier und da.

Nun spüren wir die Ruhe.

Und finden’s wunderbar.

Nun spüren wir die Ruhe.

Und finden’s wunderbar.

 

 

Reihenfolge des Wechsels in die Klassenräume

 

(alle S bis auf B werden in die Rollstühle gesetzt), M (soll zunächst selber fahren), Mo, P, D, Zdl, B, Laa, P (soll zunächst selber fahren), R, FL, T

 

 

Einteilung während der Aktionsphase II / Nutzung der unterschiedlichen Angebote

 

 

Gruppe I (FL)

Gruppe II (P)

Gruppe III (Zdl)

Gruppe IV (Laa)

Schüler/in

R

Mo

D

B

Angebot 1

Schaukel (gr)

Schaukelschale

Schaukel (kl)

Schaukelstuhl (T)

Angebot 2

Rolle

Schaukelstuhl (E)

Mattenwiege

Schaukel (gr)

Schüler/in

T

M

 

P

Angebot 1

Rolle

Schaukelstuhl (E)

 

Schaukel (gr)

Angebot 2

Schaukel (gr)

Schaukelschale

 

Schaukelstuhl (T)

 

 

Aktionsphase II: Plan – Klassenraum 1

 

fehlt...

 

 

Aktionsphase II: Plan – Klassenraum 2

 

fehlt...

 

 

Reihenfolge der Lagerung

 

D (Zdl), B (Laa), Gruppe I (FL & Laa), Gruppe II (Zdl & P), P (FL & Laa)